• 21.05.2007, 10:00:00
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CIMAC-Weltkongress der Großmotorenindustrie tagt in Wien

25. CIMAC-Weltkongress wird vom Fachverband der MASCHINEN & METALLWAREN Industrie veranstaltet

Wien (OTS) - "Von 21. bis 24. Mai ist Österreich der Nabel der
internationalen Motorenwelt", freute sich der Geschäftsführer des
Fachverbandes der MASCHINEN & METALLWAREN Industrie (FMMI), Dr.
Berndt-Thomas Krafft, heute anlässlich der Eröffnung des 25.
CIMAC-Weltkongresses in der Wiener Hofburg, bei dem über 850
Delegierte neueste technische Entwicklungen von Großmotoren
diskutieren. "Moderne große Diesel- und Gasmotoren, wie sie in
Hochseeschiffen, Kraftwerksanlagen und Diesellokomotiven verwendet
werden, bilden hinsichtlich Leistung, Wirtschaftlichkeit und
Umweltverträglichkeit die Champions League in der
Motorenentwicklung", Krafft weiter. Der vom FMMI veranstaltete
Kongress sei eine gute Gelegenheit, im eigenen Land auf die Bedeutung
österreichischer Unternehmen in diesem dynamischen Industriebereich
hinzuweisen. Firmen wie AVL List, GE Jenbacher, Geislinger, Hoerbiger
Ventilwerke, Kral, Miba und Robert Bosch agieren auf dem Weltmarkt
überaus erfolgreich. "Mit dem Heimvorteil der Ausrichtung des
CIMAC-Weltkongresses vor der eigenen Tür bietet sich den
österreichischen Unternehmen jetzt eine ausgezeichnete Chance, diese
Position weiter zu stärken", Krafft abschließend.

Großmotorenindustrie als technologischer Vorreiter

"Bei der Entwicklung von Automobilmotoren sprechen alle vom
Hybridantrieb, bei Großmotoren auf Hochseeschiffen ist das schon seit
Jahrzehnten Wirklichkeit", erläuterte DI Karl M. Wojik, Präsident des
CIMAC-Weltkongresses in Wien, die technologische Vorreiterrolle der
Großmotorenindustrie. "Die hohen Anforderungen an Wirtschaftlichkeit
und Zuverlässigkeit von großen Diesel- und Gasmotoren haben die
Entwickler seit jeher unter einen enormen Innovationsdruck gesetzt.
Das Ergebnis sind Wirkungsgrade jenseits der 50% und eine Reduktion
von Emissionen im großen Stil." Wie wichtig ein niedriger
Kraftstoffverbrauch für die Branche ist, verdeutlichte Wojik anhand
eines mittelgroßen Containerschiffs mit rund 5.000 Containern, das
pro Tag etwa 200 Tonnen Kraftstoff verbraucht und dadurch tägliche
Betriebskosten von ca. 40.000 Euro verursacht.

Neben dem Dieselmotor erlangen Gasmotoren eine immer größere
Bedeutung. Dabei werden Erdgas, Klärgase und Sondergase aus der
chemischen Industrie, die bislang einfach abgefackelt wurden,
eingesetzt. Aber auch Biokraftstoffe wie Palmöl oder sogar Altöl von
Hotelküchen werden in diesen Motoren verbrannt, um damit Energie und
Wärme zu erzeugen.

Einsatzgebiete von Großmotoren

Als Großmotoren bezeichnet man alle Verbrennungsmotoren mit
Zylinderdurchmessern von ca. 140 Millimeter aufwärts bis nahezu einem
Meter. Sie werden in Hochseeschiffen, Kraftwerksanlagen und großen
Lokomotiven eingesetzt.

