- 27.04.2007, 12:24:00
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Schaupmann: Schulversuche an Pflichtschulen: Vereinheitlichen heißt nicht "Einheitsbrei"
Hauptschulen und AHS-Unterstufen in Qualität und Vielfalt im Grundgefüge der Lehrpläne kaum unterschiedlich; trotzdem sind eigene Wege der einzelnen (Haupt)-Schulen Realität!
St. Pölten, (OTS) - "Die Geschwindigkeit, in der in den letzten
Tagen Änderungen bzw. mögliche Weiterentwicklungen im
Pflichtschulwesen über Parteigrenzen hinweg diskutiert wurden, gibt
Zuversicht, dass wirklich alle beteiligten Stellen abseits von
derzeit vorhandenen Strukturen und politischen Einschätzungen das
Wohl der Kinder, die Interessen der Eltern und den mittelfristigen
Bedarf unserer Volkswirtschaft in den Vordergrund stellen. Egal ob
die Pläne und Zielsetzungen unter dem Titel ‚Verlängerung der
Volksschule’ oder einer ‚gemeinsamen Schule der 6- bis 14-Jährigen’
laufen - es sollte keine Vereinheitlichung, sondern das
Zusammenführen bzw. Neuordnen bisher unterschiedlicher Schultypen im
Vordergrund stehen. Die Lehrpläne sind gleich, vielleicht marginale
Unterschiede zwischen Hauptschule und AHS-Unterstufen werden heute,
was die Unterrichtsqualität und die Unterrichtsvielfalt (mit Ausnahme
des Lateinunterrichtes) betrifft, kaum mehr wahrgenommen. Wenn vor
allem nur mehr die Schulbezeichnung unterscheidet, sich andererseits
aber neue Herausforderungen des wirtschaftlichen und
gesellschaftlichen Wandels stellen, dann ist es Zeit, über neue Wege
nachzudenken", begrüßt der Obmann des Dachverbands der Elternvereine
an NÖ Pflichtschulen, Ing. Franz Schaupmann, die aktuelle Diskussion
über Änderungen im Pflichtschulwesen und neue Schulversuche in
unserem Bundesland.****
"Hauptschulen brauchen längst keinen Vergleich mit AHS-Unterstufen
mehr zu scheuen. Andererseits fehlt mir die Diskussion über die
möglichen neuen Chancen der Gymnasien in der derzeitigen Diskussion
zur Schulorganisation. Erst vor kurzem beklagten namhafte Vertreter
der Industrie bei einer Podiumsdiskussion der Waldviertelakademie in
Zwettl das Fehlen von Höheren Schulen mit Fremdsprache als
Unterrichtssprache. Gerade Österreich und im besonderen
Niederösterreich am sprachlichen Nadelöhr Europas haben hier völlig
andere Voraussetzungen als z.B. Skandinavien", so Schaupmann weiter.
"Es spricht einerseits nichts gegen ein behutsames Zusammenführen
beider Schultypen in den Unterstufen, was auch vielen
Hauptschulsstandorten, die mit sinkenden Schülerzahlen kämpfen, aber
auch vielen Gymnasien, die aus allen Nähten platzen, helfen würde.
Und andererseits bieten gerade die in Niederösterreich geschaffenen
Bildungsregionen neue organisatorische, bedarfsorientierte und
innovative Möglichkeiten für die AHS-Oberstufen - ganz gleich ob wir
da über 4 oder 6 Jahre reden. Das ist eine wissenschaftliche und
natürlich eine politische Frage. Die Vielfältigkeit des Unterrichts,
aber auch die individuelle Förderung der Kinder wird darunter nicht
leiden. Vielmehr könnten da und dort dringend notwendige Ressourcen
personeller und finanzieller Natur frei werden, die dann sinnvoll für
weitere Verbesserungen unseres Schulwesens eingesetzt werden könnten.
Die NÖ Elternvereine setzen hier auf einen offenen und ehrlichen
Dialog mit der Politik und hoffen auf die Fortsetzung der ‚Vielfalt
der Vorschläge’" und deren Weiterentwicklung mit uns als
Schulpartner", so Schaupmann abschließend.
(Schluss) fa
Rückfragehinweis:
Dachverband Elternvereine
an NÖ Pflichtschulen
Ing. Franz Schaupmann
Tel.: 06763643856
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