- 27.04.2007, 14:34:52
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Rektorenkonferenz: Befürchtungen bei Fremdenrecht haben sich bestätigt
Wien (OTS) - Mit großem Befremden nimmt die Österreichische
Rektorenkonferenz (ÖRK) zur Kenntnis, dass weder das
Bundesministerium für Inneres noch das Bundesministerium für
europäische und internationale Angelegenheiten Interesse an den
drängenden Problemen der Universitäten im Zusammenhang mit dem
Vollzug der Fremdengesetze zeigen. Entgegen den Absprachen hatten es
beide Ressorts nicht der Mühe Wert befunden, Vertreter zu der
heutigen "Dialogrunde Fremdenrecht" ins Wissenschaftsministerium zu
entsenden. Dabei beweisen die nun präsentierten Statistiken, dass die
vor einem Jahr geäußerten Befürchtungen der Rektorenkonferenz
eingetreten sind. So ging die Zahl der Studienanfänger/innen aus den
Entwicklungsländern 2006/07 gegenüber dem Vorjahr um 53 Prozent auf
1040 zurück. Dies bedeutet allerdings, dass die auf internationaler
Ebene geschlossenen Abkommen des Wissenschaftsressorts nicht bedient
werden können.
Die Rektorenkonferenz hält angesichts des wenig ergiebigen
Meinungsaustausches auf Beamtenebene fest, dass die große Zahl der
Problemfälle durch die Auswirkungen der Fremdengesetze nur durch eine
Sonderkategorie für Gaststudierende und Gastwissenschafter/innen
zufrieden stellend gelöst werden kann. Dafür benötigen die
Universitäten auch den Rückhalt des Wissenschaftsministeriums. Die
Universitäten würden sich im Gegenzug dazu verpflichten, die nötigen
Nachweise zu erbringen, dass Studierende und Wissenschafter/innen aus
Nicht-EU-Ländern die gewünschten behördlichen Auflagen tatsächlich
erfüllen, um dem befürchteten Missbrauch von Aufenthaltstiteln die
Grundlage zu entziehen.
Univ.-Prof. Dr. Wolfhard Wegscheider
Rektor der Montanuniversität Leoben
Rückfragehinweis:
Manfred Kadi Referent für Öffentlichkeitsarbeit Österreichische Rektorenkonferenz Liechtensteinstraße 22, 1090 Wien Tel.: +43 (0)1 310 56 56 - 24 Fax: +43 (0)1 310 56 56 - 22 Email: [email protected]
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