Rund 98% der weltweit ca. 100.000 hochseegehenden Schiffe, über
die etwa 85% aller Warentransporte abgewickelt werden, sind mit
Großmotoren ausgestattet. Pro Jahr werden ca. 13.000 neue Motoren mit
einer Gesamtleistung von etwa 44.000 Megawatt gebaut. Bis vor kurzem
waren es durchwegs Dieselmotoren, neuerdings werden für den Transport
von Erdgas bevorzugt Gasmotoren eingesetzt. Für die größten
Containerschiffe, die ein Ladevolumen von bis zu 12.000 Containern
haben, werden Motoren verwendet, die pro Motor bis zu 100.000 PS
leisten. Diese Motoren haben eine sehr lange Lebensdauer von bis zu
30 Jahren und erreichen dabei an die 200.000 Betriebsstunden - ein
Automobilmotor erreicht nach 100.000 Kilometern rund 2.000
Betriebsstunden.

Bei den stationären Kraftwerken für die Stromerzeugung oder
kombinierte Strom-/Wärmeerzeugung haben sich über die letzten Jahre
aus Umweltgründen Erdgasmotoren durchgesetzt. Pro Jahr werden
weltweit etwa 10.000 Motoren mit einer Gesamtleistung von 15.000
Megawatt produziert.

Starke dieselmotorisch getriebene Lokomotiven mit Motorleistungen
von bis zu 6.000 PS werden in großen Ländern für sehr weite Distanzen
verwendet, wo sich eine Elektrifizierung der Bahn nicht rechnet. Die
hauptsächliche Nutzung erfolgt daher in Nordamerika, Russland, Indien
und China. Allein in Russland sind ca. 12.000 solcher Lokomotiven in
Betrieb, in Indien 4.000.

Über CIMAC

CIMAC (Conseil International des machines a combustion) ist eine
weltweit agierende, unabhängige Non-Profit-Organisation, die sich mit
der Technologie im Umfeld großer Diesel- und Gasmotoren sowie
Gasturbinen beschäftigt. CIMAC wurde 1951 gegründet und zählt heute
rund 380 Mitglieder, die von Industrieunternehmen über Reedereien bis
hin zu Ölgesellschaften reichen. Alle drei Jahre wird jeweils in
einem anderen Land der CIMAC-Weltkongress ausgetragen, laut
CIMAC-Kommunikationschef Hanspeter Zingg "die Top-Level-Veranstaltung
der Branche für den wissenschaftlichen und technischen Austausch
zwischen Motorenherstellern, Zulieferern und Anwendern". Am Kongress
in Wien werden über 850 Delegierte in Sessions und Foren
zusammenkommen, rund 180 wissenschaftliche Arbeiten werden
vorgestellt und diskutiert. Der Kongress ist offen für Interessierte,
Tageskarten kosten 600 Euro.

Über den FMMI

Der Fachverband der MASCHINEN & METALLWAREN Industrie ist die
gesamtösterreichische Vertretung aller Unternehmen aus den
Industriezweigen Maschinenbau, Anlagenbau, Stahlbau und Metallwaren,
die im Jahr 2005 gemeinsam einen Produktionswert von über 34
Milliarden Euro erwirtschafteten. Die mittelständisch strukturierte
Branche stellt mit über 1.600 Unternehmen und ca. 110.000
Beschäftigten das Rückgrat der industriellen Beschäftigung in
Österreich dar. Oberstes Ziel des Fachverbandes ist die Mitwirkung an
der Gestaltung von maßgeblichen rechtlichen und wirtschaftlichen
Rahmenbedingungen, um den erfolgreichen Fortbestand der Unternehmen
der Maschinen- und Metallwarenindustrie im internationalen Wettbewerb
zu sichern.

Links

FMMI (Fachverband der MASCHINEN & METALLWAREN Industrie):
www.fmmi.at

CIMAC (Conseil International des machines a combustion):
www.cimac.com

Rückfragehinweis:

Mag. Thomas Faast
   Kommunikationsberatung
   FEEI Management-Service GmbH
   
   T: +43 1 588 39 44
   F: +43 1 586 69 71
   M: +43 699 122 34 010
   E: [email protected]

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