- 10.05.2007, 14:10:18
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Kdolsky: HPV-Impfung ist keine Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs
Jährliche Vorsorgeuntersuchung ist wichtigstes Präventionsmittel
Wien (OTS) - "Eine HPV-Impfung ist keine Impfung gegen
Gebärmutterhalskrebs sondern gegen HPV (Human Papilloma Virus), einen
von mehreren möglichen Auslösern dieser Krebserkrankung", so
Gesundheitsministerin Dr. Andrea Kdolsky zur aktuellen Diskussion um
die HPV-Impfung. "Die missverständliche Kommunikation, auch seitens
des Koalitionspartners, über die Wirkung der HPV-Impfung halte ich
für sehr bedenklich und gefährlich." Man müsse besonders junge
Menschen darauf aufmerksam machen, dass eine Impfung keinesfalls ein
Ersatz für die regelmäßige Vorsorgeuntersuchung sein könne und solle.
"Nur die kontinuierlich durchgeführte Vorsorgeuntersuchung bietet
umfassenden Schutz und regelmäßige Überprüfung aller Risikofaktoren
von Gebärmutterhalskrebs", so die Gesundheitsministerin. ****
500 Frauen erkranken jedes Jahr an Gebärmutterhalskrebs - im
Frühstadium erkannt ist dieser Krebs zu 100 Prozent heilbar. "Leider
macht nur ein Drittel der über 20-jährigen im Rahmen der
Vorsorgeuntersuchung einen PAP-Abstrich, obwohl diese Untersuchung
Leben retten kann." Der HPV-Impfstoff wirke nur bei 70 Prozent der
Krebs verursachenden HP-Viren. Gegen 30 Prozent der Krebs
verursachenden Viren wirke der Impfstoff nicht. "Eine Impfung ist
also in keinem Fall ein Ersatz für einen regelmäßigen PAP-Abstrich
zur Früherkennung von Gebärmutterhalskrebs." Zudem fehlen nach wie
vor Langzeitstudien zur Wirkung der bei der Impfung injizierten
Retro-Viren.
Zur geforderten Aufnahme der HPV-Impfung in das österreichische
Impfkonzept hielt Kdolsky fest, dass dies die Gefahr berge, dass
Frauen die jährliche Vorsorgeuntersuchung nicht mehr in Anspruch
nehmen würden und dadurch die Zahl der Gebärmutterhalskrebs-Fälle
sogar steige statt abzunehmen. "Im Rahmen einer zeitlich begrenzten
Aktion der österreichischen Apotheker ist der Impfstoffpreis in
Österreich derzeit auf 155 Euro pro Teilimpfung reduziert, sodass
eine Grundimmunisierung um 465 Euro möglich ist. Zudem läuft seit 2.
Mai 2007 ein Pilotprojekt in Niederösterreich, dessen
Evaluierungsergebnisse ich abwarten möchte, bevor wir eine Übernahme
ins nationale Impfkonzept in Erwägung ziehen", so Kdolsky
abschließend.
Rückfragehinweis:
Bundesministerium für Gesundheit, Familie und Jugend Mag. Jürgen Beilein Pressesprecher von Bundesministerin Dr. Andrea Kdolsky Tel: +43/1/71100-4309 Fax: +43/1/71100-14305 mailto:[email protected] http://www.bmgfj.gv.at
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