• 16.05.2007, 07:34:26
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Telekom Austria Gruppe: starkes Auslandswachstum wirkt schwierigem heimischen Marktumfeld entgegen - TEIL 3

Wien (OTS) - Wien, 16. Mai 2007 - Telekom Austria AG (VSE: TKA;
NYSE: TKA) verlautbarte heute die Finanzergebnisse für das 1. Quartal
2007 mit 31. März 2007.

Konzern-Nettoüberschuss
Im 1. Qu. 2007 stieg der Nettozinsaufwand um 11,6 % auf 28,8 Mio. EUR
aufgrund einer höheren durchschnittlichen Nettoverschuldung im
Vergleich zum 1. Qu. 2006, die auf erhöhte Aktienrückkäufe und den
Lizenzerwerb in der Republik Serbien und in der Republik Mazedonien
zurückführen ist sowie aufgrund höherer Zinssätze.
Die Körperschaftsteueraufwendungen sind in Folge eines niedrigeren
steuerpflichtigen Einkommens und aufgrund von verringerten
ausländischen Steuersätzen gesunken. Im 1. Qu. 2007 betrug der
effektive Steuersatz 19,25 % im Vergleich zu 21,0 % im 1. Qu. 2006.
Der Nettoüberschuss nahm wegen des niedrigeren Betriebsergebnisses um
4,4 % auf 147,2 Mio. EUR ab. Das unverwässerte und voll verwässerte
Ergebnis je Aktie blieb bei 0,32 EUR stabil aufgrund der niedrigeren
Anzahl von im Umlauf befindlichen Aktien in Folge von
Aktienrückkäufen in 2006 und im 1. Qu. 2007.

Anlagenzugänge

in Mio. EUR                   1.Qu.07     1.Qu.06    Veränd. in %
Sachanlagenzugänge Festnetz     48,7        51,0        -4,5 %
Sachanlagenzugänge Mobil-
kommunikation                   73,0        52,7        38,5 %
Sachanlagenzugänge             121,7       103,7        17,4 %
Zugänge zu immateriellen
Vermögenswerten Festnetz        10,7         9,5        12,6 %
Zugänge zu immateriellen Ver-
mögenswerten Mobilkommunikation 34,9         8,6       305,8 %
Zugänge zu immateriellen
Vermögenswerten                 45,6        18,1       151,9 %
Gesamt                         167,3       121,8        37,4 %

Die Zugänge zu Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten stiegen
von 121,8 Mio. EUR im 1. Qu. 2006 auf 167,3 Mio. EUR im
Berichtsquartal, vorwiegend durch höhere Investitionen in den Ausbau
von HSDPA und HSUPA in Österreich und durch Investitionen für den
operativen Betrieb in der Republik Serbien und die Lizenz in der
Republik Mazedonien verursacht. Die Sachanlagenzugänge erhöhten sich
um 17,4 % auf 121,7 Mio. EUR, und die Zugänge zu immateriellen
Vermögenswerten stiegen von 18,1 Mio. EUR auf 45,6 Mio. EUR.
Die Sachanlagenzugänge im Festnetz sanken im 1. Qu. 2007 als Ergebnis
niedrigerer Investitionen ins Kernnetz und in die technische
Gebäudeausstattung um 4,5 % auf 48,7 Mio. EUR. Der Rückgang wurde
teilweise durch zusätzliche Investitionen im Breitband-Zugangsnetz
ausgeglichen.
Im Bereich Mobilkommunikation trugen die Investitionen in den
Netzausbau von HSDPA und HSUPA in Österreich und
Infrastrukturinvestitionen in Höhe von 7.5 Mio. EUR in der Republik
Serbien wesentlich zum Anstieg der Sachanlagen von 38,5 % auf 73,0
Mio. EUR im 1. Qu. 2007 bei.
Die Zugänge zu immateriellen Vermögenswerten im Festnetz-Segment
erhöhten sich aufgrund höherer Investitionen in die
Fakturierungssoftware von 9,5 Mio. EUR im 1. Qu. 2006 auf 10,7 Mio.
EUR im 1. Qu. 2007.
In der Mobilkommunikation stiegen die Zugänge zu immateriellen
Vermögenswerten, die auf den Kauf der GSM-Lizenz in der Republik
Mazedonien und auf Investitionen in UMTS-Netzwerksoftware
zurückzuführen sind, von 8,6 Mio. EUR auf 34,9 Mio. EUR.

