ÖAAB-Gajdosik: Ältere Arbeitnehmer können die "Geld-zurück-Garantie" aus dem Arbeitslosenversicherungsbeitrag zurückfordern

Betrag macht mitunter fast ein komplettes Monatseinkommen aus!

Wien (ÖAAB) - "Die Menschen sollen sich ihr Geld zurückholen", fordert der Vorsitzende der Fraktion ÖAAB/Christliche Gewerkschafter in der Wiener Arbeiterkammer, Alfred Gajdosik. Ein Urteil des Verwaltungsgerichtshofes vom 20. Dezember 2006 befreit nämlich vollversicherte männliche Arbeitnehmer ab Vollendung des 56. Lebensjahres nachträglich vom Arbeitslosenversicherungsbeitrag.

Ein Arbeitnehmer, der in der Zeit vom 1.1.2004 bis jetzt sein 56. Lebensjahr vollendet hat - betroffen sind vollversicherte Männer der Geburtsjahrgänge vom 1.1.1946 bis 31.12.1951 - hat Anspruch auf Rückerstattung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages.

Der Betrag, der dabei anfällt, macht nach Berechnungen der Arbeiterkammer bei einem Bruttoeinkommen von 1.500 Euro (14 Mal jährlich) für einen Zeitraum von 2 Jahren 1.260 Euro und somit fast ein volles Monatseinkommen aus. "Das Geld liegt in diesem Falle buchstäblich auf der Straße, es muss von den Betroffenen nur beansprucht werden", betont Gajdosik.

Die Vorgangsweise für die Rückerstattung des Arbeitslosenversicherungsbeitrages hängt davon ab, ob betroffene Arbeitnehmer noch beim selben Dienstgeber beschäftigt sind oder nicht.

- Bei noch laufend im Betrieb Beschäftigten muss der Dienstgeber einen Antrag auf Rückerstattung beim zuständigen Sozialversicherungsträger (GKK, BVA, ua) einbringen und den rückverrechneten Dienstnehmeranteil bei der nächsten Lohn- oder Gehaltszahlung auszahlen.

- Dienstnehmer, die nicht mehr beim selben Arbeitgeber sind oder im relevanten Zeitraum bei mehreren Arbeitgebern beschäftigt waren, müssen selbst einen Antrag auf Rückerstattung beim zuständigen Sozialversicherungsträger (GKK, BVA, ua) stellen.

"Mehrere Millionen Euro liegen für Wiener Arbeitnehmer zur Abholung bereit. Wir werden diesen Menschen unsere Hilfe bei der Antragstellung auf alle Fälle anbieten", so der Fraktionsobmann abschließend.

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