- 25.04.2007, 12:52:47
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Pharma-Wirtschaft und Apotheken: WIR garantieren sichere Medikamente!
Pharmig weist neue Industrie-Sonderabgabe zurück
Wien (OTS) - Der Nationalrat hat vor kurzem die gesetzlichen
Bestimmungen über Produktfälschungen, unter anderem von Medikamenten,
verschärft. Aktuell wollen die Regierungsparteien den
Pharma-Unternehmen eine neue Industrie-Sonderabgabe ("Vigilanz-Cent")
zur Finanzierung der staatlichen Arzneimittel-Überwachung
vorschreiben. In den Erläuterungen zur entsprechenden Gesetzesvorlage
wird damit argumentiert, dies sei "insbesondere auch im Hinblick auf
den Internethandel und die damit zusammenhängenden Gefahren"
notwendig.
Pharmig-Generalsekretär Jan Oliver Huber stellt diesbezüglich einige
Fakten klar: "Die durch die SPÖ-Abgeordnete Oberhauser getroffene
Wortwahl 'Pharma-Paket' im Zusammenhang mit dem geplanten
'Vigilanz-Cent' ist für uns unmissverständlich: Mit Hilfe von
emotionaler Stimmungsmache soll hier ein neues
Industrie-Belastungspaket durchgedrückt werden. Erst im Jänner 2006
sind die Gebühren massiv erhöht worden - diese kommen der für
Arzneimittel-Überwachung zuständigen Agentur AGES PharmMed zugute. Es
grenzt an Absurdität und Willkür, wenn man die Pharma-Industrie jetzt
- zusätzlich zu den bestehenden hohen Gebühren und Abgaben - mittels
einer Sonderabgabe erneut zur Kasse bittet."
Bezüglich Medikamenten-Fälschungen erklärt Pharmig-Generalsekretär
Huber - völlig im Gleichklang mit der Österreichischen
Apothekerkammer und mit der ARGE Pharmazeutika (Interessenvertretung
des Pharma-Großhandels): "Die Pharma-Industrie unternimmt weltweit
bereits alle nur denkbaren Anstrengungen, um den Vertrieb
gefälschter, verfälschter oder unwirksamer Medikamente zu bekämpfen.
Verbrechensprävention und Verbrechensbekämpfung sind und bleiben aber
Kernbereiche hoheitlichen (staatlichen) Handelns. Diese müssen daher
- wie in allen anderen Wirtschaftsbereichen auch - weiterhin aus dem
allgemeinen Steuertopf finanziert werden."
Heinrich Burggasser, Präsident der Österreichischen Apothekerkammer,
meint zum Thema Arzneimittelsicherheit: "Medikamente aus den
österreichischen Apotheken sind sicher. Wer ungeprüfte Medikamente
abseits der Apotheken kauft, kann seine Gesundheit gefährden. Wir
werden daher auch in Zukunft alles dafür tun, um die Kunden über die
Gefahren eines unkontrollierten Arzneimittelkonsums aufzuklären."
Heinz Krammer, Geschäftsführer der ARGE Pharmazeutika, bringt
abschließend aktuelle Daten und Fakten: "2006 haben die Behörden in
Österreich gefälschte Medikamente im Wert von 353.000 Euro
sichergestellt, die alle nicht über den in Österreich bewährten
Vertriebsweg Originalhersteller - Großhandel - öffentliche Apotheke
bezogen wurden. Der legale Medikamenten-Markt umfasst über 3
Milliarden Euro! Hier garantieren unser Pharma-Großhandel und unser
Apothekensystem ein Höchstmaß an Sicherheit für die Konsumenten, da
Großhandel und Apotheken alle Produkte ausschließlich vom
Originalhersteller beziehen."
Rückfragehinweis:
Mag. Gerlinde Gänsdorfer Leiterin Kommunikation Pharmig - Verband der pharmazeutischen Industrie Österreichs Garnisongasse 4/1/6, A-1090 Wien Tel.: +43 (1) 40 60 290-20 E-Mail: [email protected] Web: www.pharmig.at
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