- 15.05.2007, 11:02:41
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Erfreuliche Bilanz 2006 - OÖGKK hat mit 15,03 Millionen Euro solides Jahres-Ergebnis
Linz (OTS) - Beachtliche 1.446 Millionen Euro hat die
Oberösterreichische Gebietskrankenkasse 2006 an
Versicherungsleistungen für ihre rund 1,15 Millionen Versicherten
erbracht. Das sind um 4,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Durch eine
sehr gute Beitrags- und Wirtschaftsentwicklung, die konstruktive
Zusammenarbeit mit den oberösterreichischen Ärzten, sorgsamen Umgang
mit den anvertrauten Beiträgen der Versicherten und innovative,
kundenfreundliche Konzepte konnte ein Bilanzgewinn von 15,03
Millionen Euro erwirtschaftet werden. Im Jahr 2005 waren es 11,2
Millionen Euro gewesen. "Unser Geld gehört den Versicherten. 94
Prozent der Gesamteinnahmen gingen von der OÖGKK als
Versicherungsleistungen direkt an unsere Kunden zurück", zieht Obmann
Alois Stöger Bilanz über das abgelaufene Jahr.
Die Gesundheitsversorgung der Oberösterreicherinnen und
Oberösterreicher steht auf einem soliden Fundament: Die OÖGKK konnte
ihr positives Ergebnis trotz vorsichtiger Prognosen 2006 nochmals
steigern. Mit einem Bilanzgewinn von 15,03 Millionen Euro - nach
Zuweisung an Rücklagen in der Höhe von 11,88 Millionen Euro - kann
die OÖGKK ihre Position als starker Krankenversicherungsträger in
Österreich halten. Die Versicherten und Beitragszahler können sich
darauf verlassen, dass mit ihren Krankenversicherungsbeiträgen gut
gewirtschaftet wird - das Geld also in die bestmögliche medizinische
Versorgung, Prävention und Gesundheitsförderung umgesetzt wird. Die
OÖGKK braucht sich auch vor Krisen nicht zu fürchten. Für jeden
Anspruchsberechtigten hat die OÖGKK im Durchschnitt 228 Euro auf der
Seite, als festes Fundament: "Es ist wichtig, für den Ernstfall
gewappnet zu sein: Konjunkturschwankungen, aber auch plötzliche
Katastrophen - man denke nur an das Hochwasser 2002 oder Pandemien -
dürfen eine Krankenkasse nicht erschüttern. Wir wollen unseren
Versicherten mit ihren Beiträgen auch Sicherheit bieten. Die
Rücklagen reichen aus, um zwei Monate lang die Leistungen für unsere
Versicherten zu zahlen", so Obmann Alois Stöger.
Konjunkturaufschwung leistet Beitrag
Eine positive Wirtschaftsentwicklung bescherte der OÖGKK eine sehr
gute Beitragsentwicklung. Mit 1.328 Millionen Euro sind die Beiträge
2006 im Vergleich zum Jahr vorher um 4,8 Prozent gestiegen. Damit
bleibt die OÖGKK auch unabhängig von Geldern aus dem Ausgleichsfonds.
Erhielt die OÖGKK 2005 noch 9,92 Millionen Euro aus dem Solidartopf
zurück, waren es 2006 um 58 Prozent weniger, nur 4,14 Millionen Euro.
Gestiegen sind allerdings die Zahlungen an den Ausgleichsfonds um 4,3
Prozent auf 25,36 Millionen Euro. Oberösterreich verliert damit rund
21 Millionen Euro pro Jahr.
Finanzkraft kommt den Versicherten zu Gute!
