• 02.05.2007, 12:55:29
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Große Mehrheit der Österreicher für lückenloses Importverbot von Hunde- und Katzenfellen

Infratest-Umfrage unterstützt VIER PFOTEN-Kampagne in der EU

Brüssel/Wien (OTS) - 76 Prozent der österreichischen Bürger
sprechen sich für ein striktes Importverbot für alle Hunde- und
Katzenfelle aus - 88 Prozent für eine umfassende Kenzeichnung aller
Pelzprodukte. Das ist das Ergebnis einer Gallup-Umfrage im Auftrag
von VIER PFOTEN vom April 2007. Damit unterstützt eine deutliche
Mehrheit der Österreicher die Forderung der Tierschutzorganisation
VIER PFOTEN nach einer wirksamen Regelung gegen den Handel mit Hunde-
und Katzenfellen in der Europäischen Union.
Mit einer internationalen Kampagne in sechs EU-Mitgliedsstaaten setzt
sich VIER PFOTEN für die Streichung einer Ausnahmeregelung ein. Die
Gesetzeslücke besagt, dass Hunde- und Katzenfelle weiterhin in die EU
eingeführt werden dürfen, wenn sie nicht von Pelzfarmen stammen.
"Acht von zehn Österreichern sind der Meinung, dass der Handel mit
diesen Fellen ohne Ausnahmen verboten werden muss. Wir fordern den
amtierenden EU-Ratspräsidenten Bundesminister Horst Seehofer auf,
dieses Votum anzunehmen und sich in der Europäischen Union für ein
lückenloses Importverbot einzusetzen", erklärt VIER PFOTEN
Kampagnenleiter Iring Süss.

Bislang haben sich mehr als 20.000 Menschen an einer vor drei
Wochen gestarteten Online-Aktion beteiligt und per E-Mail 120.000
Appelle an die zuständigen Agrarminister in sechs europäischen
Staaten mit VIER PFOTEN Präsenz gesendet. Die internationale Kampagne
zeigt in Österreich einen ersten Erfolg: Josef Pröll, Bundesminister
für Land- und Forstwirtschaft, Umwelt und Wasserwirtschaft, hat VIER
PFOTEN vergangene Woche seine Unterstützung für ein lückenloses
Importverbot zugesichert. Nun erwartet VIER PFOTEN von seinem
deutschen Amtskollegen Horst Seehofer Unterstützung für ein
Handelsverbot ohne Ausnahmen.

Im Schreiben des Ministeriums an VIER PFOTEN Österreich heißt es
wörtlich: "Stellvertretend für die Antwortschreiben an mehr als
11.000 Tierschützer darf ich Ihnen im Namen von Bundesminister Josef
Pröll mitteilen, dass wir ihr Anliegen vollinhaltlich unterstützen,
wonach jegliche Möglichkeit für die Umgehung des Verbots der Katzen-
und Hundefellproduktion bzw. dessen Handel unterbunden werden muss."
Weiters heißt es: "Wir werden uns weiterhin in allen zukünftigen
Diskussionen im Sinne des Tierschutzes und des Konsumentenschutzes
für unser gemeinsames Anliegen einsetzen."

Am 12. April 2007 hatten die zuständigen Ausschüsse des
Europäischen Parlaments für ein vollständiges Handelsverbot gestimmt
und damit den von der EU-Kommission vorgeschlagenen
Ausnahmeregelungen eine klare Absage erteilt. "Jetzt ist der
Ministerrat der EU gefordert, alle Schlupflöcher im derzeitigen
Verordnungsvorschlag zu schließen", sagt Iring Süss.

Darüber hinaus fordert VIER PFOTEN eine gesetzliche
Kennzeichnungspflicht für alle Pelzprodukte. Klare Angaben zu
Tierart, Herkunft und Haltungsbedingungen sind unentbehrlich, damit
Europas Verbraucherinnen und Verbraucher nach Tierschutzkriterien
entscheiden können. VIER PFOTEN Campaigner Iring Süss weist darauf
hin, dass "viele Pelzprodukte dann in den Regalen liegen bleiben
würden." Auch in diesem Punkt gibt die Meinungsumfrage VIER PFOTEN
Recht. 88 Prozent der österreichischen Bürger unterstützen die
Forderung nach einer umfassenden Kennzeichnung aller Pelzprodukte.

Zwei Millionen Hunde und Katzen lassen jedes Jahr in Asien für
Pelzprodukte ihr Leben. Viele Tiere werden speziell für die
Pelzindustrie gezüchtet, andere einfach auf den Straßen eingefangen.
Auch Felle von Hunden, die im asiatischen Raum in der
Nahrungsmittelkette landen, können in den internationalen Handel
gelangen. Die Tiere leiden unter schrecklichen Haltungsbedingungen in
kleinsten Drahtverschlägen und äußerst grausamen Tötungsmethoden. Zum
Teil wird ihnen bei lebendigem Leib der Pelz abgezogen. Als
Pelzbesatz, Dekorations-Artikel oder Spielzeug gelangen diese Felle
nach Europa, das als wichtigster Absatzmarkt gilt.

Rückfragehinweis:

Iring Süss
   Leitung Programme
   T: +43-1-895 02 02-35
   
   Marco Flammang
   Pressesprecher
   
   T: +43-1-895 02 02-66
   F: +43-1-895 02 02-99
   M: +43-664-30 86 303
   e: [email protected]
   
   VIER PFOTEN - Stiftung für Tierschutz
   Johnstraße 4-6 / Top 7
   A-1150 Wien
   
   http://www.vier-pfoten.at

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