- 30.04.2007, 09:00:00
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Volkshilfe Beschäftigung zum Tag der Arbeit: Ziel 5 Prozent Arbeitslose und alles ist gut?
Wien (OTS) - "Nein", betont Michael Reiter, Geschäftsführer von
Volkshilfe Beschäftigung, "das hieße nämlich, dass es in Ordnung
wäre, wenn jeder Zwanzigste ohne Job bliebe".
Der gemeinnützige Verein Volkshilfe Beschäftigung hat große
Hoffnungen in die neue Bundesregierung gesetzt. Auch wenn die
Arbeitslosenquote im Vergleich zum Vorjahr jetzt leicht
zurückgegangen ist, bedeutet das noch keinen Grund sich
zurückzulehnen, da dies in erster Linie konjunkturbedingt ist. Die
leichte Entspannung auf dem Arbeitsmarkt muss daher als Ansporn für
die Regierung gesehen werden, noch mehr zu tun, um dauerhaft für mehr
Beschäftigung in Österreich zu sorgen.
Wien ist anders - auch in der Beschäftigungspolitik
Die Beschäftigungsdauer von Transitsarbeitkräften in
sozialökonomischen Betrieben und gemeinnützigen
Beschäftigungsprojekten wurde durch das AMS-Wien Anfang 2007 von
zwölf auf sechs Monate gekürzt. Dies bedeutet, immer mehr KlientInnen
sind in immer kürzerer Zeit "job-ready" für den ersten Arbeitsmarkt
zu machen. Gerade bei der Zielgruppe der Langzeitbeschäftigungslosen
reicht diese Zeitspanne meist nicht aus, um alle
Vermittlungshemmnisse von mangelnder Qualifizierung über Schulden,
Wohnproblemen bis hin zu Suchtproblematiken zu klären und
auszuräumen. Diese deutliche Verschlechterung bewirkt, dass
langzeitarbeitslose Menschen in Wien noch weniger Chancen auf dem
Arbeitsmarkt haben.
Volkshilfe Beschäftigung fordert strukturelle Änderungen
"Es braucht mittel- und langfristige arbeitsmarktpolitische
Strategien, zum Beispiel stabilere Rahmenbedingungen für
sozialökonomische Betriebe, wodurch ein längerfristiger
Entwicklungsprozess unabhängig von Konjunkturentwicklungen entstehen
könnte. Die frei werdenden Mittel durch die sinkenden
Arbeitslosenzahlen müssen genutzt werden, um mehr
Transitarbeitsplätze auf dem zweiten Arbeitsmarkt zu schaffen. So
könnten wichtige zusätzliche Angebote für arbeitsmarktferne Personen,
für die die bestehenden Programme nicht ausreichen, entwickelt
werden.", fordert Michael Reiter. Und weiter: "Nach wie vor gibt es
keine Präventivarbeit, sprich Erarbeitung von nachhaltigen
Strukturen, die Arbeitslosigkeit verhindern. Im Namen der 350 bei
Volkshilfe Beschäftigung befristet angestellten ehemals
langzeitarbeitslosen Menschen, fordere ich die zuständigen
Ministerien und das AMS auf, dringend weitere Maßnahmen in Angriff zu
nehmen. Denn wer Arbeitslosigkeit nicht bekämpft, erntet Armut."
Volkshilfe Beschäftigung, gemeinsam von der Volkshilfe Österreich
und der Volkshilfe Wien gegründet, ist ein gemeinnütziger Verein mit
dem Ziel einer nachhaltigen Integration von arbeitslosen und
behinderten Menschen in den Arbeitsmarkt.
Volkshilfe Beschäftigung arbeitet im Auftrag des Arbeitsmarktservice
Wien, des Bundessozialamtes für Wien, Niederösterreich, Burgenland,
der Stadt Wien und des Wiener ArbeitnehmerInnen Förderungsfonds
(WAFF).
Rückfragehinweis:
Mag. Susanne Meitz
PR I Kommunikation
M +43(0)67683402 503
E [email protected]OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | VHB






