Grüne Wien zu Alkoholverbotszonen: Einsatz von StreetworkerInnen wäre sinnvoller

Smolik: "Jugendschutzgesetz muss genauer kontrolliert werden"

Wien (OTS) - "Bürgermeister Häupls Idee, im öffentlichen Raum Alkoholverbotszonen einzuführen, geht am Kern des Problems vorbei", kritisiert die Jugendsprecherin der Grünen Wien, Claudia Smolik. "Das nützt niemand. Jemand, der glaubt, trinken zu müssen, wird es tun, ob in der Disco, auf der Straße, mit einer Flasche im Plastiksackerl oder sonst wie", so Smolik. Sinnvoller wäre der Einsatz von StreetworkerInnen, die gelernt haben, mit Jugendlichen in schwierigen Situationen umzugehen. "Das brächte viel mehr als verzweifelte Rufe nach Polizeigewalt, die in diesem Falle keine Probleme lösen können", hebt Smolik hervor.

Notwendig sei jedenfalls die genaue Kontrolle der Einhaltung des Wiener Jugendschutzgesetzes, betont die Grüne Jugendsprecherin. Die Grünen Wien schlagen vor, die wichtigsten Jugendschutzbestimmungen wie Ausgehzeiten/Aufenthalt an öffentlichen Orten, Alkohol- und Tabakkonsumbestimmungen in Zukunft auf die SchülerInnenausweise aufzudrucken. "Diesen Ausweis tragen die Jugendlichen bei sich, daher macht es Sinn, dort auch das Wesentliche zum Jugendschutzgesetz zu verankern und als Nachschlagewerk zur Verfügung zu haben."

Weiters befürworten die Grünen Wien ein bundesweites Jugendschutzgesetz, da dadurch eine bessere Durchschaubarkeit der Rechte und Pflichten für die Jugendlichen gegeben ist. "Jedoch muss gewährleistet werden, dass das Wiener Jugendschutzgesetz als Vorbild verwendet wird und es zu keiner Verschärfung des Wiener Jugendschutzgesetzes, an dem Jugendliche maßgeblich mitgearbeitet haben, kommt", schließt Smolik.

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