- 09.05.2007, 11:53:14
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Keine Rücknahme der ÖBB-Verbindungen im Süden Salzburgs
Haslauer, Raus und ÖBB einigten sich über Aufrechterhaltung der Verkehrsleistungen im Pongau und Pinzgau
Salzburg (OTS) - Gestern, Dienstag, 8. Mai, einigten sich LH-Stv.
Dr. Wilfried Haslauer, LH-Stv. Dr. Othmar Raus sowie für die ÖBB
Vorstandsdirektorin Dkfm. Wilhelmine Goldmann auf die
Aufrechterhaltung der Leistungen der ÖBB im Süden Salzburgs.
Bekanntlich hatte die Drohung im Raum gestanden, etliche Verbindungen
vor allem im Pongau aufzulassen. Das Land Salzburg erhöht die
Beiträge für die Erhaltung der Verbindungen, die ÖBB verpflichten
sich zu Qualitätsverbesserungen.
Mit dieser Einigung ist bis 2010 gesichert, dass die bestehenden
ÖBB-Verbindungen im Süden Salzburgs aufrechterhalten bleiben.
Insgesamt befördern die ÖBB im Nahverkehr in Salzburg pro Jahr rund
6,5 Millionen Fahrgäste mit steigender Tendenz.
Zuletzt war diskutiert worden, bestimmte Streckenverbindungen
aufzulassen, da es unterschiedliche Rechtsansichten zum so genannten
Grundverkehrsdienstevertrag gab. Diese Bedenken konnten nun
ausgeräumt werden. Konkret bedeutet das für die Bewohner im Süden
Salzburgs, dass ihre ÖBB-Zugverbindungen aufrecht bleiben. Um dies zu
erreichen, wird das Land Salzburg den ÖBB in den Jahren 2007, 2008
und 2009 insgesamt 1,5 Millionen Euro zusätzlich zu den bisherigen
Verpflichtungen zur Verfügung stellen. Die Finanzierung soll über
zusätzliche Einnahmen aus der Mineralölsteuer erfolgen, was auch den
Intentionen des Klimagipfels entspricht, bei dem dies von Seiten der
Länder angeboten wurde. Im Gegenzug kommt es zu Komfortverbesserungen
auf den Verbindungen durch den Einsatz von zusätzlichen
"Talent-Triebwagen" und den Austausch der ältesten Generation von
Fahrzeuggarnituren, den so genannten "Schlierenwagen", bis spätestens
Ende 2008.
"Damit ist ein wichtiger Schritt gesetzt, den öffentlichen
Personennahverkehr in Salzburg in hoher Qualität aufrechtzuerhalten",
waren sich Raus und Haslauer einig.
Diese Einigung ist der erste Schritt zum Salzburg-Takt 2010.
Aufbauend auf das sehr gut angenommene S-Bahn-System im Zentralraum
soll eine S-Bahn im Stundentakt mit modernen Fahrzeugen ab 2010 auch
in den südlichen Landesteilen zum Einsatz kommen. "Mobilität schafft
Lebensqualität und Mobilität mit Bus und Bahn erhält Lebensqualität.
Der junge Fußballfan aus Eben im Pongau muss mit der S-Bahn ebenso
komfortabel und schnell zum Stadion Wals-Siezenheim kommen wie die
Hausfrau aus Taxenbach zum Einkaufen in die Stadt oder der sportliche
Jungsenior aus dem Zentralraum zum Schifahren ins Gasteiner Tal.
Dieses Ziel will ich erreichen", erläutert LH-Stv. Dr. Haslauer die
verkehrspolitische Zielsetzung der Landesregierung.
"Die Aufrechterhaltung und der Ausbau des Nahverkehrs sind
Schlüsselmaßnahmen für den Klimaschutz", sagt LH-Stv. Dr. Othmar
Raus. "In partnerschaftlicher Verhandlung konnte eine gute Lösung vor
allem für die Fahrgäste im Pongau und Pinzgau gefunden werden. Die
Einigung ist eine solide Grundlage für die Fortsetzung des
Erfolgskurses und für den Salzburg-Takt 2010", sagt Erich Fercher,
Regionalmanager ÖBB-Personenverkehr.
Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at
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