WGKK und RHÖ eröffnen den Infopoint Rheuma im Kundencenter Leopoldstadt

Neuer, kundennaher Service deckt besondere Bedürfnissen chronisch Kranker ab

Wien (OTS) - Ein neuer Service für Menschen, die an Rheuma leiden oder einfach mehr über rheumatische Erkrankungen wissen möchten, steht ab sofort im WGKK-Kundencenter Leopoldstadt (Lassallestraße) zur Verfügung: Die Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK) und die Patientenorganisation Rheuma Hilfe Österreich (RHÖ) haben gemeinsam den "Infopoint Rheuma" ins Leben gerufen:

Hilfestellungen und ein offenes Ohr für Rheuma-Kranke

Jeden dritten Donnerstag im Monat (13 bis 16 Uhr) können sich Interessierte und Betroffene im Kundencenter Leopoldstadt von einem Rheumatologen, einem Psychologen und einem Berater aus den Reihen der Selbsthilfegruppe zu Themen rund um rheumatische Erkrankungen informieren, zum Beispiel über Krankheitsursachen und -verlauf, Diagnoseverfahren, Therapieformen oder Ernährungsfragen. Das Team hat auch ein offenes Ohr, wenn sich im Zuge der Krankheit soziale oder psychologische Probleme ergeben, und bietet entsprechende Hilfestellungen an. Der Service kann kostenlos und anonym in Anspruch genommen werden, die Mitnahme der e-card ist nicht erforderlich.

Chronisch Kranke haben besondere Bedürfnisse

"Unser Gesundheitssystem ist gut, kann aber manche Bedürfnisse von Patientinnen und Patienten nicht ausreichend abdecken", so Christine Schnaubelt, Präsidentin der Rheuma Hilfe Österreich: "Rheuma bringt oft seelische und soziale Belastungen mit sich, die nicht zu unterschätzen sind. Das kann mitunter zu Depression, Vereinsamung, ja sogar zum Verlust des Arbeitsplatzes führen. Vor allem chronisch Kranke brauchen neben professioneller ärztlicher Hilfe ausführliche persönliche Gespräche. Ebenso kann der Austausch mit anderen Betroffenen entscheidend dazu beitragen, besser mit der Krankheit und den Problemen, die sich daraus im Alltag ergeben, umzugehen. Der Infopoint bietet dafür ein geeignetes Forum", erklärt Schnaubelt.

Zusammenarbeit der WGKK mit NGOs hat Tradition

Hofrat Dr. Rudolf Brenner, Generaldirektor der Wiener Gebietskrankenkasse, ist darüber erfreut, dass "mit dem Infopoint Rheuma ein weiteres, kundennahes Projekt im Sinne einer modernen Patientenkultur realisiert werden konnte". Die WGKK bindet NGOs nicht nur als beratende Gremien ein, sie setzt gemeinsam mit Patientenorganisationen auch sehr konkreten Initiativen um, etwa den Infopoint Gesunde Leber (Beratung für Hepatitis-Kranke) oder das von Stadt Wien und WGKK finanzierte Projekt "PIK" (patientenorientierte, integrierte Krankenbetreuung - Nahtstellenmanagement zwischen intra-und extramuralem Bereich, speziell beim Entlassungsmanagement aus dem Spital). "Ein funktionierendes Gesundheitssystem ist ohne NGOs wie Selbsthilfegruppen nicht denkbar, sie sind eine wichtige Säule für die Versorgungsqualität der Patienten", so Brenner. Die Sympathie für die Selbsthilfegruppen hat schließlich auch einen historischen Hintergrund: Die Organisation der Krankenkassen und das Prinzip der Selbstverwaltung beruhen auf Selbsthilfe-Aktivitäten der im Krankheitsfall existenzbedrohten Arbeiter zu Beginn des Industriezeitalters im 19. Jahrhundert.

