• 02.05.2007, 10:00:00
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20 Jahre "Hallo Auto": AUVA Landesstelle Wien und ÖAMTC feiern erfolgreiche Verkehrserziehung für Volksschüler

Wien (OTS) - Rund eine halbe Million burgenländische,
niederösterreichische und Wiener Volksschüler der 3. und 4. Klasse
haben seit 1986 gelernt, wie lange der Anhalteweg eines Autos
wirklich sein kann und wie sich vor allem die Reaktionszeit und die
Geschwindigkeit eines Autos auf das Stehen bleiben auswirken. Beim
Jubiläum am 2. Mai waren 27 Kinder der 3. Klasse Volksschule
Mengergasse 33, Wien 21, an der Reihe mit Schätzen und Staunen.

"Die Verkehrserziehung fängt schon beim Kleinkind an, das das
Verhalten der Eltern übernimmt. Eltern sind deshalb Erzieher und
Vorbilder für die Kinder. Die AUVA Landesstelle Wien setzt mit ihren
Aktionen altersgerecht gestaffelt mit dem ersten Schultag an. Die
AUVA-Aktionen erfassen jedes sechste Volksschul- beziehungsweise
jedes zwanzigste Schulkind in Burgenland, Niederösterreich und Wien
bis zum Eintritt ins Arbeitsleben. Rund 22.000 Kinder pro Jahr machen
in diesen drei Bundesländern bei "Hallo Auto" mit, und wir
unterstützen die Aktion mit rund 7 Euro pro Schüler. Eine gute
Investition, wie übrigens jeder Euro, der in die Unfallverhütung bei
Schulkindern sowie in die Steigerung des Sicherheitsbewusstseins
geht, da sie die Arbeitskräfte der Zukunft sind.", sagt Dir. Ing.
Johann Kaiser, Leiter der AUVA-Landesstelle Wien, anlässlich der
Jubiläumsveranstaltung "20 Jahre Hallo Auto" am 2. Mai in Wien 21,
Shuttleworthstraße. Er dankte dem Moderatoren-Team von Test &
Training vom ÖAMTC-Zentrum in Teesdorf, den Lehrerinnen und Lehrern
und den Schulverantwortlichen für ihr Engagement.

Die große Nachfrage und die positiven Reaktionen der Volksschüler
machen "Hallo Auto" zur erfolgreichsten Aktion des
Unfallverhütungsdienstes der AUVA-Landesstelle Wien. Seit dem
Aktionsstart im Jahr 1986 konnten rund 500.000 Kinder Bremswege
einschätzen und ihre Einschätzung mit einem Bremsmanöver in einem
speziell dafür präparierten Auto selbst überprüfen. Knapp 50 Prozent
der Schüler kamen aus Niederösterreich, rund 30 Prozent aus Wien und
20 Prozent aus dem Burgenland. Insgesamt hat die AUVA-Landesstelle
Wien rund 3,3 Millionen Euro für "Hallo Auto" aufgewendet; für das
laufende Jahr werden es rund 170.000 Euro sein. Insgesamt fließen
derzeit rund 450.000 Euro jedes Jahr in die Schulprävention, zum
Großteil in die Verhütung von Verkehrsunfällen.

Die AUVA hat zur Vorbereitung auf "Hallo Auto" ein neues
12-minütiges Video hergestellt, das auch als DVD erhältlich ist.
Darin dokumentieren Schüler aus einer Tullner Volksschule die Aktion
mit professionellem Equipment, Kommentar und Witz.

Die Allgemeine Unfallversicherungsanstalt, AUVA, ist seit dem
Jahre 1977 mit der Durchführung der sozialen Unfallversicherung von
Schülern und Studenten beauftragt, zu der auch die Unfallverhütung
gehört. Der ÖAMTC zählt zu den ersten Partnern der AUVA in der
Verkehrserziehung von Schülern. Gemeinsam mit dem ÖAMTC laufen
mehrere Programme, die Kinder für das Verhalten anderer, weit
stärkerer Verkehrsteilnehmer sensibilisieren. Dies sind nach
Schulstufe geordnet: "Blick und Klick" "Hallo Auto", und "Top Rider".

Dazu kommen Aktionen mit anderen Partnern wie Puppomobil, "Sicherer
Radfahrer", oder "Nimm Dir Zeit für meine Sicherheit" (vormals "Apfel
& Zitrone").

Weiters hat der Unfallverhütungsdienst der AUVA-Landesstelle Wien
eigene Sicherheitsaktionen ins Leben gerufen, die weit über die
Verkehrserziehung hinausreichen, wie zum Beispiel:
- Projekt "Sicherer Schulweg": Alle Wiener Volksschulen sollen mit
aktuellen Schulwegplänen mit Gefahrenstellen und Verhaltenstipps
ausgestattet werden - derzeit sind es bereits 60 Prozent.
- Die Aktion "Sichere Hauptschule in Niederösterreich" nützte eine
Internetplattform, um die Jugendlichen zu "Safety Checkern"
auszubilden.
- Projekt "Jugend-Sicherheit-Zukunft": Zwei Schulzweige des
Berufsschulzentrums in Wien-Hütteldorf beantworten in Projekten
die wichtige Frage "Wie müsste das Thema Sicherheit und
Gesundheit am Arbeitsplatz gestaltet sein, damit sich Lehrlinge
und jugendliche Arbeitnehmer damit auseinandersetzen?"

