Erfolge in der Psoriasistherapie

Biologika als wichtige Therapieform bei der Behandlung von Psoriasis

Wien (OTS) - Biologika sind Medikamente, die biotechnologisch hergestellt werden und in die Schlüsselprozesse der Psoriasis eingreifen. Sie ermöglichen eine langfristige Therapie und weisen weitgehend eine gute Verträglichkeit auf. Auf Einladung der Welldone, eine Marketing- und Kommunikationsberatungsagentur im Gesundheitsbereich, sind namhafte Experten zusammengetroffen, um über den Status Quo der Biologika 2007 zu diskutieren.+++

In Österreich leiden rund 250.000 Menschen an Psoriasis, weltweit sind es 125 Millionen Betroffene. Psoriatiker haben aufgrund des entstellenden Charakters der Krankheit und der schmerzhaften und juckenden Hautveränderungen einen enormen Leidensdruck und eine starke Reduzierung ihrer Lebensqualität, nicht zuletzt aufgrund der Stigmatisierung von Psoriasiserkrankten. Mit Biologika wurde vor einigen Jahren eine wichtige Therapieform entwickelt, die bei mittelschwerer bis schwerer Plaque-Psoriasis eingesetzt werden kann und sich mittlerweile gut etabliert hat.

Biologika gezielt einsetzen

Dass Biologika zu den wichtigsten Formen der Psoriasis-Therapie zu zählen sind, bestätigt auch Dr. Leo Richter, Abteilung für Dermatologie in der Krankenanstalt Rudolfstiftung: "Ich bin froh, dass es diese Medikamente gibt und ich sie auch benutzen kann. Vor allem, da die Verschreibung nahezu immer funktioniert und viele Patienten dadurch eine oft vollständige Rückbildung ihres Krankheitsbildes erzielen konnten." Jedoch ist wie bei allen Medikamenten ein verantwortungsvoller und geregelter Umgang mit den Medikamenten wesentlich. "Der Arzt muss stets den gezielten Einsatz von Biologika beachten, der bei einem intensiven Psoriasisbefall, aber auch bei einer starken psychischen Belastung gewährleistet ist, insofern keine andere Therapien Wirkung erzielt haben", wirft Dr. Norbert Jachimowicz von der Kurie der niedergelassenen Ärzte der Ärztekammer ein. Auch er sieht die Verschreibung der Biologika als unkompliziert und lebbar an. "Da es im Erstattungskodex (EKO) klare Richtlinien gibt, spricht auch nichts gegen eine Verschreibung von Biologika im niedergelassenen Bereich", so Jachimowicz.

Patienten benötigen eine umfangreiche Aufklärung

Aus Sicht der Patienten werden Biologika ebenfalls als positiv angesehen und als neue Therapieform akzeptiert. "Die Medikamente sind sehr gut und stellen eine klare Verbesserung in der Psoriasistherapie dar. Aufgrund von Erzählungen zahlreicher Betroffener weiß ich, dass sich durch die Anwendung von Biologika die Lebensqualität deutlich verbessert und der Leidensdruck verringert hat", erläutert Renate Reichl, Obfrau der Selbsthilfegruppe PSO Austria. Aus Gesprächen mit Psoriasis-Patienten weiß sie aber auch, dass ein Mangel an Information und Aufklärung vorherrscht. "Ich würde mir wünschen, dass sich die Ärzte mehr Zeit nehmen und die Patienten über die Therapie stärker aufklären würden. Die Betroffenen wissen oft viel zu wenig über Aus- und Nebenwirkungen oder einen optimalen Umgang mit den Medikamenten." Schließlich ist oft auch ein gesundheitsbewusster Lebensstil, von der Ernährung bis hin zur Pflege, für den Erfolg einer Therapie mitentscheidend.

Verschreibung von Biologika nur unter gewissen Bestimmungen möglich

Da Biologika verschreibungspflichtig sind, unterliegen sie den Bestimmungen des Erstattungskodex (EKO), wo sie sich im gelben Bereich befinden. Für die Verschreibung der Medikamente gibt es daher klar definierte Richtlinien, an die sich Ärzte halten müssen. "Wir haben uns bemüht, ein Regelwerk aufzustellen, das qualitativ hochwertig ist, das Wohl des Patienten in den Mittelpunkt stellt, die Entscheidungsfreiheit des Arztes in der Langzeittherapie in adäquatem Rahmen berücksichtigt und somit praktikabel ist. Bisher haben wir durchaus eine gute Resonanz von Seiten der Chefärzte und Verordner diesbezüglich erhalten. Ich finde es wichtig, Kriterien zu erstellen, da uns vor allem über die Langzeitfolgen noch wenig bekannt ist und eventuelle Nebenwirkungen ein erhöhtes Risiko verursachen können", erörtert Mag. Beate Hartinger, stellvertretende Generaldirektorin des Hauptverbands der österreichischen Sozialversicherungsträger.

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