- 16.05.2007, 14:41:09
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Gemeinden dürfen bei Landesausstellung am Millstätter See nicht finanziell untergehen
LR Rohr kritisiert mangelhafte Projekt- und Finanzierungsunterlagen
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Klagenfurt (SP-KTN) - Klagenfurt (SP-KTN) - Scharfe Kritik übte
heute, Mittwoch, Gemeindereferent LR Reinhart Rohr an der
"unprofessionellen Vorbereitung" der Projekte für die 2008 und 2009
im Raum Millstätter See stattfindende Landesausstellung
"wasser.reich" durch das Büro von Landeshauptmann Jörg Haider. Am
Dienstag seien die Projekte erstmals vorgelegt worden. Doch der
Finanzierungsplan sei mehr als mangelhaft. Zwischen den angeführten
Projektkosten in Höhe von 7,5 Millionen Euro und dem
Finanzierungsanteil des Landes von 3,2 Millionen Euro klaffe ein 4,3
Millionen-Euro-Loch.
Wer das zu stopfen habe, verschweige das LH-Papier. Rohr werde es
nicht zulassen, dass am Ende die Gemeinden die Zeche zahlen müssten
und forderte den Landeshauptmann und den Tourismusreferenten zu neuen
Gesprächen über einen "wasserdichten" Finanzierungsplan auf.
Eine Blitzrecherche unter den Bürgermeistern habe außerdem
ergeben, dass die Kosten für die Projekte entgegen ihren bei
Tourismusdirektorin Mares Rossmann eingereichten Unterlagen zu
niedrig angesetzt wurden. Als Beispiele nannte Rohr die Projekte
"Sagamundo - Haus des Erzählens" in Döbriach und "Kraftberg Mirnock"
der Gemeinde Fresach. Während in Döbriach die "Sagamundo"-Kosten mit
zwei Millionen beziffert werden, scheinen am Finanzplan des
Landeshauptmannes lediglich 1,65 Millionen Euro mit einem
Landesfinanzierungsanteil von 500.000 Euro auf. Noch eklatanter sei
die Kluft in Fresach. Das LH-Papier spricht bei einem Landesanteil
von 100.000 Euro von 200.000 Euro Projektskosten, die Gemeinde
hingegen hat 800.000 Euro aufgelistet.
Diese Diskrepanzen seien raschest aufzuklären, forderte Rohr,
damit ein reibungsloser und erfolgreicher Verlauf für den 2008
beginnenden dritten Teil der "wasser.reich"-Ausstellung gewährleistet
werden könne. Weiters will Rohr wissen, warum nach Angaben von
Bürgermeistern ganze Projekte von der Liste verschwunden seien, ohne
vorher mit den Gemeinden Rücksprache zu halten. Hier werde den
Projektanten einfach vor den Kopf gestoßen.
Rohr steht voll und ganz hinter der Landesausstellung, die bisher
sehr erfolgreich verlaufen sei. Auf Grund der "schlampigen
Vorbereitung" des dritten Teiles müsse er nun "den Schirm über die
künftigen Ausstellungsgemeinden halten, damit diese bei
"wasser.reich" nicht finanziell absaufen", sagte Rohr. Auch dürfe die
Ausstellung nicht zur parteipolitischen Bühne in orange abgleiten, so
Rohr mit dem Hinweis auf das Marketingbudget für Rossmann in Höhe von
drei Millionen Euro.
Weiters gab Rohr bekannt, dass das Schifffahrts-Projekt "Pier
One" losgelöst von der Landsausstellung am Millstätter See umgesetzt
werde. Hier habe er in den Finanzverhandlungen mit den Gemeinden
seinen Part der Finanzierung sichergestellt. "Pier One" als
schifffahrtstechnische Antwort auf Salzburgs Flugzeugmuseum "Hangar
7" soll sowohl als architektonisches Highlight am Millstätter See
über die Landsausstellung hinaus zum touristischen Anziehungspunkt
und zur Initialzündung für weitere Projekte werden.
(Schluss)
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