Cashflow und Nettoverschuldung

in Mio. EUR               1.Qu.07     1.Qu.06       Veränd. in %
Cashflow aus laufender 
Geschäftstätigkeit         375,4       321,2            16,9 %
Cashflow aus 
Investitionstätigkeit     -167,4      -120,8            38,5 %
Cashflow aus 
Finanzierungstätigkeit    -212,2      -229,1            -7,4 %
Auswirkung von Wechsel-
kursschwankungen            -0,4        -0,4             0,0 %
Verminderung der 
liquiden Mittel             -4,6       -29,1           -84,2 %
         
in Mio. EUR            31.März 2007  31.Dez.2006    Veränd. in %
Nettoverschuldung        3.003,6     3.169,0            -5,2 %

Im 1. Qu. 2007 nahm der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit

vorwiegend aufgrund niedrigerer Forderungsbestände von
Geschäftskunden und geringerer Vorratsbestände im Vergleich zum 1.
Qu. 2006 um 16,9 % auf 375,4 Mio. EUR zu.
Der Abfluss beim Cashflow aus Investitionstätigkeit erhöhte sich um
38,5 % auf 167,4 Mio. EUR im 1. Qu. 2007 aufgrund von Investitionen
in die Infrastruktur in der Republik Serbien und des Erwerbs der
GSM-Lizenz in der Republik Mazedonien.
Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit verzeichnete vorwiegend
aufgrund von höheren Anlagenzugängen eine Reduktion von 212,2 Mio.
EUR im 1. Qu. 2007 im Vergleich zu 229,1 Mio. EUR im 1. Qu. 2006.
Die Nettoverschuldung sank aufgrund der starken Generierung von Free
Cashflow um 165,4 Mio. EUR auf 3.003,6 Mio. EUR per 31. März 2007 im
Vergleich zum 31. Dezember 2006. Das Verhältnis Nettoverschuldung zu
Eigenkapital (Net Gearing) sank daher auf 103,0 % per Ende März 2007
im Vergleich zu 112,2 % per Ende Dezember 2006.
Die Nettoverschuldung umfasst die langfristige Verschuldung,
kurzfristige Kredite, Finanzierungsleasingverbindlichkeiten, liquide
Mittel, Wertpapiere sowie derivative Finanzinstrumente für
Hedgingaktivitäten. Der kurzfristige Anteil aus
Cross-Border-Lease-Transaktionen ist nicht in der Berechnung der
Nettoverschuldung enthalten.

MitarbeiterInnen 
(Vollzeitkräfte)          

                        Ende der Periode    Durchschnitt der Periode
                  31.03.07  31.03.06  Verä. 1.Qu.07  1.Qu.06  Verä. 
Festnetz            9.428     9.552   -124   9.431    9.550   -119
Mobilkommunikation  6.155     5.961    194   6.073    6.058     15
Gesamt             15.583    15.513     70  15.504   15.608   -104

