- 30.04.2007, 12:38:04
- /
- OTS0140 OTW0140
ÖVP-Offensiv 2: Cortolezis-Schlager zum Schulsystem: Brauchen Weiterentwicklung mit Inhalten, nicht mit Türschildwechsel
Bildungsministerin Schmied muss ein Konzept vorlegen und alle Beteiligten in die Diskussion einbinden
Wien, 30. April 2007 (ÖVP-PD) „Das Schulsystem ist keine Bühne,
wo sich ständig die Kulisse ändert. Wir brauchen eine
Weiterentwicklung mit Inhalten und nicht mit Türschildwechsel“, so
die Wiener Stadträtin Mag. Katharina Cortolezis-Schlager im Rahmen
von „ÖVP-Offensiv“. Cortolezis-Schlager, die in der ÖVP--
„Perspektivengruppe“ die Impulsgruppe „Bildung“ leitet, betonte in
einem gemeinsamen Pressefrühstück mit ÖVP-Generalsekretär Hannes
Missethon, dass sich die derzeitige Schuldebatte nur um das
„Türschild dreht, das außen steht. Wir müssen in eine viel
inhaltsreichere Debatte kommen.“ Sie kritisierte auch
Bildungsministerin Schmied, die sich „bisher nicht wirklich seriös
eingearbeitet hat, sondern ideologisch bedingt Gräben aufreißt,
statt pädagogische Brücken zu bauen“. ****
„Was in den letzten Tagen und Wochen an Porzellan zerschlagen
wurde, ist nur mühsam wieder zusammenzufügen“, fasste Cortolezis-
Schlager die Gesamtschul-Debatte der letzen Tage und Wochen
zusammen. Es sei „absolut unverantwortlich, wie man inhaltsleer
eine Perspektive entwickeln kann, die die Schule zu einem
Geschenkpapier macht. Denn viel mehr wie eine Diskussion über die
Verpackung ist bisher nicht da“, stellte Cortolezis-Schlager fest.
„Wir reden über Namen – aber noch niemand hat eine Vorstellung, was
konkret besser werden soll.“
„Derzeit gibt es in Österreich mehr als 2.000 Schulversuche“,
fuhr Cortolezis-Schlager fort. „Bildungsministerin Schmied scheint
es bisher aber nicht der Mühe wert gefunden zu haben, sich diese
Schulversuche anzuschauen. Denn sonst wüsste sie, dass der für
Kärnten geplante Test an diesem Schulstandort in Kärnten schon gang
und gäbe ist und auch seit Jahren in Wien ähnliche Modelle
erfolgreich getestet werden.“ Sie forderte eine seriöse Evaluierung
der derzeit durchgeführten Schulversuche. Cortolezis-Schlager
kritisierte weiters, dass sich die derzeitige Diskussion nur um die
Schüler/innen zwischen zehn und 14 Jahren dreht. „Wir müssen das
lebenslange Lernen in den Mittelpunkt rücken und beispielsweise
auch an einer stärkeren Verknüpfung des Kindergartens mit der
Volksschule arbeiten“, forderte sie.
In der ÖVP-Perspektivengruppe sei „wichtig, in die Zukunft zu
schauen: Wie muss Schule heute gestaltet und weiterentwickelt
werden, damit Schule vorbereitet und die Chancen der Schülerinnen
und Schüler für die Zukunft erhöht?“, so Cortolezis-Schlager. Es
gehe darum, dem unterschiedlichen Lerntempo der Schüler/innen in
Zukunft noch besser Rechnung zu tragen und das Schulsystem in
Richtung Höherqualifizierung weiterzuentwickeln. Künftig sei der
Aspekt, wie höhere Leistungsstandards erreicht werden können, ein
„neuer Motor“ für die Weiterentwicklung des Schulsystems.
Cortolezis-Schlager kritisierte Aussagen des Wiener Bürgermeisters
Häupl sowie der Stadtschulratspräsidentin Brandsteidl zur
Abschaffung der AHS ab 2009 – „das ist genau der falsche Weg: Wir
dürfen nicht dort, wo Bildungsziele erreicht werden, diese
mutwillig zerschlagen“, so die Wiener Stadträtin. „Um Reformen
durchzuführen, brauche ich keine Verunsicherung der Eltern sowie
Schülerinnen und Schüler“, so Cortolezis-Schlager, die von Mails
berichtete, in denen sich verunsicherte Eltern sogar überlegen, aus
Wien wegzuziehen.
„Wir beziehen in der ÖVP-Perspektivengruppe alle
Vertreter/innen aller Schularten und Schulpartner ein. Denn nur
wenn alle miteinander dieses System weiterentwickeln, wird es zu
einer inhaltlichen Debatte kommen und wir werden dorthin kommen, wo
wir hinkommen müssen: Zu einer Weiterentwicklung gemeinsamer
Wertvorstellungen“, so Cortolezis-Schlager, die in der
Perspektivengruppe ein „Vorbild für Bildungsministerin Schmied
sieht: Auch Schmied muss alle Vertreter/innen der Schulen, die
Eltern, Schüler/innen, die Wirtschaft und kulturelle Einrichtungen
einbeziehen – erst dann wird es eine sorgfältige Debatte werden.“
Sie erwarte sich von Schmied, „dass sie zuerst ein Konzept vorlegt,
und dann über das Konzept diskutiert, statt Namensdebatten zu
führen, hinter denen keine Inhalte stehen“, schloss Cortolezis-
Schlager.
Fotohinweis: Fotos zur honorarfreien Verwendung finden Sie im ÖVP-
Fotodienst unter http://www.oevp.at/fotodienst
Rückfragehinweis: ÖVP Bundespartei, Abteilung Presse und Medien,
Tel.:(01) 401 26-420; Internet: http://www.oevp.at
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | NVP






