• 06.05.2007, 17:00:00
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"Vorarlberger Nachrichten" Kommentar: "Milliarden-Poker" (Von Kurt Horwitz)

Ausgabe vom 07.05.2007

Wien (OTS) - Rund um den Kauf neuer Abfangjäger geht es jetzt ums
Ganze: Alles oder nichts, lautet neuerdings die Devise des
Eurofighter-Konzerns.
Verteidigungsminister Norbert Darabos wollte Österreich durch
Verhandlungen über eine Reduktion der Stückzahl Geld ersparen. Der
Waffenkonzern versucht nun, den SPÖ-Minister durch Unterbrechung der
Verhandlungen unter Druck zu setzen.
Ein Totalausstieg aus dem gültigen Vertrag wäre wegen des drohenden
Rechtsstreits finanziell riskant und ist zudem politisch umstritten:
Die ÖVP steht ja nach wie vor fest zum Eurofighter-Kauf.
Wer bei diesem Milliardenpoker schlussendlich die besseren Karten
haben wird, ist noch völlig unklar. Am sinnvollsten wäre es, würden
SPÖ und ÖVP ausnahmsweise an einem Strang ziehen und sich auf das
Ziel einigen, nur zwölf statt 18 Eurofighter zu kaufen.
Dann müsste der Konzern seinerseits Farbe bekennen. Derzeit kann
Eurofighter erfolgreich die Koalitionspartner gegeneinander
ausspielen. Gewinner sind die "Grünen" mit ihrer ebenso populären wie
unrealistischen Forderung nach einem Totalausstieg; Verlierer sind
die österreichischen Steuerzahler.

Rückfragehinweis:
Vorarlberger Nachrichten
Chefredaktion
Tel.: 0664/80588382

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