BM Schmied überreicht Professorentitel an Manfred Jochum, Ferdi Böhm-Besim, Karl Fröstl, Walter Graf, Irene Heise, Gerhard Kisser und Alfred Schiemer

Wien (OTS) - Bundesministerin Dr. Claudia Schmied überreicht heute im Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur Urkunden über die Verleihung des Berufstitels Professor und Professorin an eine Reihe von Persönlichkeiten des öffentlichen Lebens für ihre außerordentlichen Leistungen auf den Gebieten von Bildung, Wissenschaft und Kultur.

Der frühere ORF-Hörfunkintendant, Bildungs- und Wissenschaftsjournalist Dr. Manfred Jochum hat sich außerordentliche Verdienste um die österreichische Medienlandschaft erworben. Jochum studierte nach seiner Ausbildung zum Volksschullehrer und parallel zu seiner beruflichen Tätigkeit als Sozialpädagoge Erziehungswissenschaften, Psychologie und Geschichte an der Universität Wien, an der er mehrere Jahre als Universitätsassistent und Lehrbeauftragter arbeitete. 1976 trat er als Redakteur für Wissenschaft und Bildung in den ORF-Hörfunk ein. 1983 baute er die Redaktion des "Radiokolleg" auf, die er bis 1992 leitete. Danach übernahm er die Leitung der Radiohauptabteilung "Gesellschaft, Bildung, Wissenschaft". Von 1998 bis 2002 war Jochum Hörfunk-Intendant. Manfred Jochum hat unzählige Radiodokumentationen zur Wissenschafts- und Bildungspolitik, zur österreichischen Zeitgeschichte sowie zur Kultur- und Wissenschaftsgeschichte gestaltet. Ihm sind viele Sendereihen und öffentliche Präsentationen zu verdanken, die den Wert der Wissenschaft, der Bildung und der Kultur in der Öffentlichkeit darstellen. Sein bedeutendes und vielfach preisgekröntes journalistisches Werk wurde u.a. mit dem Staatspreis für Wissenschaftspublizistik (1982), dem Ehrenkreuz für Wissenschaft und Kunst I. Klasse (2001) und dem Staatspreis für Erwachsenenbildung (2006) ausgezeichnet. Bis vor kurzem war Manfred Jochum Vorsitzender des Klubs der Bildungs- und Wissenschaftsjournalisten.

Ferdi Böhm-Besim ist ein international gefragter Experte für orientalische Textilkunst und hat sich große Verdienste als Kunstvermittler, Ausstellungsmacher und Sachbuchschriftsteller erworben. Der in Istanbul geborene Wiener Unternehmer und Kaufmann leitet seit 1972 das Teppichhaus Adil Besim, das zu den größten Teppichunternehmen Österreichs zählt. Böhm-Besim engagiert sich seit Jahrzehnten in der internationalen Gesellschaft zur Förderung der Teppich-Kunst-Forschung, zu deren Gründungsmitgliedern er zählt.

Dr. Karl Fröstl ist selbständiger Unternehmensberater und seit Jahrzehnten in Spitzenfunktionen in der Bauwirtschaft tätig. Seine berufliche Tätigkeit zeichnet sich durch überregionale und unternehmensunabhängige Arbeiten aus, wobei u.a. seine Arbeiten zu Basel II, dem Unternehmensrating und zu betrieblichen Erfolgsfaktoren hervorzuheben sind. Fröstl ist akkreditierter Wirtschaftstrainer und akkreditierter Basel II-Consultant der Wirtschaftskammer Österreich sowie Gutachter für den Wiener Wirtschaftsförderungsfonds.

Walter Graf ist Fachjournalist für Umwelt und Energie und bemüht sich seit langem um die Forcierung erneuerbarer Energieträger. Graf gilt als exzellenter Kenner der Biogasszene in Österreich und ist in wichtigen einschlägigen Gremien kompetenter Ansprechpartner für Praxis und Wissenschaft. In zahlreichen Publikationen, wissenschaftlichen Beiträgen und Vorträgen informiert er die breite Öffentlichkeit über die Machbarkeit und den sinnvollen Einsatz der Vergärung biogener Stoffe. Als Autor von "Kraftwerk Wiese - Strom und Wärme aus Gras" ist er im deutschsprachigen Raum bekannt. Graf ist Vorsitzender der Arge Biogas Österreich und Schulungsbeauftragter für Biogasanlagenbetreiberschulungen bei der Landwirtschaftkammer.

Die Wiener Religionspädagogin und Publizistin Irene Heise beschäftigt sich seit Jahren mit der Thematik Geschiedener und Wiederverheirateter in der Kirche. Neben ihren Büchern wie "Einführung in eine Theologie der Empathie" und "Auch Sie sind Kirche!" hat sich Heise auch in zahlreichen Vorträgen mit der Frage der wiederverheirateten Geschiedenen befasst und war maßgeblich an der Gründung der "Plattform für Geschiedene und Wiederverheiratete" beteiligt. Heise war u. a. auch freie Mitarbeiterin am Institut für Pastoraltheologie und Kerygmatik der Universität Wien und Leiterin des Referats für Ehe und Familie der Diözese Eisenstadt.

Der Wiener Grafiker und Museumspädagoge Gerhard Kisser hat sich durch Eigeninitiative und Engagement als Gründer und langjähriger Leiter des Museumsdorfes Gerersdorf bei Güssing einen Namen gemacht. Das Freilichtmuseum Ensemble Gerersdorf, das größte Freilichtmuseum des Südburgenlandes, ist heute ein kulturhistorischer, touristischer und künstlerischer Fixpunkt in dieser Region und gewährt einen umfassenden Einblick in die bäuerliche Kultur des pannonischen Raumes der letzten drei Jahrhunderte.

Der Wiener Journalist, Zeitungsredakteur und Kolumnist Alfred Schiemer ist seit mehr als 30 Jahren in den Printmedien vertreten. Schiemer schrieb für die Volksstimme, Tagblatt, Arbeit&Wirtschaft, hallo, Arbeiter-Zeitung und seit 1986 als Redakteur der Wiener Zeitung, wo er das wöchentliche Geschichtsfeuilleton "Zeitreisen" entwickelte, eine interaktive Kommunikationsplattform für Geschichtsinteressierte. Bekannt wurde er auch durch sein Buch "Auf Ottakrings Spuren. Historische Streifzüge zwischen Gürtel und Gallitzinberg".

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