Rund zehn Aktionen erfassen lückenlos alle Altersklassen vom
Schulanfänger in der Volksschule über zweiradbegeisterte Haupt- und
Mittelschüler bis zu Schülern berufsbildender Schulen. Darüber hinaus
stehen Experten und Psychologen des Unfallverhütungsdienstes
jederzeit zur Verfügung.

20 Jahre "Hallo Auto" im Spiegel der AUVA-Statistik

Die AUVA erfasst seit dem Schuljahr 1989/90 alle Unfälle, die am
Schulweg, während des Unterrichts und bei Schulveranstaltungen
passieren als Schülerunfälle, und setzt mit der Prävention in der 1.
Klasse Volksschule an. Die schwersten Unfälle passieren im Verkehr,
die meisten im Sport.

Die Unfallrate zeigt an, wie viele Schülerunfälle sich pro Tausend
Schulkinder laut AUVA-Statistik ereignen. Während die Unfallrate für
Volksschüler in Niederösterreich und Burgenland seit dem Schuljahr
1989/90 mit 24 bzw 25 (NÖ 2005/2006) gleich geblieben ist, hat sie
sich für Wiener Volksschüler von 38 auf 44 erhöht. Die niedrigste
Unfallrate (16) ist vor zehn Jahren im Schuljahr 1997/98 im
Burgenland zu verzeichnen. Im Vergleich mit anderen Schultypen leben
Volksschüler in Niederösterreich und Burgenland am sichersten. Wien
ist auch hier anders: hier schneiden seit 1995/96 die berufsbildenden
Schulen am besten ab; der aktuelle Wert lautet 36.

Unfallraten Schüler im Vergleich 1989/90 mit 2005/2006

Schuljahr                                                 alle   
Burgenland         Volksschule   Hauptschule   AHS   BS   Schulen
1989/90               24            98          99   52    63    
2005/06               24            65          46   28    42    
                                                                 
Niederösterreich   Volksschule   Hauptschule   AHS   BS   alle   
1989/90               24            98          83   56    60    
2005/06               25            72          49   37    44    
                                                                 
Wien               Volksschule   Hauptschule   AHS   BS   alle   
1989/90               38           131          92   45    72    
2005/06               44           100          76   36    65    
                                                                 
Landesstelle Wien  Volksschule   Hauptschule   AHS   BS   alle   
1989/90               30           108          90   51    66    
2005/06               34            82          65   36    53    
                                                                 
Österreich         Volksschule   Hauptschule   AHS   BS   alle   
1989/90               26            92          81   47    57    
2005/06               31            78          62   35    51

Im abgelaufenen Schuljahr hat Burgenland mit einer Unfallrate von
42 das beste Ergebnis, gefolgt von Niederösterreich (44 Unfälle pro
Tausend Schüler) und Wien mit 65. Die Vergleichsziffern 1989/90
lauten: 60 Niederösterreich, 63 Burgenland und 72 Wien. Für ganz
Österreich steht eine Unfallrate von 57 (1989/90) einer aktuellen von
51 gegenüber.

Nimmt man die Verkehrsunfälle heraus, ergibt sich folgendes Bild:
Generell sind die Verletzungen deutlich schwerer als bei den anderen
Schülerunfällen. In Wien, Niederösterreich und Burgenland werden
Volksschüler weniger oft in Verkehrsunfälle verwickelt als alle
älteren Schüler. Das beste Ergebnis verzeichnet das Burgenland im
Jahr 2004/2005 mit keinem Verkehrsunfall am Schulweg für Volks- und
Hauptschüler.

Unfallraten Schüler - Verkehr

Schuljahr                                                 alle   
Burgenland         Volksschule   Hauptschule   AHS   BS   Schulen
1989/90               0,2           1,5        1,6   0,9   0,9   
2005/06               0,2           0,1        0,7   0,1   0,2   
                                                                 
Niederösterreich   Volksschule   Hauptschule   AHS   BS   alle   
1989/90               0,5           2,1        2,4   1,8   1,4   
2005/06               0,1           0,4        0,7   0,8   0,4   
                                                                 
Wien               Volksschule   Hauptschule   AHS   BS   alle   
1989/90               0,6           1,6        1,5   1,6   1,2   
2005/06               0,4           1,1        0,8   0,8   0,7   
                                                                 
Österreich         Volksschule   Hauptschule   AHS   BS   alle   
1989/90               0,6           1,9        2,4   1,7   1,4   
2005/06               0,3           1,0        1,1   1,0   0,8

Die in der AUVA-Landesstelle Wien vereinten Bundesländer Wien,
Niederösterreich und Burgenland weisen im Verkehrsbereich leicht
bessere Werte auf, als die österreichische Schüler-Unfallrate.
Betrachtet man alle Schülerunfälle hat sich die Landesstelle Wien von
einer Unfallrate von 66 im Jahr 1989/90 auf 53 im Jahr 2005/2006
verbessert.

Die AUVA-Landesstelle Wien finden Sie im Internet unter
www.auva.at/wien.

Rückfragehinweis:
Gabriela Würth, GWK,
Tel.: (02242) 38300, (0676) 33 24 879
E-Mail: [email protected]

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NAU

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