- 25.04.2007, 11:16:50
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Landau: "Mit Einigung bei 24-Stunden-Betreuung ist es nicht getan!"
Caritasdirektor fordert Gesamtkonzept und solidarische Finanzierung
Wien (OTS) - Die für heute angekündigte Einigung in Sachen
arbeitsrechtlicher Regelung der 24-Stunden-Betreuung sei fraglos ein
wichtiger Schritt. "Es ist aber nur ein Aspekt des Themas!" gibt
Caritasdirektor Michael Landau zu bedenken. "Wir brauchen ein
Gesamtkonzept, wie Pflege in Zukunft geregelt wird. Da geht es um
einheitliche Qualitäts- und Finanzierungsstandards. Da geht es aber
auch um die Entwicklung neuer Modelle, die Entlastung der Angehörigen
oder die bessere Berücksichtigung von Demenzerkrankungen."
Landau hofft, dass sich alle Beteiligten von Bund und Ländern
ihrer Verantwortung zur Finanzierung der Pflege bewusst sind. "Hier
darf es keine sozialen Schwellen geben", so der Caritasdirektor.
"Ohne eine entsprechende Finanzierung bleiben alle Pläne Stückwerk."
Vorschläge der Hilfsorganisationen lägen längst auf dem Tisch. Das
Hin und Her in den vergangenen Tagen und Wochen bestätige, dass man
ohne ein Gesamtkonzept - Stichwort Nationaler Aktionsplan - und eine
einheitliche und solidarische Finanzierung - Stichwort
Pflegelastenausgleichsfonds - nicht weiter komme.
450.000 Österreicherinnen und Österreicher sind laut Statistik
Austria pflegebedürftig, bis zum Jahr 2050 könnte sich ihre Zahl auf
rund 900.000 verdoppeln. Erneut plädiert Landau mittelfristig für die
Einrichtung eines eigenen Staatssekretariats für Pflegefragen im
Sozialministerium. "Eine klare Verantwortlichkeit innerhalb der
Regierung wäre ein wichtiges Signal, dass diese Herausforderungen
endlich angegangen werden!" so Landau.
Rückfragehinweis:
Mag.a Doris Becker
Pressesprecherin Caritas der Erzdiözese Wien
Tel.: (++43-1) 87812 - 221 od. 0664/8482618
mailto:[email protected]
http://www.caritas-wien.at
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