VP-Tschirf: Sanierung der Landstraßer Markthalle mit PPP-Finanzierung

ÖVP Wien wird weiter um Erhalt dieses Marktes kämpfen

Wien (VP-Klub) - Entgegen langjähriger Zusagen der Stadt Wien soll die Landstraßer Markthalle bei Wien-Mitte aufgelassen werden und einem überdimensionierten Einkaufscenter Platz machen. Diese unpopuläre Maßnahme dürfte von langer Hand geplant gewesen sein, vermutet ÖVP Wien Klubobmann LAbg. Matthias Tschirf, da seitens der Stadt über Jahre hinweg jedwede Investitionen in den Markt verweigert wurden.

Im heutigen Montags-Pressegespräch kündigten Matthias Tschirf und der Landstraßer VP-Klubobmann Andreas Keri an, weiter für den Bestand der Markthalle kämpfen zu wollen. "Die Absicht zur Schließung dieser letzten Wiener Markthalle hat bei zahlreichen Bürgerinnen und Bürgern, aber auch bei den Standlern, zu größtem Unverständnis geführt", bekräftigt Tschirf und verweist auf über 12.000 Unterschriften, die bisher für den Erhalt der Halle gesammelt wurden. "Wien und insbesonders der Bezirk brauchen diesen Markt. Die Vorgehensweise der Stadt, gewachsene Märkte kurzerhand zuzusperren und die Nahversorgung auf die grüne Wiese am Stadtrand zu verbannen, zeugt von größtem Desinteresse der SP-Stadtregierung, den echten Bedürfnissen der Bevölkerung auch nur annähernd zu entsprechen. Dies wird auch durch die Tatsache, dass sich Wiens Bürgermeister bisher jeder Diskussion darüber verweigert hat, untermauert", stellt Tschirf kritisch fest.

PPP für Markthalle

Auch lasse die Stadt Wien in Sachen Finanzierung einer Generalsanierung das notwendige Maß an Kreativität vermissen. "Es wäre vermutlich ohne weiteres möglich, die Sanierung der Markthalle im Rahmen eines Public-Private-Partnership Modells zu realisieren. Die Finanzierung beziehungsweise die Realisierung könnte im Zusammenwirken mit einem privaten Projektpartner erfolgen, der für seine Beteiligung wiederum von Seiten der Stadt Vergütungen, sei es finanziell, materiell oder administrativ, erhält. Zudem könnten die für Ablösen von Marktstandlern vorgesehenen 9 Millionen Euro für die Sanierungsmaßnahmen verwendet werden", schlägt Tschirf vor und kündigt einen entsprechenden Antrag im Wiener Gemeinderat an.

Bürgerversammlung zur Landstraßer Markthalle

Auf Betreiben der ÖVP hat nun letzten Freitag eine Sondersitzung der Landstraßer Bezirksvertretung stattgefunden, in der sich die SPÖ gemeinsam mit der FPÖ gegen den Erhalt des Marktes ausgesprochen haben. "Für uns unverständlich ist die Zustimmung der FPÖ zur Schließung, hat sie sich doch bis zum letzten Moment vehement für den Erhalt ausgesprochen und alle dahingehenden Aktionen unterstützt. Die FPÖ ist der Bevölkerung in den Rücken gefallen, dieser Meinungsschwenk ist nicht nachvollziehbar", so die heftige Kritik des Landstraßer VP-Klubobmannes Keri an der rückradlosen Haltung der Bezirks-FPÖ.

Keri weiter: "Noch ist das letzte Wort in Sachen Landstraßer Markthalle nicht gesprochen. Jetzt müssen die Verantwortlichen der Wiener Stadtregierung und des Bezirkes der Bevölkerung Rede und Antwort stehen. Auf Antrag der ÖVP und der Grünen wurde die Abhaltung einer Bürgerversammlung beschlossen, zu der nun vom Bezirk eingeladen werden muss. Man darf gespannt sein, wie die beabsichtigte Schließung, die absolut nicht dem Willen der Bevölkerung entspricht, von Seiten der SPÖ kommentiert und begründet wird."

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