• 17.05.2007, 09:33:26
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Sportstaatssekretär Reinhold Lopatka: Unabhängige NADA Austria soll kommen

Umsetzung der UNESCO Anti-Doping-Konvention und Neuorganisation des Anti-Doping-Systems

Bregenz, 17. Mai 2007 (OTS) - "Doping, Gewalt und Rassismus sind
die größten Feinde der Sportgemeinschaft", so Sportstaatssekretär Dr.
Reinhold Lopatka bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer vor internationalen Sportjournalisten
aus 112 Staaten beim 70. AIPS-Kongress im Bregenzer Festspiel- und
Kongresshaus. Die Politik sei daher gefordert, hier klare und strenge
Regelungen zu treffen und deren strikte Einhaltung sicherzustellen.
"Wir werden vor dem Sommer die UNESCO-Konvention im Parlament
ratifizieren und auch ein eigenes Anti-Doping-Gesetz verabschieden."
Darüber hinaus präsentierte der Sportstaatssekretär sein Konzept zur
Neuorganisation des Anti-Doping-Systems in Österreich als "NADA
Austria". ****

Die "NADA Austria" solle nach dem Vorbild der World Anti-Doping
Association (WADA) völlig unabhängig von der Politik und den
Fachverbänden ihre Arbeit leisten können, so der Sportstaatssekretär.
Er habe daher eine Kommission eingesetzt, um aufgrund internationaler
und nationaler Erfahrungen die Anti-Doping-Regelungen so neu zu
gestalten, "dass wir in einem Jahr eines der besten
Anti-Doping-Gesetz der Welt haben. Das ist unser ambitioniertes
Ziel". Im November dieses Jahres finde in Madrid die globale
Anti-Doping Konferenz der WADA statt. Bei dieser Konferenz wird die
Überarbeitung des WADA-Codes beschlossen. "Dieser neue weltweit
gültige Code wird dann die Grundlage dieser Neuorganisation des
Österreichischen Anti-Doping-Systems werden", so Lopatka, der die
Grundpfeiler der österreichischen Neuordnung in Bregenz skizzierte:

Die NADA Austria soll das ÖADC (Österreichisches Anti Doping Comité)
ersetzen. Die Neuregelung sieht die Trennung des operativen Bereiches
von den Verbänden und Institutionen vor, mit einem Schwerpunkt auf
Aufklärung und Prävention, wobei eine strikte Trennung von Aufklärung
und Kontrolle vorgesehen ist.
Entscheidender Unterschied zu bisher sei, dass die NADA Austria als
erste Instanz installiert wird und nicht mehr der betroffene
Fachverband. Die Geschäftsführung soll aus zwei Geschäftsführer(n)
bestehen, einer davon wird für die Agenden "Prävention" und
"Öffentlichkeitsarbeit" verantwortlich sein, der andere für die
"Dopingkontrollen". Ein Anti-Doping Pass soll einen raschen
elektonischen Informationsaustausch zwischen Athleten des
"Testing-Pools" und der NADA Austria garantieren.

"Die neue Organisationsform soll eine bessere sachliche und
personelle Ausstattung gewährleisten. Darüber hinaus wird eine von
den Sportverbänden unabhängige Struktur zur Dopingbekämpfung
geschaffen", so der Sportstaatssekretär. "Für den Schwerpunkt-Bereich
Aufklärung, Information, Prävention wollen wir ehemalige erfolgreiche
Sportler als 'Anti-Doping Botschafter' gewinnen, die besonders bei
jungen Sportlern, in Schulen oder in Trainerausbildungen die
Informations- und Aufklärungsarbeit übernehmen." Alle
Funktionsträger in der neuen Anti-Doping-Organisationsstruktur NADA
Austria sollen "auf Zeit" bestellt werden. "So wollen wir einen
fairen und sauberen Sport sicherstellen. Denn Doping schadet den
Athleten, Doping schadet dem Sport und Doping schadet jeder
Sportnation", so Lopatka abschließend.

Rückfragehinweis:

Roland Achatz
   Staatssekretariat für Sport
   Tel.: ++43 1 53 115 4036
   Fax: ++43 1 53 115 4065
   Handy:  +43/664/6106308
   E-Mail: [email protected]

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