Der Personalstand der Telekom Austria Group stieg um 70 auf 15.583
MitarbeiterInnen per Ende März 2007.
Im Festnetz-Segment wurde ein Rückgang von 124 MitarbeiterInnen
verzeichnet. Im Bereich Mobilkommunikation stieg der Personalstand
hingegen vor allem aufgrund der Expansion in die Republik Serbien um
194 MitarbeiterInnen zum Ende des 1. Qu. 2007 im Vergleich zum 1. Qu.
2006.
Sonstige Ereignisse
Am 8. Jänner 2007 wurden im Rahmen der 4. Tranche ("ESOP 2007+")
ungefähr 4 Mio. Optionen an die berechtigten MitarbeiterInnen der
Telekom Austria Group ausgegeben. Diese Tranche ist Teil der
Verlängerung des ursprünglichen Aktienoptionsprogramms von 2004, das
bei der Hauptversammlung im Mai 2006 um drei weitere Jahre bis 2009
verlängert wurde.
Die Optionen können nach Ermessen der Gesellschaft durch Barausgleich
oder Aktien bedient werden, wobei eine Option das Anrecht auf den
Erwerb einer Aktie beinhaltet. Der Ausübungspreis beträgt 20,34 EUR.
Die Ausübung setzt die Erreichung des vom Aufsichtsrat festgesetzten
Zielwertes für den Gewinn je Aktie voraus. Die Ausübungszeit der
Optionen beträgt 3 Jahre, wobei eine Reifefrist von 12 Monaten
einzuhalten ist. Die Optionen können daher bis Mai 2011 ausgeübt
werden.
Am 5. Februar 2007 verlautbarte die Telekom Austria Group den
Zuschlag für eine GSM-900/1800-Lizenz in der Republik Mazedonien für
einen Preis von 10 Mio. EUR erhalten zu haben. Die Lizenz wird für
einen Zeitraum von 10 Jahren gewährt und ist nach Ablauf um 10
weitere Jahre verlängerbar. Lizenzbedingungen schreiben vor, den
Betrieb innerhalb von sechs Monaten nach der Lizenzzuteilung
aufzunehmen.
Am 19. März 2007 zog die Telekom Austria Group 40 Millionen eigene
Aktien ein. Dieser Aktieneinzug entspricht einer Verringerung des
Grundkapitals um 8 % auf 460 Millionen Aktien. Die Telekom Austria
Group erwarb zwischen 1. Jänner und 19. März 2007 1,7 Millionen
eigene Aktien. Zum 31. März 2007 hielt die Telekom Austria Group
380.000 eigene Aktien, die seit dem Aktieneinzug um einen
Durchschnittspreis von 18,85 EUR erworben wurden.
Angaben über die rückgekauften Aktien werden jeweils am Dienstag auf
der Unternehmenswebseite www.telekom.at/aktienrueckkauf
veröffentlicht.
Wichtige sonstige Ereignisse nach dem 31. März 2007
Am 1. April übernahm Hans Tschuden die Position des Finanzvorstandes
(CFO) der Telekom Austria Group.
Beim Capital Market Day am 24. April 2007 verlautbarte die Telekom
Austria Group seine neue Mittelverwendungsstrategie von 2007 bis
2010. Die Telekom Austria Group plant die
Dividendenausschüttungsquote bei 65 % zu halten. Die Telekom Austria
Group bewahrt sich auch die Flexibilität für profitable
Wachstumsinvestitionen in Ost- und Südosteuropa, andernfalls ist
beabsichtigt, überschüssige liquide Mittel für den Aktienrückkauf von
bis zu 10 % des Grundkapitals innerhalb der nächsten 24 Monate zu
verwenden.
Am 26. April 2007 erwarb die Telekom Austria Group den integrierten
Anbieter eTel für einen Kaufpreis von ungefähr 90 Mio. EUR. Die
österreichischen Wettbewerbsbehörden stimmten der Akquisition unter
der Bedingung der Erfüllung bestimmter Konditionen wie den Verkauf
des Glasfaserrings und der Rückgabe von Radiolizenzen (Wireless Local
Loop) zu. eTel bietet Sprachtelefonie, Internet und Datendienste an,
agiert in Österreich auch als virtueller Mobilfunkanbieter und
betreibt Wholesale-Geschäfte in Mittel- und Osteuropa.
Am 14. Mai 2007 bestätigte Moody’s das "A3"-Rating der Telekom
Austria Group und änderte den Rating-Ausblick von positiv auf stabil.
Dies widerspiegelt die Meinung der Rating-Agentur, dass die neue
Mittelverwendungsstrategie der Telekom Austria Group die zukünftige
Finanzkraft sicherstellt.
Delisting von der NYSE
Die Telekom Austria Group plant ihre American Depositary Receipts
(ADR) per 17. Mai 2007 von der New Yorker Börse zu nehmen. Die
American Depositary Receipts werden ab 17. Mai 2007 im Freiverkehr im
Rahmen des Level-1-ADR Programms gehandelt werden. Die Telekom
Austria Group wird jegliche Abgaben und Kosten übernehmen, die für
ADR-Aktionären entstehen, wenn sie die ADR umwandeln oder von der
Depotstelle abziehen wollen. Die Telekom Austria Group beabsichtigt,
die Berichtspflichten an die amerikanische Börsenaufsichtsbehörde
(U.S. Securities and Exchange Commission - SEC) im Juni 2007
einzustellen, nachdem die neuen Regelungen zur Deregistrierung von
der SEC in Kraft treten.
In Folge der Deregistrierung wird die Telekom Austria Group den
jährlichen Bericht ("Form 20-F") inklusive der Überleitung auf die
amerikanischen Bilanzierungsvorschriften ("U.S. GAAP") nicht mehr bei