Die gute finanzielle Lage der OÖGKK erlaubt es, in die
medizinische Versorgung und in die Kundenbetreuung in Oberösterreich
zu investieren. Beispiele dafür sind neue, strukturierte
Betreuungsprogramme für sogenannte Volkskrankheiten wie Diabetes und
Schlaganfall, der Neubau des Fachambulatoriums Linz (Eröffnung Herbst
2007), Kinder-Zahngesundheitsförderung, betriebliche
Gesundheitsförderung, "Netzwerk Hilfe" und das neue Programm "ANNA -
Angehörige nehmen Auszeit". "Die finanzielle Unabhängigkeit ist
unsere Stärke - auch in Zukunft sollen solche Investitionen in die
Versor¬gung der Oberösterreicher möglich sein, wofür aber ein
entsprechender Handlungs-Spielraum gegeben sein muss. Dafür muss das
Geld der oberösterreichischen Versicherten und Dienstgeber in
Oberösterreich bleiben", ist Obmann Alois Stöger überzeugt.
Investition in Gesundheitsförderung und Prävention
Die OÖGKK investiert kräftig in den Bereich der
Gesundheitsförderung. Die Maßnahmen wurden gegenüber dem Vorjahr
neuerlich um 5,8 Prozent gesteigert. Die OÖGKK ist federführend in
der Gesundheits- und Versorgungsforschung und fördert auch die
Betriebliche Gesundheitsförderung. Ebenfalls gestiegen sind die
Ausgaben für Vorsorgeuntersuchungen auf 8,80 Millionen Euro.
Starke Steigerung bei Heilmittel
Weniger erfreulich ist für die OÖGKK der Trend bei den Ausgaben
für Medikamente. Allein für Arzneien hat die OÖGKK 2006 285,72
Millionen Euro geleistet, das sind um 5,4 Prozent mehr als 2005. Mit
37,27 Millionen Euro wurden 2006 auch im Bereich Heilbehelfe und
Hilfsmittel um 6 Prozent mehr ausgegeben als im Jahr zuvor. Dass der
Finanzierungssicherungsbeitrag der Pharmawirtschaft 2007 wegfällt,
bedeutet für die OÖGKK ebenso eine tickende Zeitbombe wie, dass die
Zahlungen für 2004 bis 2006 rechtlich noch immer nicht geklärt sind.
"Das könnte für uns erhebliche Nachzahlungen bedeuten. Wir fordern
die Frau Gesundheitsministerin Kdolsky dringend auf, sich rasch um
Lösungen zu bemühen", erklärt Obmann Alois Stöger. In der vorläufigen
Erfolgsrechnung 2007 mussten die voraussichtliche Steigerung für
Medikamente bereits auf 9,1 Prozent nach oben revidiert werden.
Die wichtigsten Entwicklungen 2006
Ein wichtiger Faktor für das erfreuliche Endergebnis war die
Steigerung der Beitragseinnahmen um 4,8 Prozent.
Der gesetzlich vorgeschriebene Beitrag zum Krankenanstaltenfonds
stieg um 3,9 Prozent auf 452,42 Millionen Euro (nach 5,6 Prozent
Steigerung im Vorjahr). Der Spitalsbeitrag ist nicht nur die größte
Ausgabenposition der Krankenkassen, diese sind auch die größten
Zahler im Spitalswesen.
Für die ärztliche Hilfe und gleichgestellte Leistungen (dazu gehören
beispielsweise die Physio-, Ergo- und Psychotherapie) gab die OÖGKK
328,69 Millionen Euro aus, 5,1 Prozent mehr als im Vorjahr.
Das Krankengeld stieg 2006 lediglich um 2,3 Prozent, Ursache dafür
ist eine geringe Krankenstandsquote der oberösterreichischen
Arbeitnehmer im Jahr 2006. Gestiegen sind die Einnahmen aus den
Rezeptgebühren (42,19 Millionen Euro), das ist eine Folge der
Medikamenten-Steigerung des Jahres 2006.
Rückfragehinweis:
OÖ Gebietskrankenkasse
Referat Öffentlichkeitsarbeit
Mag. Harald Schmadlbauer
Tel.: 05 78 07 - 10 22 01
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