• 27.04.2007, 11:03:55
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WGKK ortet steigendes Interesse bei Tabak-Entwöhnungsangeboten

Immer mehr Wienerinnen und Wiener machen mit dem Rauchstopp ernst

Wien (OTS) - Dass es in Österreich für Raucher zunehmend eng wird
und immer mehr Menschen dem blauen Dunst abschwören wollen, ist auch
in den Raucherambulanzen der Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK)
deutlich spürbar: Im Vergleich zu 2005 ist im Vorjahr die Zahl der
Menschen, die eine ambulante Rauchertherapie in Anspruch genommen
haben, merklich gestiegen.****

Der Grad der Abhängigkeit

"Der Wunsch, wirklich mit dem Rauchen aufzuhören, ist das
Wichtigste, um von der Nikotinsucht loszukommen. Professionelle Hilfe
ist ab einem bestimmten Grad der Abhängigkeit sehr anzuraten, um den
Weg in die Rauchfreiheit zu schaffen", erklärt Dr. Herbert Nell,
Raucherberater im WGKK-Gesundheitszentrum Wien-Mariahilf. Der Grad
der Abhängigkeit lässt sich zum Beispiel anhand des Fagerströmtests
ermitteln, den es u. a. als Download unter www.wgkk.at ("Aktuelles")
gibt. Wer bis zu vier Punkte bei diesem Test bekommt, hat gute
Chancen, auch allein vom Glimmstängel loszukommen.

Rauchertherapie in WGKK-Gesundheitszentren

Wer Unterstützung braucht, kann eine kostenlose Beratung und
Therapie in einer WGKK-Raucherambulanz in Anspruch nehmen.
Erforderlich ist die Mitnahme der e-card. Das Angebot steht
Versicherten aller Sozialversicherungsträger offen. Verpflichtend ist
eine Terminvereinbarung.

- Gesundheitszentrum Wien-Mitte, Strohgasse 28
   Dr. Waltraud Kellner, Tel.: (+43 1) 601 22-40300
 - Gesundheitszentrum Wien-Mariahilf, Mariahilfer Straße 85-87,
   Dr. Herbert Nell, Tel.: (+43 1) 601 22-40600
 - Gesundheitszentrum Wien-Süd, Wienerbergstraße 13,
   Dr. Alexandra Fassl, Tel.: (+43 1) 601 22-4238
 - Gesundheitszentrum Wien-Nord, Karl-Aschenbrenner-Gasse 3,
   Dr. Alfred Preindl, Tel.: (+43 1) 601 22-40200

Stationäre Rauchertherapie

Menschen mit schwerer Nikotinabhängigkeit und tabakassoziierten
Begleiterkrankungen ermöglicht die Wiener Gebietskrankenkasse eine
dreiwöchige stationäre Rauchertherapie im Grazer Josefhof mit
anschließender ärztlicher Nachbetreuung in Wien, um das
Rückfallsrisiko zu minimieren. Die Aufnahme in dieses Programm
erfordert eine Bewilligung des Medizinischen Dienstes.
Information und Anmeldung: Dr. Dietmar Windisch, Tel. (+43 1)
60122-2168.

Bei Anruf Rauchstopp: Das Rauchertelefon 0810 810 013

Beratung und Unterstützung finden Aufhörwillige auch beim
"Rauchertelefon", das die WGKK zusammen mit anderen Partnern seit
knapp einem Jahr unterhält: Das Rauchertelefon ist von speziell
geschulten Psychologinnen und Psychologen von Montag bis Freitag von
15.00 bis 18.00 Uhr besetzt und unter der Nummer 0810 810 013 zum
Ortstarif erreichbar. Außerhalb dieser Zeit können Rückruf- und
Terminwünsche auf Band gesprochen werden. Im Zentrum der Beratung
steht die individuelle Situation des Aufhörwilligen: Warum und in
welchen Situationen raucht er und wie kann die Sucht in Griff
bekommen werden? Auch eine längerfristige Begleitung oder die
Beratung von Angehörigen ist möglich.

Tipps zum Aufhören

Experten geben folgende Tipps, um den Weg in die Rauchfreiheit zu
erleichtern:

- Planen Sie Ihren ersten rauchfreien Tag und fixieren Sie ihn im 
   Kalender. Bereiten Sie schon an Vortag alles vor: Aschenbecher, 
   Zigarettenpackungen oder Feuerzeuge sollten am besten ganz aus 
   der Wohnung verbannt werden. 
 - Gestalten Sie den ersten rauchfreien Tag möglichst angenehm und 
   stressfrei für sich: Gönnen Sie sich zum Beispiel einen 
   Wellnesstag in einer Therme, gehen Sie spazieren oder machen Sie 
   einen Radausflug. 
 - Überlegen Sie sich Belohnungen für einen bestimmten Zeitraum 
   Enthaltsamkeit. 
 - Informieren Sie Ihre Umgebung von Ihren Absichten. Werben Sie um 
   Unterstützung, ersuchen Sie darum, dass Ihnen künftig keine 
   Zigaretten mehr angeboten werden etc. 
 - Halten Sie Karotten-, Gurken- oder Apfelstücke bereit, die Sie 
   knabbern können, wenn die Lust nach einer Zigarette groß wird. 
   Vermeiden Sie Süßigkeiten anstelle von Zigaretten! 
 - Überlegen Sie, wie Sie Ihre Ernährung modifizieren und/oder mehr 
   Bewegung in Ihren Alltag bringen können, um nicht zuzunehmen. In 
   der ersten Phase nach dem Rauchstopp braucht der Körper 200-300 
   Kalorien pro Tag weniger als vorher, die Gefahr, zuzunehmen ist 
   daher groß. (200 Kalorien sind zum Beispiel in zwei 
   Mozartkugeln, in einer Semmel mit Putenwurst, in einer halben 
   Semmel mit Salami oder in zwei großen Äpfel enthalten.)
 - Geben Sie nicht auf: Rückfälle passieren häufig, lassen Sie sich 
   nicht entmutigen! Jede Zigarette weniger ist ein Gewinn!

Rückfragehinweis:

Mag. Gabriele Pflug
   Wiener Gebietskrankenkasse
   Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: 01 60 122 - 2685
   Mobil: 0676 8770 2119
   mailto:[email protected]
   http://www.wgkk.at

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