FP-Schock: Migrationspolitik des offenen Scheunentors falscher Weg

Integration geht vor Profitdenken auf Kosten der Allgemeinheit

Wien, 09.05.2007 (fpd) - Als einen missglückten Versuch, alte Hüte in neuem Design zu präsentieren, bezeichnete heute der Klubobmann der Wiener Freiheitlichen DDr. Eduard Schock das Positionspapier der Industriellenvereinigung zum Thema Migration und Integration.

Man könne dieses mit "Am Schwarzenbergplatz nichts Neues" zusammenfassen, kommentierte Schock die Ausführungen der IV-Vertreter. Das formulierte Ziel der "Versachlichung der Diskussion" werde man nicht mit weltfremden Plattitüden erreichen. Die Bevölkerung werde auf Aussagen wie "Bei der Zuwanderung ist noch ziemlich viel Potenzial nach oben" und "Die erste Migrationswelle aus den neuen EU-Ländern ging an uns vorbei, bei der zweiten darf das nicht passieren" sehr negativ reagieren, prognostizierte Schock.

"Es ist schade, dass von den Herren der Industriellenvereinigung kein einziges Wort über die steigende Jugendarbeitslosigkeit verloren wurde. Hier gäbe es genug Qualifizierungspotenzial", zeigte sich Schock enttäuscht.

Um davon abzulenken, dass es nur um die eigene Profitmaximierung ginge, habe man auch das Thema Asyl angeschnitten. Auf Nachfrage von Journalisten hätte man aber zugeben müssen, dass man sich nicht im Detail damit beschäftigt habe, sondern aus rein "humanitären" Antrieb Organisationen wie die Caritas befragt habe. Kein Wunder sei daher auch die positive Stellungnahme des Caritas-Präsidenten. "Es sieht aus, als würde sich hier zwischen der Industriellenvereinigung und der Asylbranche eine Achse der Geschäftemacherei bilden", schloss Schock. (Schluss)

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