"Buntes Fernsehen Engerwitzdorf" bei "Bridging the Broadband Gap 2007"-Exhibition in Brüssel

Wien (OTS) - Digitaler Gap hat viele Facetten - 95 % Breitbandverfügbarkeit - Neue Anwendungen treiben die Nutzung -Schaffung von Mehrwert wesentlich - Interaktivität und Gestaltungsmöglichkeit als Mehrwert von IPTV - Besondere Relevanz für Kommunen - "Buntes Fernsehen Engerwitzdorf" bei 163 Einreichungen unter Top 49 - Präsentation des Projektes bei Exhibition der "Bridging the Broadband Gap 2007"-Konferenz der EU-Kommission in Brüssel

Obwohl aktuell 95 % aller österreichischen Haushalte in mit Breitband versorgten Gebieten liegen, nutzen nur ca. 45 % der Haushalte die Vorteile dieser Technologie. "Genauso wie hier eine Kluft zwischen der Versorgung und der tatsächlichen Nutzung festzustellen ist", erläutert DI Helmut Leopold, Technologiechef von Telekom Austria, "gibt es den so genannten 'Digital Gap' auch zwischen Stadt und Land sowie beim Einkommen, Alter und Beruf." So nutzen laut Austria Internet Monitor lediglich 64 % der ländlichen Bevölkerung in Orten unter 5.000 Einwohner das Internet; in Wien sind es 77 %. Der gesamtösterreichische Durchschnitt liegt bei 67 %.

Leopold weiter: "Wir sind uns unserer Verantwortung für die Schließung dieser digitalen Kluft bewusst und haben bereits 1.450 unserer Vermittlungsstellen auf ADSL umgerüstet. Die restlichen 150 werden wir heuer aufrüsten; 75 davon liegen allein in Niederösterreich." Derzeit ist der ländliche Raum in Österreich nur zu 75 % mit Breitband versorgt.

Neue Anwendungen treiben die Nutzung

Der Schlüssel für eine Steigerung der Breitbandnutzung liegt in neuen Anwendungen wie z.B. Telemedizin und Internet TV. Lt. AIM haben schon 7 % der österreichischen Internetuser ihre Videos ins Netz gestellt und 4 % haben auf Wikipedia einen Beitrag veröffentlicht. Telekom Austria hat diesen Wunsch der User, das Geschehen selbst mitzugestalten, frühzeitig erkannt. So wurde das Projekt "Buntes Fernsehen Engerwitzdorf", bei dem neue Kommunikationsformen in einer Gemeinde entwickelt wurden, bereits 2004 gestartet. "Und wir werden in wenigen Wochen mit dem österreichweiten Rollout unseres interaktiven TV-Produktes aonDigital TV beginnen", so Leopold. Er sieht in der Interaktivität einen essentiellen Vorteil von digitalem TV: "Diesen USP gilt es zu nutzen!"

Engerwitzdorf goes Brussels

Im März 2007 haben Telekom Austria, die Medien-Innovationsagentur sonovista und die Gemeinde Engerwitzdorf das Projekt "Buntes Fernsehen Engerwitzdorf" gemeinschaftlich zum "Best European Broadband Project for 2007 Award" der Europäischen Kommission eingereicht.

Aus insgesamt 163 Projekten zum Schwerpunktthema "Breitbandanbindung ländlicher Regionen und Förderung ländlicher Entwicklung" aus ganz Europa wurde das Projekt "Buntes Fernsehen Engerwitzdorf" in die Top 49 gereiht und damit ausgewählt, im Rahmen der Exhibition der Konferenz "Bridging the Broadband Gap 2007", im Charlemagne Building in Brüssel 600 hochkarätigen Delegierten und den Besuchern der Ausstellung vorgestellt zu werden. Die Konferenzteilnehmer und das Ausstellungspublikum können mittels Voting die drei "besten europäischen Breitbandprojekte" wählen, die am Ende des Events von der EU Kommission mit den begehrten Awards ausgezeichnet werden.

Die Konferenz "Bridging the Broadband Gap 2007" über den Nutzen von Breitband für rurale und weniger entwickelte Lebensräume wird von den vier Kommissarinnen Viviane Reading (Information Society & Media), Mariann Fischer Boel (Agriculture und Rural Devolopment), Danuta Hübner (Regional Policy) und Neelie Kroes (Competition) gemeinsam ausgerichtet. So wird ein starkes Signal für die strategische Bedeutung von ICT - besonders für den ländlichen Raum gesetzt. "Es ist daher eine besondere Auszeichnung für uns, hier bei dieser wichtigen Konferenz und Ausstellung mit unserem Projekt dabei zu sein", so Helmut Leopold.

Das Projekt "Buntes Fernsehen Engerwitzdorf"

Das Einreichungskonzept von Telekom Austria, sonovista und Gemeinde Engerwitzdorf unterstreicht die Chancen, die Breitband für die lokal-regionale Kommunikation bietet. Die Engerwitzdorferinnen und Engerwitzdorfer werden ermutigt lokalen Content zu produzieren und ihn über eine multimediale Plattform für alle 8.000 Engerwitzdorfer an ihren TV-Apparaten verfügbar zu machen. "Lokaler Content ist heute eine soziale 'Währung', die Kommunikation und Zusammenarbeit stimuliert und die lokale Community stärkt", so Marc Miletich, Gründer und Geschäftsführer der Medien-Innovationsagentur sonovista. Das soziale TV "Buntes Fernsehen Engerwitzdorf" gilt daher heute nicht nur als Vorzeigeprojekt bei User-Generated Content, sondern hat auch Unternehmen und Institutionen in der Gemeinde motiviert, ihre Leistungen und Innovationen zu präsentieren. In den letzten 30 Monaten wurden von den Bürgerinnen und Bürgern der Gemeinde Engerwitzdorf mehr als 250 Filme gedreht, geschnitten und auf die Plattform hochgeladen.

"Durch die technische Konfiguration des Projektes, d.h. die Rezeption von Inhalten und die Interaktion über den Fernseher, erreicht diese moderne Technologie auch jene, die keinen Computer benützen", erläutert Miletich, woraus ein größerer sozialer Zusammenhalt entstanden ist, weil auch ältere Menschen nicht ausgeschlossen sind.

Gemeindekommunikation mit sozialem Zusammenhalt

"Beispiele wie 'Buntes Fernsehen Engerwitzdorf' zeigen, welche Chancen modernste Telekom-Infrastruktur für die Infor¬mations¬gesellschaft bereithält", ergänzt Leopold.

Zu den Erfahrungen in seinem Verein "Buntes Fernsehen Engerwitzdorf" mit dem neuen Medium nahm Obmann Axel Harsch Stellung:
"Heute ist 'Buntes Fernsehen Engerwitzdorf' längst mehr als nur ein Interessensclub für Video und Film. Es ist Gemeindekommunikation im besten Sinne und schafft sozialen Zusammenhalt zwischen Bürgern und Generationen. Zudem verstärkt es die Interaktion mit Vereinen und den Gemeinde¬verantwortlichen".

Telekom Austria beteiligt sich mit "Buntes Fernsehen Engerwitzdorf" auch am EU-geförderten Forschungsprojekt "Citizen Media", wo in einem gemeinsamen Testbed mit Köln und Oslo die Entwicklung und Validierung von neuen audio-visuellen Systemen und Technologien zur Erzeugung von Benutzer-produzierten Inhalten untersucht wird.

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