Keine Rücknahme der ÖBB-Verbindungen im Süden Salzburgs

Haslauer, Raus und ÖBB einigten sich über Aufrechterhaltung der Verkehrsleistungen im Pongau und Pinzgau

Salzburg (OTS) - Gestern, Dienstag, 8. Mai, einigten sich LH-Stv. Dr. Wilfried Haslauer, LH-Stv. Dr. Othmar Raus sowie für die ÖBB Vorstandsdirektorin Dkfm. Wilhelmine Goldmann auf die Aufrechterhaltung der Leistungen der ÖBB im Süden Salzburgs. Bekanntlich hatte die Drohung im Raum gestanden, etliche Verbindungen vor allem im Pongau aufzulassen. Das Land Salzburg erhöht die Beiträge für die Erhaltung der Verbindungen, die ÖBB verpflichten sich zu Qualitätsverbesserungen.

Mit dieser Einigung ist bis 2010 gesichert, dass die bestehenden ÖBB-Verbindungen im Süden Salzburgs aufrechterhalten bleiben. Insgesamt befördern die ÖBB im Nahverkehr in Salzburg pro Jahr rund 6,5 Millionen Fahrgäste mit steigender Tendenz.

Zuletzt war diskutiert worden, bestimmte Streckenverbindungen aufzulassen, da es unterschiedliche Rechtsansichten zum so genannten Grundverkehrsdienstevertrag gab. Diese Bedenken konnten nun ausgeräumt werden. Konkret bedeutet das für die Bewohner im Süden Salzburgs, dass ihre ÖBB-Zugverbindungen aufrecht bleiben. Um dies zu erreichen, wird das Land Salzburg den ÖBB in den Jahren 2007, 2008 und 2009 insgesamt 1,5 Millionen Euro zusätzlich zu den bisherigen Verpflichtungen zur Verfügung stellen. Die Finanzierung soll über zusätzliche Einnahmen aus der Mineralölsteuer erfolgen, was auch den Intentionen des Klimagipfels entspricht, bei dem dies von Seiten der Länder angeboten wurde. Im Gegenzug kommt es zu Komfortverbesserungen auf den Verbindungen durch den Einsatz von zusätzlichen "Talent-Triebwagen" und den Austausch der ältesten Generation von Fahrzeuggarnituren, den so genannten "Schlierenwagen", bis spätestens Ende 2008.

"Damit ist ein wichtiger Schritt gesetzt, den öffentlichen Personennahverkehr in Salzburg in hoher Qualität aufrechtzuerhalten", waren sich Raus und Haslauer einig.

Diese Einigung ist der erste Schritt zum Salzburg-Takt 2010. Aufbauend auf das sehr gut angenommene S-Bahn-System im Zentralraum soll eine S-Bahn im Stundentakt mit modernen Fahrzeugen ab 2010 auch in den südlichen Landesteilen zum Einsatz kommen. "Mobilität schafft Lebensqualität und Mobilität mit Bus und Bahn erhält Lebensqualität. Der junge Fußballfan aus Eben im Pongau muss mit der S-Bahn ebenso komfortabel und schnell zum Stadion Wals-Siezenheim kommen wie die Hausfrau aus Taxenbach zum Einkaufen in die Stadt oder der sportliche Jungsenior aus dem Zentralraum zum Schifahren ins Gasteiner Tal. Dieses Ziel will ich erreichen", erläutert LH-Stv. Dr. Haslauer die verkehrspolitische Zielsetzung der Landesregierung.

"Die Aufrechterhaltung und der Ausbau des Nahverkehrs sind Schlüsselmaßnahmen für den Klimaschutz", sagt LH-Stv. Dr. Othmar Raus. "In partnerschaftlicher Verhandlung konnte eine gute Lösung vor allem für die Fahrgäste im Pongau und Pinzgau gefunden werden. Die Einigung ist eine solide Grundlage für die Fortsetzung des Erfolgskurses und für den Salzburg-Takt 2010", sagt Erich Fercher, Regionalmanager ÖBB-Personenverkehr.

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