• 10.05.2007, 10:23:52
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Kopetzky: "Der Wirtschaftskriminelle laut Statistik: Job-Frust, männlich und über 40"

Dr. Matthias Kopetzky, Experte der Business Valuation, gab Anleitungen, wie Wirtschaftskriminalität verhindert werden kann.

Dr. Matthias Kopetzky, Geschäftsführer der Business Valuation: "Männer zwischen 40 und 50 Jahren verüben am häufigsten wirtschaftskriminelle Handlungen in Unternehmen."

Wien (OTS) - "Männlich, zwischen 40 und 50 Jahre alt und ein
langjähriger Mitarbeiter ohne Karriereperspektive: So sieht das
Täterprofil eines Wirtschaftskrimiellen aus", sagt Dr. Matthias
Kopetzky, Experte der Business Valuation, die auf die Prävention von
Wirtschaftsvergehen spezialisiert ist. Im Rahmen einer Veranstaltung
der Arbeiterkammer Wien vor Betriebsräten, Aufsichtsräten und Prüfern
in der Fachhochschule des bfi Wien gab er Anleitungen, wie
Wirtschaftskriminalität verhindert werden kann.

Männer zwischen 40 und 50 Jahren verüben am häufigsten
wirtschaftskriminelle Handlungen in Unternehmen, sagt Kopetzky. Der
Grund: "In diesem Alter entscheidet sich meist der Karriereweg.
Entweder man kommt weiter, oder man bleibt auf seiner Position im
Unternehmen stehen. Dann steigt oft der Frust. Das ist das Motiv für
viele Männer, bewusst ihr Unternehmen zu schädigen."

Heikler Graubereich

Zu den häufigsten wirtschaftskriminellen Handlungen zählen laut
Kopetzky Bestechung und Korruption, Vermögensmissbrauch und Fälschung
der Finanzdaten. Kopetzky: "Wirtschaftskriminalität ist ein
Graubereich. Schon die berühmte Freunderlwirtschaft ist eine
Konfliktsituation." Deshalb ist es laut Kopetzky umso wichtiger,
"dass Unternehmen für ihre Mitarbeiter klar definieren, was erlaubt
ist und was nicht. Denn oft wissen die Mitarbeiter gar nicht, dass
sie illegal handeln."

Mittel zur Aufdeckung

Mehr als zwei Drittel der wirtschaftskriminellen Handlungen in
Österreich werden von den eigenen Mitarbeitern im Unternehmen verübt.
Wichtig sei daher die Vorbildwirkung der Führungskräfte. Aber auch
anonyme Hotlines für Mitarbeiter, sagt Kopetzky: "Die Mitarbeiter
wissen immer früher über Ungereimtheiten im Unternehmen Bescheid als
der Führungsstab. Deshalb muss ihnen die Möglichkeit geboten werden,
anonym Bericht zu erstatten."

Wenig Delikte, großer Schaden

Nur 1,5 bis zwei Prozent aller Gesamtstraftaten in Österreich sind
wirtschaftskriminelle Delikte. Diese machen jedoch rund 50 Prozent
der Gesamtschadenssumme aller Straftaten aus.

Über Dr. Matthias Kopetzky:

Dr. Matthias Kopetzky ist gemeinsam mit Mag. (FH) Martin Geyer
Geschäftführer des Unternehmens Business Valuation Gutachten- und
Unternehmensberatung GmbH. Die Gutachter der Business Valuation
helfen bei der Schadensbegrenzung und der Aufklärung
wirtschaftskrimineller Handlungen: Sie kennen die Kniffe und Tricks
der Täter, orten die Lücken in Unternehmen und helfen dabei,
Unternehmen sicher zu machen. Kopetzky ist gerichtlich beeideter
Sachverständiger in Österreich, arbeitet aber auch in Deutschland und
Liechtenstein. Außerdem unterrichtet Kopetzky an Fachhochschulen und
ist Leiter des Arbeitskreises Wirtschaftskriminalität am Institut für
Interne Revision Österreich.

Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service,
sowie im APA-OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at

Rückfragehinweis:
Foggensteiner Public Relations GmbH
Mag. Michael Haberl
Tel.: 01 / 712 12 00
mailto:[email protected]

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