Weinzinger betroffen über Tod von Volksanwalt a.D. Helmuth Josseck

Der langjährige FPÖ-Volksanwalt und Nationalratsabgeordnete Helmuth Josseck ist im 86. Lebensjahr verstorben

Wien (OTS) - "Oberösterreich und die Freiheitlichen verlieren mit Helmuth Josseck einen aufrechten Freiheitlichen und eine wichtige politische Persönlichkeit. Er hat viele Jahre lang aktiv die Politik der FPÖ geprägt und mitgestaltet. Er war ein angesehener Volksanwalt, ein begeisterter Parlamentarier und ein volksnaher Politiker", so FPÖ-Landesparteiobmann, NAbg. Lutz Weinzinger.

Als Steuerberater leistete er im Parlament wertvolle Dienste, gerade zu Zeiten als das Umsatzsteuersystem auf Mehrwertsteuer umgestellt wurde.
"Seine Handschrift ist hier deutlich erkennbar, er konnte in dieser Arbeit seinen steuerrechtlichen Sachverstand einbringen", so Weinzinger.

In seiner weiteren Tätigkeit als Volksanwalt war Josseck, erinnerte Weinzinger, "ein würdiger Nachfolger von Gustav Zeilinger und setzte sich mit Vehemenz für die Interessen der Bürger ein." In den Jahren 1967 bis 1983 war er zudem in seinen Wohnort Wels als freiheitlicher Gemeinderat aktiv tätig. Und im Jahr 2000 übernahm er die Funktion eines Bürgeranwaltes der FPÖ.

"Als Landesobmann der FPÖ Oberösterreich, in dessen Führungsgremien Helmuth Josseck jahrelang aktiv mitwirkte, berührt mich sein Tod sehr. Mein Mitgefühl gilt seiner Familie", schloss Weinzinger.

Zur Person:
Geboren wurde Helmuth Josseck am 15. Juni 1921 in Graz, wo er auch die Handelsakademie besuchte. Diesem Schulabschluss folgten harte Kriegsjahre, die er als Offizier der deutschen Wehrmacht im Südostabschnitt verbrachte.
Das grauenhafteste Erlebnis war wohl der sogenannte Sühnemarsch, bei welchem jugoslawische Partisanen zigtausende Soldaten - Josseck war unter ihnen - durch Jugoslawien trieben und bei dieser Gelegenheit mit massenhaften Abschlachtungen der Bevölkerung ein Schauspiel boten. Nach dem Krieg absolvierte er das Studium an der Hochschule für Welthandel, wo er den Titel eines Diplomvolkswirtes erwarb. Nach der Steuerberaterprüfung im Jahr 1957 war er als Steuerberater tätig.

Bereits 1967 zog er in den Gemeinderat der Stadt Wels ein und übernahm zusätzlich Funktionen im oberösterreichischen FPÖ-Landesparteivorstand sowie in der Bundesparteileitung und im Bundesparteivorstand der FPÖ. Lange Jahre wirkte er als Bundesfinanzreferent seiner Partei.

Von 1971 bis 1983 gehörte Josseck dem Nationalrat an, wo er sich als Finanz-, aber auch als Rechtsexperte seiner Fraktion einen Namen machte. Als
1983 Gustav Zeillinger als Volksanwalt ausschied, nominierte die FPÖ Josseck als seinen Nachfolger. Dieses Amt bekleidete Josseck in der Folge bis 1989, ehe er sich in den Ruhestand zurückzog.

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