Scholik sieht Grundrechte der Schulpartner bedroht

BM Schmied und LH Haider ignorieren durch Gesamtschuloffensive Schüler, Eltern und Lehrer

Wien (OTS) - =

Mit großer Verärgerung reagiert die Vorsitzende der AHS-Gewerkschaft Mag. Eva Scholik auf die gemeinsame Ankündigung von BM Dr. Claudia Schmied und LH Dr. Jörg Haider, 2008 in Kärnten großflächig Gesamtschulen installieren zu wollen.
In bisher kaum gekannter Eintracht setzen sich damit Spitzenrepräsentanten von SPÖ und BZÖ leichtfertig über gesetzliche Bestimmungen hinweg. Schulversuchsanträge sind nämlich erst dann vom Unterrichtsministerium zu prüfen und gegebenenfalls zu genehmigen, wenn zwei Drittel der Lehrer/innen und Erziehungsberechtigten der jeweiligen Schule für den Antrag votiert haben.

Da davon auszugehen ist, dass sowohl BM Schmied als auch LH Haider diese Bestimmungen bekannt sind, handelt es sich bei der heutigen Ankündigung offenbar um den Versuch, massiven Druck auf Eltern und Lehrer/innen auszuüben, um ideologische Interessen von BZÖ und SPÖ durchzusetzen.

Das Regierungsübereinkommen fordert die Evaluation der bisherigen Schulversuche und nicht die Schaffung weiterer Schulversuche. Das Regierungsprogramm verbietet aber nicht den Blick über die Grenzen. Dass sich die Gesamtschule in Deutschland als Flop erwiesen hat, ist ohnehin sattsam bekannt. Auch aktuelle Medienberichte aus der Slowakei (PRESSE vom 17.4.2007) und aus Frankreich (FAZ vom 10.2.2007) zeigen deutlich auf, dass die Gesamtschule keineswegs der Weisheit letzter Schluss ist.
BM Schmied und LH Haider kümmern sich in neu gewonnener Eintracht offenbar auch wenig um die Tatsache, dass das gelobte Gesamtschulland Finnland weit mehr Jugendarbeitslose schafft als Österreich.

Scholik verlangt von BM Schmied mit allem Nachdruck, die demokratischen Rechte von Eltern und Lehrer/innen nicht zu beschneiden und die im Regierungsprogramm festgelegte Evaluierung der bisherigen Schulversuche zügig in Angriff zu nehmen.
Es gäbe viele Ansätze, die österreichische Schule rasch positiv weiterzuentwickeln, etwa durch das Bereitstellen ausreichender Ressourcen für eine tatsächliche flächendeckende Umsetzung des Projekts "Klassenschülerhöchstzahl 25", so Scholik abschließend.

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