Ein JA, zur positiven Weiterentwicklung unseres differenzierten Schulwesens / Ein NEIN, zur mutwilligen Zerschlagung bewährter Strukturen

Wien (OTS) - Die AHS-Direktorinnen und Direktoren NÖ sind gegen
die Einführung der Gesamtschule über das 10. Lebensjahr hinaus, da in keinem Land die Gesamtschule bessere Gesamtergebnisse liefert als das österreichische Schulwesen. Bei den derzeit laufenden Diskussionen werden wesentliche Tatsachen missachtet. So ist es zum Beispiel keineswegs richtig, dass Hauptschüler im Leben automatisch benachteiligt wären. Hauptschüler erreichen die Reifeprüfung über den Weg der AHS-Oberstufe oder einer berufsbildenden Schule.

Falsch und unwissenschaftlich ist es auch, Schule nur mit Hilfe einer einzigen Studie zu bewerten, wie das manche PISA-Gläubigen tun. Im PISA-Paradeland Finnland sind die Schülerinnen und Schüler mit dem Schulsystem äußerst unzufrieden, es existiert eine doppelt so hohe Jugendarbeits-losigkeit als in Österreich und viele Maturantinnen und Maturanten können kein Universitätsstudium beginnen.

Und wenn man schon Gesamtschulländer mit Ländern vergleicht, die ein gegliedertes Schulsystem haben, dann lohnt sich ein Blick auf das einzige europäische Land, das beide Modelle kennt und bei PISA auch getrennt ausgewertet hat: Deutschland. Und dort liegen die beiden Bundesländer mit gegliedertem Schulsystem, nämlich Bayern und Baden-Württemberg, nicht hinten, sondern auf Platz 1 und 2!

Wir stellen daher folgende Forderungen auf:

  • Wir wollen statt der reinen Organisationsdebatten eine sachliche Diskussion um Inhalte, um Unterrichtsmethoden, aber auch um Unterrichtsstandards.
  • Wir wollen Hilfestellung für alle Schulen, um den erschwerten Arbeitsbedingungen begegnen zu können.
  • Wir wollen keine Experimente, die Geld verschlingen.

Wir fordern eine positive Weiterentwicklung des differenzierten Schulwesens in Österreich.

Rückfragen & Kontakt:

Für den AHS-Direktorenverband NÖ
Dr. Margarete Zelfel e.h.
Tel.: 02236/24244

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