Erich Wolf: "Werde gegen jegliche falsche und ungerechtfertigte Anschuldigungen vorgehen"

Rechtliche Schritte aufgrund falscher Tatsachenbehauptungen wurden eingeleitet.

Wiener Neustadt (OTS) - Mag. Erich Wolf, suspendierter Airchief
des Österreichischen Bundesheeres, geht nun in die Offensive: "In den letzten Tagen häufen sich völlig ungerechtfertigte Angriffe und Anschuldigungen gegen meine Person. Es reicht: Ich habe in dieser Sache ein völlig reines Gewissen und daher meinen Anwalt bereits beauftragt, alle möglichen rechtlichen Mittel gegen die anhaltende Unterstellung strafbarer Handlungen meiner Person im Zuge der Eurofighter-Typenentscheidung einzuleiten, insbesondere gegen die falsche Behauptung einer angeblichen verwandtschaftlichen Beziehung meiner Person zum Leiter des Abwehramtes des Bundesministeriums und der damit verbundenen angeblichen Entziehung aus der bundesheerinternen Kontrolle sowie gegen die Unterstellung direkter Geldflüsse von EADS an mich selbst, die durch ein Mitglied des Untersuchungsausschusses erhoben wurden", sagte Wolf.

Zu den jüngsten, ungerechtfertigten Vorwürfen einer Geschenkannahme, indirekt durch eine Firma seiner Frau, sagt Wolf:
"Ich war in der Firma Accutronic (damals Creativ Promotion GmbH) nur bis Juli 1998 als Gesellschafter tätig, meine nominelle Funktion als Geschäftsführer erlosch im Oktober 2000, als meine Frau einen neuen, operativen Geschäftsführer bestellte. Ich selbst hatte in dieser Firma daher ab 2000 überhaupt keinen Einfluss auf die operative Geschäftsführung - diese oblag ab 2000 alleine dem neuen Geschäftsführer. Diese Fakten sind jederzeit durch einen Einblick in das Firmenbuch nachprüfbar. Der neu bestellte Geschäftsführer der Firma Accutronic informierte meine Frau im November 2002 über einen Zuschussbedarf, der notwendig war, die Salden der Firma auszugleichen bzw. Forderungen von Gläubigern sowie Mitarbeitern zu befriedigen. In dieser Situation wandte sich meine Frau an ihren Freund Erhard Steininger, der ihr mit einer Anzahlung für ein zu erstellendes Marketingkonzept aushalf. Die Anzahlung von Herrn Steininger ist ab der erfolgten Zahlung im Dezember 2002 ordnungsgemäß als Anzahlung in jeder Jahresbilanz ausgewiesen - und das bis heute. Es ist daher völlig haltlos, daraus eine Geschenkannahme konstruieren zu wollen", erklärte Wolf.

Zu den Vorwürfen rund um ein Golfturnier und das Sponsoring eines Buffets durch Herrn Steininger meinte Wolf: "Dieses Golfturnier fand viele Monate nach der Typenentscheidung statt. Zu diesem Zeitpunkt war ich mit der Eurofighter-Entscheidung innerhalb der Zentralstelle des Bundesministeriums überhaupt nicht mehr befasst, sondern bereits als Kommandant der Luftstreitkräfte tätig. Es ist eigentlich ein Treppenwitz, dass ausgerechnet ein Golfturnier, das lange nach der Typenentscheidung stattgefunden hat und bei dem Meinungsbildner auch über die Notwendigkeit des Bundesheeres, der Luftraumüberwachung sowie der besonderen Aufgaben der Luftstreitkräfte bei Asssistenz-Einsätzen, wie etwa Hochwasser- und Lawinenkatastrophen, informiert wurden, nun ernsthaft für ein Ausstiegsszenario herhalten soll - ganz abgesehen davon, dass sich das sogenannte Sponsoring von Herrn Steininger auf die Bezahlung des Buffets für rund 70 Turnierteilnehmer beschränkte. An diesem Turnier nahmen bei eben rund 70 Teilnehmern nur 2 Militärs, mich eingeschlossen, teil. Mit derselben Logik müsste übrigens jeder Sponsor, der eine öffentliche Institution oder eine Initiative der Republik unterstützt, automatisch von öffentlichen Aufträgen ausgeschlossen werden", so Wolf.

Wolf: "Ich habe mir nichts vorzuwerfen!"

Auch in der Sache bzw. der Entscheidung selbst habe er, Wolf, ein völlig reines Gewissen: "Der Eurofighter wäre auch heute Bestbieter. Dies haben ja ohnehin sowohl die Unterkommission Operation, die Bewertungskommission als auch der Rechnungshof übereinstimmend und mehrfach festgestellt. Und ich erinnere daran, dass die Bundesregierung einstimmig die Typenentscheidung getroffen hat. Ich selbst war ja nur eines von 33 (!) Mitgliedern der Bewertungskommission, die eine Empfehlung abgegeben hatte. Ich fordere alle Beteiligten auf, bei den Fakten zu bleiben und nicht zu versuchen, mich aus durchsichtigen Motiven zum Hauptentscheider der Typenentscheidung zu stilisieren". Er werde daher gerne im morgigen Untersuchungsausschuss Rede und Antwort stehen. "Es wird jedenfalls nicht gelingen, mich bzw. mein Wirken zum Grund für einen Ausstieg aus der Eurofighter-Beschaffung zu stilisieren. Ich habe mir nichts vorzuwerfen", so Wolf abschließend.

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Mag. Erich Wolf
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