• 23.04.2007, 15:12:36
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Scholik sieht Grundrechte der Schulpartner bedroht

BM Schmied und LH Haider ignorieren durch Gesamtschuloffensive Schüler, Eltern und Lehrer

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Wien (OTS) - Mit großer Verärgerung reagiert die Vorsitzende der
AHS-Gewerkschaft Mag. Eva Scholik auf die gemeinsame Ankündigung von
BM Dr. Claudia Schmied und LH Dr. Jörg Haider, 2008 in Kärnten
großflächig Gesamtschulen installieren zu wollen.
In bisher kaum gekannter Eintracht setzen sich damit
Spitzenrepräsentanten von SPÖ und BZÖ leichtfertig über gesetzliche
Bestimmungen hinweg. Schulversuchsanträge sind nämlich erst dann vom
Unterrichtsministerium zu prüfen und gegebenenfalls zu genehmigen,
wenn zwei Drittel der Lehrer/innen und Erziehungsberechtigten der
jeweiligen Schule für den Antrag votiert haben.

Da davon auszugehen ist, dass sowohl BM Schmied als auch LH Haider
diese Bestimmungen bekannt sind, handelt es sich bei der heutigen
Ankündigung offenbar um den Versuch, massiven Druck auf Eltern und
Lehrer/innen auszuüben, um ideologische Interessen von BZÖ und SPÖ
durchzusetzen.

Das Regierungsübereinkommen fordert die Evaluation der bisherigen
Schulversuche und nicht die Schaffung weiterer Schulversuche. Das
Regierungsprogramm verbietet aber nicht den Blick über die Grenzen.
Dass sich die Gesamtschule in Deutschland als Flop erwiesen hat, ist
ohnehin sattsam bekannt. Auch aktuelle Medienberichte aus der
Slowakei (PRESSE vom 17.4.2007) und aus Frankreich (FAZ vom
10.2.2007) zeigen deutlich auf, dass die Gesamtschule keineswegs der
Weisheit letzter Schluss ist.
BM Schmied und LH Haider kümmern sich in neu gewonnener Eintracht
offenbar auch wenig um die Tatsache, dass das gelobte Gesamtschulland
Finnland weit mehr Jugendarbeitslose schafft als Österreich.

Scholik verlangt von BM Schmied mit allem Nachdruck, die
demokratischen Rechte von Eltern und Lehrer/innen nicht zu
beschneiden und die im Regierungsprogramm festgelegte Evaluierung der
bisherigen Schulversuche zügig in Angriff zu nehmen.
Es gäbe viele Ansätze, die österreichische Schule rasch positiv
weiterzuentwickeln, etwa durch das Bereitstellen ausreichender
Ressourcen für eine tatsächliche flächendeckende Umsetzung des
Projekts "Klassenschülerhöchstzahl 25", so Scholik abschließend.

Rückfragehinweis:
AHS-Gewerkschaft
Mag. Christiane Bartoga
Tel.: 01/405 61 48
mailto:[email protected]

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