Erfreuliche Bilanz 2006 - OÖGKK hat mit 15,03 Millionen Euro solides Jahres-Ergebnis

Linz (OTS) - Beachtliche 1.446 Millionen Euro hat die Oberösterreichische Gebietskrankenkasse 2006 an Versicherungsleistungen für ihre rund 1,15 Millionen Versicherten erbracht. Das sind um 4,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Durch eine sehr gute Beitrags- und Wirtschaftsentwicklung, die konstruktive Zusammenarbeit mit den oberösterreichischen Ärzten, sorgsamen Umgang mit den anvertrauten Beiträgen der Versicherten und innovative, kundenfreundliche Konzepte konnte ein Bilanzgewinn von 15,03 Millionen Euro erwirtschaftet werden. Im Jahr 2005 waren es 11,2 Millionen Euro gewesen. "Unser Geld gehört den Versicherten. 94 Prozent der Gesamteinnahmen gingen von der OÖGKK als Versicherungsleistungen direkt an unsere Kunden zurück", zieht Obmann Alois Stöger Bilanz über das abgelaufene Jahr.

Die Gesundheitsversorgung der Oberösterreicherinnen und Oberösterreicher steht auf einem soliden Fundament: Die OÖGKK konnte ihr positives Ergebnis trotz vorsichtiger Prognosen 2006 nochmals steigern. Mit einem Bilanzgewinn von 15,03 Millionen Euro - nach Zuweisung an Rücklagen in der Höhe von 11,88 Millionen Euro - kann die OÖGKK ihre Position als starker Krankenversicherungsträger in Österreich halten. Die Versicherten und Beitragszahler können sich darauf verlassen, dass mit ihren Krankenversicherungsbeiträgen gut gewirtschaftet wird - das Geld also in die bestmögliche medizinische Versorgung, Prävention und Gesundheitsförderung umgesetzt wird. Die OÖGKK braucht sich auch vor Krisen nicht zu fürchten. Für jeden Anspruchsberechtigten hat die OÖGKK im Durchschnitt 228 Euro auf der Seite, als festes Fundament: "Es ist wichtig, für den Ernstfall gewappnet zu sein: Konjunkturschwankungen, aber auch plötzliche Katastrophen - man denke nur an das Hochwasser 2002 oder Pandemien -dürfen eine Krankenkasse nicht erschüttern. Wir wollen unseren Versicherten mit ihren Beiträgen auch Sicherheit bieten. Die Rücklagen reichen aus, um zwei Monate lang die Leistungen für unsere Versicherten zu zahlen", so Obmann Alois Stöger.

Konjunkturaufschwung leistet Beitrag

Eine positive Wirtschaftsentwicklung bescherte der OÖGKK eine sehr gute Beitragsentwicklung. Mit 1.328 Millionen Euro sind die Beiträge 2006 im Vergleich zum Jahr vorher um 4,8 Prozent gestiegen. Damit bleibt die OÖGKK auch unabhängig von Geldern aus dem Ausgleichsfonds. Erhielt die OÖGKK 2005 noch 9,92 Millionen Euro aus dem Solidartopf zurück, waren es 2006 um 58 Prozent weniger, nur 4,14 Millionen Euro. Gestiegen sind allerdings die Zahlungen an den Ausgleichsfonds um 4,3 Prozent auf 25,36 Millionen Euro. Oberösterreich verliert damit rund 21 Millionen Euro pro Jahr.

Finanzkraft kommt den Versicherten zu Gute!

Die gute finanzielle Lage der OÖGKK erlaubt es, in die medizinische Versorgung und in die Kundenbetreuung in Oberösterreich zu investieren. Beispiele dafür sind neue, strukturierte Betreuungsprogramme für sogenannte Volkskrankheiten wie Diabetes und Schlaganfall, der Neubau des Fachambulatoriums Linz (Eröffnung Herbst 2007), Kinder-Zahngesundheitsförderung, betriebliche Gesundheitsförderung, "Netzwerk Hilfe" und das neue Programm "ANNA -Angehörige nehmen Auszeit". "Die finanzielle Unabhängigkeit ist unsere Stärke - auch in Zukunft sollen solche Investitionen in die Versor¬gung der Oberösterreicher möglich sein, wofür aber ein entsprechender Handlungs-Spielraum gegeben sein muss. Dafür muss das Geld der oberösterreichischen Versicherten und Dienstgeber in Oberösterreich bleiben", ist Obmann Alois Stöger überzeugt.

Investition in Gesundheitsförderung und Prävention

Die OÖGKK investiert kräftig in den Bereich der Gesundheitsförderung. Die Maßnahmen wurden gegenüber dem Vorjahr neuerlich um 5,8 Prozent gesteigert. Die OÖGKK ist federführend in der Gesundheits- und Versorgungsforschung und fördert auch die Betriebliche Gesundheitsförderung. Ebenfalls gestiegen sind die Ausgaben für Vorsorgeuntersuchungen auf 8,80 Millionen Euro.

Starke Steigerung bei Heilmittel

Weniger erfreulich ist für die OÖGKK der Trend bei den Ausgaben für Medikamente. Allein für Arzneien hat die OÖGKK 2006 285,72 Millionen Euro geleistet, das sind um 5,4 Prozent mehr als 2005. Mit 37,27 Millionen Euro wurden 2006 auch im Bereich Heilbehelfe und Hilfsmittel um 6 Prozent mehr ausgegeben als im Jahr zuvor. Dass der Finanzierungssicherungsbeitrag der Pharmawirtschaft 2007 wegfällt, bedeutet für die OÖGKK ebenso eine tickende Zeitbombe wie, dass die Zahlungen für 2004 bis 2006 rechtlich noch immer nicht geklärt sind. "Das könnte für uns erhebliche Nachzahlungen bedeuten. Wir fordern die Frau Gesundheitsministerin Kdolsky dringend auf, sich rasch um Lösungen zu bemühen", erklärt Obmann Alois Stöger. In der vorläufigen Erfolgsrechnung 2007 mussten die voraussichtliche Steigerung für Medikamente bereits auf 9,1 Prozent nach oben revidiert werden.

Die wichtigsten Entwicklungen 2006

Ein wichtiger Faktor für das erfreuliche Endergebnis war die Steigerung der Beitragseinnahmen um 4,8 Prozent.
Der gesetzlich vorgeschriebene Beitrag zum Krankenanstaltenfonds stieg um 3,9 Prozent auf 452,42 Millionen Euro (nach 5,6 Prozent Steigerung im Vorjahr). Der Spitalsbeitrag ist nicht nur die größte Ausgabenposition der Krankenkassen, diese sind auch die größten Zahler im Spitalswesen.
Für die ärztliche Hilfe und gleichgestellte Leistungen (dazu gehören beispielsweise die Physio-, Ergo- und Psychotherapie) gab die OÖGKK 328,69 Millionen Euro aus, 5,1 Prozent mehr als im Vorjahr.
Das Krankengeld stieg 2006 lediglich um 2,3 Prozent, Ursache dafür ist eine geringe Krankenstandsquote der oberösterreichischen Arbeitnehmer im Jahr 2006. Gestiegen sind die Einnahmen aus den Rezeptgebühren (42,19 Millionen Euro), das ist eine Folge der Medikamenten-Steigerung des Jahres 2006.

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