• 11.05.2007, 12:20:18
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Prinz Eugens Orangerie auf Schloss Hof ist wieder geöffnet

Gabmann: Weitere Top-Attraktion für Publikumsmagneten

St. Pölten (NLK) - Mit Investitionen von fast vier Millionen Euro
wurde auf Schloss Hof das Pflanzen-Schatzhaus Prinz Eugens in
authentischer Weise revitalisiert und steht seit gestern, 10. Mai,
nach mehr als 250 Jahren wieder für Besucher offen - als ältestes
wieder in ursprünglicher Form und Funktion befindliches Glashaus
Europas. Wiedereröffnet wurde die Orangerie Prinz Eugens, die in
zweijährigen Wiederherstellungsarbeiten von einer mit Unkraut und
Gestrüpp umwachsenen Ruine zu einem prachtvollen Ensemble aus
Gewächshaus und vorgelagertem Paradiesgarten wurde, gestern von
Landeshauptmannstellvertreter Ernest Gabmann.

"Urlaub in Niederösterreich ist gefragt, die Tourismuszahlen sind
äußerst gut. Schloss Hof erwies sich mit 180.000 Besuchern im
vergangenen Jahr als wahrer Publikumsmagnet und wird nun mit der
revitalisierten Orangerie um eine weitere Top-Attraktion reicher",
unterstrich Gabmann dabei die große Bedeutung des Tages- und
Ausflugstourismus für das Land Niederösterreich.

Die Schloss Hofer Orangerie war stets ein Projekt der Superlative:
Mit 40 Metern Länge und 7 Metern Innenhöhe zählt sie zu den größten
barocken Glashäusern Europas, mit der Entstehungszeit 1729/30 auch zu
den ältesten Bauten dieses Typus. Zudem besitzt sie die heute größte
durchgängig bleiverglaste Fensterfront Europas und - als technische
Besonderheit - die einzige erhaltene und wieder in Funktion gesetzte
unterirdische Warmluftheizung. Die barocke Herrlichkeit währte
allerdings kaum ein Jahrzehnt. Bald nach dem Tod Eugens 1736 wurden
die Pflanzensammlungen zunächst reduziert und schließlich ganz
aufgelöst, die Glashäuser wurden in Gesindewohngebäude umgebaut.

Mit Unterstützung der Österreichischen Bundesgärten gelang es -
analog zu den exquisiten Pflanzenschätzen, die mit enormem Aufwand
und ebensolchen Kosten aus der ganzen Welt zusammengetragen worden
waren - auch wieder ein typisches barockes Pflanzeninventar für das
Orangeriegebäude und den Garten zu beschaffen. Orangen- und
Olivenbäume, Säulenzypressen und Agaven, Pistazienbäumchen und
Kakteen bringen nun wie vor zweieinhalb Jahrhunderten das reizvolle
exotische Flair der subtropischen Pflanzenwelt ins Marchfeld.

Das Kaiserliche Festschloss Hof hat bis 1. November geöffnet, zu
bestaunen ist die alte, neue Pracht täglich von 10 bis 18 Uhr;
Führungen gibt es jeweils um 11, 14 und 16 Uhr. Nähere Informationen
beim Kaiserlichen Festschloss Hof unter 02285/200 00 und
www.schlosshof.at.

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12175
http://www.noe.gv.at/nlk

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