Rheuma: Krankheit mit 100 Gesichtern

Rheuma wird oft als die "Krankheit mit den 100 Gesichtern" bezeichnet. Konkret umfasst der rheumatische Formenkreis mehr als 400 chronische, oft sehr schmerzhafte Erkrankungen, darunter chronische Polyarthritis, Morbus Bechterew oder Schuppenflechte. Rund ein Prozent der Bevölkerung leidet an Polyarthritis, demnach sind in Wien ca. 15.000 von dieser entzündlichen Gelenkserkrankung betroffen. Nach internationalen Studien liegt die Zahl der Neuerkrankungen der rheumatoiden Arthritis bei ca. 30 pro 100.000 Einwohner. Für Wien ist daher eine Zunahme von jährlich 500 Patienten anzunehmen. Insgesamt stehen in Wien nur ca. 5000 bis 7000 Patienten in Behandlung, d. h. es ist von einer großen Dunkelziffer auszugehen.

Kontakt zum Infopoint Rheuma
Nähere Informationen zum Infopoint Rheumahilfe können direkt bei der RHÖ angefragt werden:

Rheuma Hilfe Österreich
01-315 23 45
E-Mail: info@rheuma-hilfe.at
www.rheuma-hilfe.at

Broschüren zum Infopoint Rheuma
Broschüren zum Infopoint Rheuma können bei der RHÖ oder bei der WGKK bestellt werden:
Telefon: (+43 1) 60 122-2119
E-Mail: gerda.ranzinger@wgkk.sozvers.at
Online: www.wgkk.at  Service  Bestellung von Informationsmaterial

Termine 2007:
Der Infopoint Rheuma findet jeweils am 3. Donnerstag im Monat (außer August und Dezember und an Feiertagen) im medizinischen Bereich des WGKK-Kundencenters Leopoldstadt (Lassallestraße 9d, 1020 Wien) von 13.00 bis 16.00 Uhr statt.
Die nächsten Termine:
21.06.2007
19.07.2007
20.09.2007
18.10.2007
15.11.2007

Rheumaambulanzen der Wiener Gebietskrankenkasse

Achtung! Der Infopoint Rheuma kann den Gang zum Arzt nicht ersetzen! Es werden keine Untersuchungen durchgeführt! Für die erste Verdachtsabklärung empfiehlt sich der Gang zum Hausarzt. Ärztliche Hilfe für Rheumatiker für Versicherte aller Kassen bieten zum Beispiel die Rheuma-Ambulanzen der WGKK:

WGKK-Gesundheitszentrum Wien-Mitte
Dr. Johann Hitzelhammer
Ambulanzzeiten:
Mo-Do: 7.15 bis 14.30 Uhr
Fr: 7.15 bis 14.15 Uhr
Auskunft und Anmeldung:
(+43 1) 601 22-40328

WGKK-Gesundheitszentrum Wien-Mariahilf
Dr. Gerhard Teich
Ambulanzzeiten:
Mo-Do: 7.00 bis 14.30 Uhr
Fr: 7.00 bis 13.00 Uhr
Auskunft und Anmeldung:
(+43 1) 601 22-40600

WGKK-Gesundheitszentrum Wien-Süd
Dr. Ronald Kreuzeder
Ambulanzzeiten:
Mo-Do: 7.15 bis 14.30 Uhr
Fr: 7.15 bis 14.15 Uhr
Auskunft und Anmeldung:
(+43 1) 601 22-4210

Hanusch-Krankenhaus der WGKK
Ärztl. Direktor Univ.-Prof. Prim. Dr. Klaus Klaushofer Ambulanzzeiten:
Mo-Fr: 08.00 bis 14.00 Uhr
Auskunft und Anmeldung:
(+43 1) 91021-85730

Rückfragen & Kontakt:

Mag. Gabriele Pflug
Wiener Gebietskrankenkasse (WGKK)
Öffentlichkeitsarbeit
Wienerbergstraße 15-19
1100 Wien
Tel. (01) 60122-2685
Mobil: 0676-8770 2119
Fax. (01) 60122-2135
E-Mail: gabriele.pflug@wgkk.sozvers.at
www.wgkk.at

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