• 10.05.2007, 10:37:14
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Blumen aus fairem Handel zum Muttertag

Südwind NÖ Süd ruft zum kritischem Konsum auf

St. Pölten (NLK) - Rund um den Muttertag hat das Blumengeschäft
auch in Niederösterreich Hochkonjunktur: Blumen gelten als Ausdruck
von Liebe, Zuneigung und Anerkennung; beim Schenken wird aber kaum
daran gedacht, woher die duftenden Gewächse eigentlich kommen. "Wir
möchten zeigen, dass Blumen aus fairem Handel zum Muttertag sowohl
den ProduzentInnen als auch den KonsumentInnen nützen", meint Dr.
Ingrid Schwarz, Regionalstellenleiterin der Entwicklungsagentur
Südwind NÖ Süd.

Ein Lokalaugenschein in Kenia, woher mindestens jede vierte in
Österreich verkaufte Blume stammt und wo die Schnittblumenindustrie
mit direkt und indirekt bis zu 1,2 Millionen Beschäftigten der
zweitwichtigste Devisenbringer ist, zeigte laut Südwind einmal mehr
vielfach erschreckende Arbeitsbedingungen in den Blumenfarmen auf:
fehlende oder unzureichende Schutzkleidung für den Umgang mit
Pestiziden, angedrohte oder tatsächliche Entlassungen bei Beschwerden
oder Betriebsratsgründungen, sexuelle Belästigungen von Frauen durch
Vorgesetzte u. a. Dazu kommt eine Bevölkerungsexplosion inklusive
komplett überlasteter Infrastruktur in der Region um den See
Naivasha, wo der Großteil von Kenias Blumenfarmen liegt. Der See
selbst, aus dem viele Farmen ihr Wasser beziehen und in den sie ihre
Abwässer wiederum einleiten, steht vor dem ökologischen Kollaps.

In Österreich können KäuferInnen indirekt beeinflussen, unter
welchen Bedingungen die Blumen produziert werden, mit denen sie ihre
Zuneigung ausdrücken wollen. In zwei großen Supermarktketten sowie
bei etwa 100 FloristInnen gibt es Blumen aus fairem Handel (zu finden
unter www.fairtrade.at und www.fian.at). Wer hier Blumen kauft, kann
sicher sein, dass bei der Produktion internationale arbeitsrechtliche
und ökologische Standards eingehalten werden, dass die ArbeiterInnen
faire Löhne erhalten und dass keine Kinderarbeit im Spiel ist.

Nähere Informationen bei Südwind NÖ Süd unter 02622/248 32, Dr.
Ingrid Schwarz, e-mail [email protected].

Rückfragehinweis:
Niederösterreichische Landesregierung
Stabstelle Öffentlichkeitsarbeit und Pressedienst
Tel.: 02742/9005-12175
http://www.noe.gv.at/nlk

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