• 15.05.2007, 13:41:30
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Bartenstein: Österreich setzt Maßnahmen zu mehr Versorgungssicherheit mit neuem Gasspeicher

IEA soll ihre Rolle bei Energieeffizienz ausweiten

Paris (BMWA/OTS) - "Wenn Staaten im Bereich der Energieeffizienz
keine Übereinstimmung finden, wo dann", sagt Wirtschaftsminister
Martin Bartenstein anlässlich der Ratstagung der Internationalen
Energieagentur (IEA) und des OECD-Ministerrates am Dienstag in Paris.
Bartenstein ist davon überzeugt, dass in diesem wichtigen Bereich der
IEA in Zukunft eine bedeutendere Rolle zukommen solle als bislang.
"Es geht hier darum, dass wir mehr aufs Gas steigen", betont der
Minister. Die EU gehe mit ihrem Aktionsplan bereits mit gutem
Beispiel voran.

Großen Nachholbedarf sieht die IEA vor allem im Bereich der
Investitionen in den Energiesektor. "Bis 2030 werden demnach 20.000
Milliarden Euro investiert. Die Gasimporte der OECD-Länder würden im
selben Zeitraum um 60 Prozent zunehmen. Hier würden die
Verstaatlichungstendenzen im Energiebereich deutlich, die dann
entstehen, wenn lediglich nationale Konzerne operieren. "Aber:
Investitionsbedarf überall dort, wohin das Auge blickt". Heute
stammen 80 Prozent der Energie aus fossilen Quellen, bis 2030 - so
die IEA-Prognosen - werde sich das auch kaum ändern. Lediglich
zwischen Öl und Gas werde es Verschiebungen geben. Vor allem auch vor
diesem Hintergrund müsse der Energieverbrauch so effizient wie
möglich gemacht werden.

Österreich tue sehr viel zur Erhöhung der Versorgungssicherheit.
"Der Gasspeicher in Haidach, Oberösterreich, steht kurz vor seiner
Inbetriebnahme mit einem Volumen von 1,2 Milliarden Kubikmeter. In
der Endausbaustufe wird Österreichs Speicherkapazität 5,2 Milliarden
Kubikmeter - mehr als die Hälfte des österreichischen Jahresbedarfs -
umfassen", so der Minister. "Wir setzen konkrete Schritte, um uns und
unsere Nachbarn von Gaspreis-Streitigkeiten unabhängiger zu machen."
Im Rahmen der IEA-Konferenz warnte Bartenstein auch davor, "Russland
wie ein Krokodil zu behandeln, auf das man ständig hinhaut". Denn die
Abhängigkeit Europas ist nur eine Seite. "Wenn russisches Gas
ausbleibt, friert Europa. Aber gleichzeitig würde Russland, dessen
Energieexporte 80% der Gesamtausfuhren ausmachen, Pleite gehen." Als
besten Weg sieht Bartenstein daher auch in Zukunft Partnerschaft und
Dialog.
Ferner nimmt Bartenstein an der OECD-Ministerkonferenz teil, wo die
Wirtschaftsminister die aktuelle Weltwirtschaftslage und
wirtschaftspolitische Reformen beraten.

Rückfragehinweis:

Bundesministerium für Wirtschaft und Arbeit
   Ministerbüro: Mag. Maria Mittermair-Weiss, Tel.: (01) 711 00-5108
   Referat Presse: Dr. Harald Hoyer, Tel.: (01) 711 00-5130
   mailto: [email protected]
   Internet: http://www.bmwa.gv.at

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