ECRA und Umweltbundesamt: Clearing und Zuteilung der österreichischen Emissionsrechte erfolgreich abgeschlossen

Wien (OTS) - Die Einlösung der CO2-Zertifikate 2006 und die Zuteilung für 2007 wurden bis 30. April 2007 termingerecht abgeschlossen. Das österreichische Emissionshandelsregister wird gemeinsam von Umweltbundesamt (www.umweltbundesamt.at) als Registerstelle und ECRA (www.ecra.at) als Registerservicestelle und damit mit dem operativen Betrieb betraut, geführt.

Kyoto-Phase 2008-2012

Im Nationalen Allokationsplan II (NAP) ist die Gratiszuteilungsmenge der CO2-Zertifikate für die Kyoto-Phase von 2008-2012 mit ca. 32,4 Mio Tonnen vorgesehen. Diese Menge entspricht annähernd dem Wert der Vorperiode. Die EU-Kommission sieht in ihrer Stellungnahme zum NAP II eine Kürzung der Gesamtzuteilung um 2,1 Mio Tonnen vor.

Die österreichischen Emissionsrechte aus dem NAP werden von der ECRA in der Funktion als Registerservicestelle im Auftrag der Registerstelle, dem Umweltbundesamt, verwaltet. Durch die Registerführung haben die Anlagenbetreiber einen Einblick in die jeweilige Über- oder Unterdeckung ihrer Anlagen auf den Konten bei der ECRA. Die Differenz zwischen zugeteilten Zertifikaten und den tatsächlich benötigten und von unabhängigen Prüfeinrichtungen bestätigten Emissionszertifikaten kann der jeweilige Anlagenbetreiber über den Markt ausgleichen. ECRA ist verpflichtet, Änderungen im Rechtsrahmen technisch in der Registersoftware umzusetzen. Für 2007 ist eine weitere Schnittstellenanbindung an den International Transaction Log (ITL) geplant. Sämtliche Staaten, die sich dem Kyoto Protokoll verpflichtet haben, müssen eine technische Verbindung ihrer jeweiligen Registerstellen zum ITL herstellen. Damit werden sämtliche Transaktionen am CO2-Zertifikatemarkt zentral verifiziert. Für die internationale Koordination zur Ankopplung an das ITL und das Berichtswesen ist das Umweltbundesamt verantwortlich.

Der Einkauf und Verkauf von Zertifikaten kann direkt zwischen Unternehmen vereinbart werden oder aber auch über Börsen - wie z. B. die EXAA Energy Exchange Austria in Österreich - erfolgen.

Die Eigentümerstruktur der ECRA spiegelt im Wesentlichen die betroffenen Unternehmen und Institutionen wieder. Neben der smart technologies sind die Oesterreichischen Kontrollbank, die Investkreditbank AG, die Porr Infrastruktur Ges.m.b.H, der Fachverband der chem. Industrie, der Verbund, der Fachverband d. Stein- und keramischen Industrie, die Wien Energie GmbH, die Wirtschaftskammer Österreich vertreten. Zusätzlich sind das Lebensministerium, das Bundesministerium f. Wirtschaft und Arbeit, sowie das Bundesministerium für Finanzen im Aufsichtsrat vertreten.

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