der SEC einreichen und nicht mehr den Vor¬schriften des U.S.
Sarbanes-Oxley Act unterliegen.
Die Telekom Austria Group bleibt aber weiterhin dem hohen Standard
der Corporate Governance und der Transparenz gegenüber ihren
Aktionären verpflichtet.
Am 30. März 2007 reichte die Telekom Austria Group das Form 20-F für
das Geschäftsjahr 2006 ein, inklusive der Managementeinschätzung und
des Berichts des externen Prüfers hinsichtlich der Erfüllung der
Bestimmung 404 des U.S. Sarbanes-Oxley Act über die internen
Kontrollen der Finanzberichterstattung.
Ausblick für das Geschäftsjahr 2007 und Mehrjahresausblick
Die Telekom Austria Group bestätigt trotz des herausfordernden
Umfeldes am heimischen Markt den Ausblick für das Geschäftsjahr 2007,
wie er im Bericht zum Geschäftsjahr 2006 veröffentlicht wurde.
Bei den Umsatzerlösen erwartet die Telekom Austria Group für das
Geschäftsjahr 2007 im Vorjahresvergleich eine stabile Entwicklung.
Diese Prognose beinhaltet bereits einen aufgrund des Wettbewerbs
verursachten Rückgang der Großhandelspreise für internationales
Roaming. Noch nicht absehbar ist hingegen der Effekt aus der
erwarteten Einführung einer umfassenden Regulierung des
internationalen Roaming-Verkehrs durch die Europäische Kommission.
Die bereinigte EBITDA-Marge wird in Folge des Verfalls der
Großhandelspreise für internationales Roaming sowie aufgrund der
Aufwendungen für die Aufnahme des Betriebs in der Republik Serbien
und in der Republik Mazedonien um etwa 1,5 Prozentpunkte zurückgehen.
Daher wird trotz weiter rückläufigen Abschreibungen und
Wertminderungen ein leicht niedrigeres Betriebsergebnis erwartet.
Operativ erwartet das Segment Festnetz 2007 einen weiteren Rückgang
der Anschlussleitungen, einen intensiveren Wettbewerb bei Breitband
durch Breitband-Angebote von Mobilkommunikationsbetreibern sowie eine
anhaltende Migration von Sprachminuten in Mobilkommunikationsnetze.
Diese Entwicklung wird voraussichtlich zu einem leichten Rückgang der
Umsatzerlöse und des bereinigten EBITDA führen. Dennoch erwartet die
Telekom Austria Group aufgrund in Summe geringerer Aufwendungen einen
weiteren Anstieg des Betriebsergebnisses.
Im Segment Mobilkommunikation ist auch in Zukunft kein Rückgang der
Wettbewerbsintensität absehbar. Mit der Einführung einer umfassenden
Regulierung des internationalen Roaming-Verkehrs durch die
Europäische Kommission, deren Effekt noch nicht absehbar ist, wird im
Herbst 2007 gerechnet. In Österreich wird trotz des anhaltend starken
Datengeschäfts aufgrund einer Reduktion der
Mobilterminierungsentgelte für Zusammenschaltung und Roaming ein
leichter Rückgang der Umsatzerlöse erwartet.
Die Telekom Austria Group geht jedoch auch 2007 von einem weiteren
Wachstum der internationalen Beteiligungen des Segments
Mobilkommunikation aus. Für das Jahr 2007 wird im Segment
Mobilkommunikation mit einem leichten Anstieg der Umsatzerlöse
gerechnet. Das bereinigte EBITDA und das Betriebsergebnis werden
jedoch aufgrund der Aufwendungen für die Aufnahme des Betriebs in der
Republik Serbien und in der Republik Mazedonien geringer als 2006
ausfallen.
Die Sachanlagenzugänge werden sich aufgrund der geplanten
Investitionen in der Republik Serbien und in der Republik Mazedonien
um rund 18 % erhöhen. Dennoch erwartet die Telekom Austria Group für
2007 auf Basis eines um steuerliche Sondereffekte im zweiten Halbjahr
im Ausmaß von 43,6 Mio. EUR bereinigten Nettoüberschusses 2006 eine
nahezu stabile Entwicklung des Nettoüberschusses.
Eine detailliertere Darstellung des Finanzergebnisses für das erste
Quartal 2007 finden Sie im entsprechenden Quartalsbericht auf der
Telekom Austria Website unter: www.telekom.at/zwischenberichte

Zukunftsbezogene Aussagen: Dieser Zwischenbericht enthält
zukunftsbezogene Aussagen, die Risiken und Unbestimmtheiten zur Folge
haben. Diese zukunftsbezogenen Aussagen verwenden normalerweise
Ausdrücke wie "glaubt", "ist der Absicht", "nimmt an", "plant",
"erwartet" und ähnliche Formulierungen. Die tatsächlichen Ereignisse
können auf Grund einer Reihe von Faktoren wesentlich von der
erwarteten Entwicklung abweichen. Zukunftsbezogene Aussagen
beinhalten naturgemäß Risiken und Unsicherheiten. Wir wollen darauf
hinweisen, dass auf Grund einer Reihe von wichtigen Faktoren das
tatsächliche Ergebnis wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen
abweichen kann.
- ENDE -

Rückfragehinweis:

Telekom Austria Group
   Konzernsprecherin
   Mag. Elisabeth Mattes
   Tel: +43 664 3312730
   mailto:[email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | TEL

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