Präsidentin Dr. Eveline Hönigsperger: EURAG Österreich diskutiert gemeinsam mit WKO-Präsidenten Leitl Strategien für die Arbeitswelt der Zukunft

Internationale Fachkonferenz zum Thema "Productive Ageing", Wien, 23. April 2007.

Wien (OTS) - Seit dem Jahr 2002 treten zwei Millionen
Arbeitskräfte jährlich in den EU-15 in den Ruhestand und werden bloß durch eine Million Arbeitskräfte, die neu am Arbeitsmarkt beginnen, ersetzt. Laut EU-Grünbuch über die demographischen Veränderungen wird bis 2030 die Bevölkerung im erwerbsfähigen Alter um 21 Millionen abnehmen. Daher wird die Kurve der Arbeitskräfte von 20 bis 45 Jahren steil nach unten gehen, während die der 45 bis 65 jährigen Arbeitskräfte einen gewaltigen Anstieg verzeichnen wird. Das bedeutet, dass zwei im Arbeitsleben stehende Menschen im Alter von 15 bis 65 Jahren eine Person über 65, die nicht mehr aktiv am Erwerbsleben teilnimmt, erhalten müssen.

"Spätestens die Notwendigkeit, Facharbeiter aus dem Ausland für die Schwerindustrie nach Österreich zu ´importieren´, muss Unternehmern wie auch der arbeitenden Bevölkerung zu denken gegeben haben. Auch Österreich bleibt von den tiefgreifenden Veränderungen am Arbeitsmarkt der Zukunft nicht verschont", so Dr. Hönigsperger.

"Die älteren Arbeitskräfte sind von einer Problemgruppe zu einer Kerngruppe der Wirtschaft und Sozialpolitik der EU geworden, über die der Bedarf des Arbeitsmarktes an Fachkräften in der Zukunft gedeckt werden soll", führte Rob Anderson von der Europäischen Stiftung für die Verbesserung der Lebens- und Arbeitsbedingungen in Dublin aus.

Professor Juhani Ilmarinen vom Finnischen Institut für Gesundheit am Arbeitsplatz betonte die Notwendigkeit der Investition in die Gesundheit älterer Arbeitskräfte und in ihre Fortbildung. "Unternehmen, die in Skandinavien bereits Investitionen in die älteren Mitarbeiter geleistet haben, können zufrieden sein", führte Professor Juhani Ilmarinen weiter aus. "Ihre Mitarbeiter sind besser motiviert, weisen eine höhere Arbeitszufriedenheit auf, ihre Beziehung zu den Kollegen und Managern hat sich durch das `Age Management´ auf Unternehmensebene positiv entwickelt, auch der Gesundheitszustand der Mitarbeiter hat sich verbessert."

Dr. Hönigsperger unterstrich die Aussage von Wirtschaftskammer-Präsident Dr. Leitl, wonach "junge und ältere in einer Gesamtheit zu sehen sind", und forderte, dass Generationenmanagement das gesamte Arbeitsleben beginnend mit Ausbildung, Arbeit und Betreuungsaufgaben über den gesamten Lebenszyklus einbeziehen müsse.

Sie schloss sich der Meinung von Professor Ilmarinen, wonach für die neuen Strategien der Arbeitswelt auch ein neues Management benötigt wird, nicht an, forderte aber gezielte Schulungsmaßnahmen für Unternehmensverantwortliche, um die Zusammenhänge von Arbeitsmotivation, Arbeitszufriedenheit und erhöhter Produktivität durch Investition in die Mitarbeiter im Unternehmensalltag stärker zu berücksichtigen.

Die EURAG-Präsidentin hob in ihrem Statement hervor, dass die EURAG-Landessektion Österreich unter der Leitung von Frau Dkfm. Erika Folkes wieder einmal die Nase vorne hat und trotz Skepsis und Widerständen seitens der Unternehmerschaft aber auch der arbeitenden Bevölkerung eine derzeit nur im Ansatz erkennbare Entwicklung zu einem Thema macht, solange noch die Möglichkeit dazu besteht, durch entsprechende Präventivmaßnahmen negative Folgen für den österreichischen Arbeitsmarkt abzufangen.

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