ARGEV 2006 weiter auf Erfolgskurs: Umgestellte Leichtverpackungssammlung bewährt sich - 250.000 t Leicht-, Metall- und Holzverpackungen erfasst - Sammelqualität weiter verbessert - Rekordakzeptanz für bequemstes Sammelsystem der Welt

2006: Größte Umstellung der Leichtverpackungssammlung seit 1991 bewährt sich

Wien (OTS) - Die im Jahr 2004 begonnene Umstellung der herkömmlichen gemischten Leichtverpackungssammlung auf die gezielte Erfassung der - stofflich besonders gut verwertbaren -Plastikflaschen zeigte im vergangenen Jahr alle erwünschten Wirkungen.

Für rund 3 Millionen Einwohner in Wien, großen Teilen Niederösterreichs und Kärntens und in der Stadt Salzburg lautet die Sammelanleitung jetzt klipp und klar: "Alle Plastikflaschen gehören in die Gelbe Tonne (oder, je nachdem, in den Gelben Sack)."
Alle anderen Leichtverpackungen dürfen in den betroffenen Regionen im Restmüll bleiben und werden als Brennstoff genutzt. Die Kosten für die Mitsammlung werden den Kommunen von der ARGEV auf Basis entsprechender Vereinbarungen abgegolten. Im Jahr 2006 waren dies bereits über 30.000 t, heuer werden es noch einmal um rd. 10.000 t mehr sein.

Fazit nach drei Jahren umgestellter Leichtverpackungssammlung: Die Sammelmengen steigen - und gleichzeitig die Sammelqualität.

2006: Sammelmenge: +5,6 %, Erfassungsmenge: +9,7 %

2006 wurden über die Sammeleinrichtungen der ARGEV insgesamt mehr als 206.000 t Altstoffe gesammelt. Das bedeutet einen Zuwachs von 5,6 %. Die darin enthaltenen Leicht-, Metall- und Holzverpackungen haben sogar um 7,1 % auf 171.000 t zugenommen.

Allein die Leichtverpackungssammlung konnte einen Zuwachs um 7,4 % auf rd. 156.500 t verzeichnen. Die darin enthaltenen verwertbaren 132.000 t Leichtverpackungen bedeuten gar ein Plus von 9,9 %!

Berücksichtigt man die im Auftrag der ARGEV über andere Systeme mitgesammelten bzw. mit dem Restmüll miterfassten mehr als 42.000 t Verpackungen, so ergibt sich 2006 für die ARGEV eine Gesamterfassungsmenge von knapp 250.000 t, um 9,7 % mehr als im Vorjahr.

Seit 1993 wurden im Auftrag der ARGEV rund 2,3 Mio. t Altstoffe gesammelt bzw. über 2,5 Mio. t erfasst.

PET-Flaschen: Sammlung +4,8 %, stoffliche Verwertung: +7,4 %

Mit einer um 4,8 % auf 28.200 t gesteigerten Sammelmenge von PET-Getränkeflaschen, von denen 19.600 t für die stoffliche Verwertung bereitgestellt werden konnten (+7,4 %), hat die ARGEV auch 2006 wieder maßgeblich zur Erfüllung der Ziele aus der "Nachhaltigkeitsagenda der österreichischen Getränkewirtschaft" beigetragen.

ARGEV-Sammlung ist Qualitätssammlung - Fehlwurfanteil weiter reduziert

Schon im Jahr 2005 hatte die ARGEV-Leichtverpackungssammlung den Sprung zur Qualitätssammlung geschafft. Als Resultat der Systemumstellungen, weiter ausgebauter Benutzerfreundlichkeit und ergänzender Sammelschienen (Event-Service) konnte die Qualität des Sammelmaterials sprunghaft verbessert und der Anteil an "Fehlwürfen" (Nichtverpackungen, Restmüll) in der Leichtverpackungssammlung von knapp 24 % auf den "Traumwert" von "im Bundesdurchschnitt unter 20 %" reduziert werden.

Dieses sensationelle Niveau - zum Vergleich: In Deutschland liegt der Fehlwurfanteil jenseits von 40 % - konnte im Vorjahr nicht nur gehalten, sondern sogar noch um eine Spur verbessert werden: Der Fehlwurfanteil liegt im bundesweiten Durchschnitt 2006 bei 19,3 %.

KärntnerInnen 2006 mit größtem Qualitätssprung

2005 hatten die WienerInnen die "Erfolgsstory des Jahres" geschrieben: Im Jahr davor noch Schlusslicht unter allen Bundesländern in der Qualitätswertung, konnten sie in einem einzigen Jahr den Fehlwurfanteil um fast zwei Drittel reduzieren:
"Silbermedaille".

Jahrelang im harten Wettstreit mit Wien um das Schlusslicht in der Bundesländer-Qualitätswertung, schafften die KärntnerInnen 2006 das Husarenstück: Innerhalb eines Jahres reduzierten sie ihren Fehlwurfanteil von zuletzt über 23 % auf 14,0 % und setzten sich damit knapp vor Wien (2006: 14,6 %) auf den 2. Rang.

Unangefochtene "ARGEV-Sammelqualitätsmeister" waren und sind seit vielen Jahren die BurgenländerInnen (Fehlwurfanteil 2006: 13,4 %).

Benutzerfreundlichkeit der Verpackungssammlung bleibt auf Rekordniveau

2006 entsorgten bereits mehr als 1,9 Millionen österreichische Haushalte (57 %) ihre Leichtverpackungen / Plastikflaschen auf die denkbar bequemste Weise: "ab Haus".

Über 17.000 Haushalte wurden neu mit Gelben Säcken ausgestattet (+1,3 %), sodass mit Jahresende mehr als 1,355.000 Haushalte an die Sammlung mit Gelben Säcken angeschlos-sen waren. Zusätzlich standen im Jahr 2006 mehr als 267.400 Gelbe und Blaue Tonnen im Einsatz.

Verpackungssammlung für ÖsterreicherInnen selbstverständlich Zufriedenheit mit ARGEV-Sammlung erneut gestiegen

Dass die getrennte Verpackungssammlung für die ÖsterreicherInnen längst zum unverzicht-baren Bestandteil ihres täglichen Lebens geworden ist, geht einmal mehr aus den Ergebnissen der im März 2007 im ARGEV-Auftrag - nunmehr bereits zum fünfzehnten Mal! -durchgeführten repräsentativen IMAS-Umfrage hervor: Fast alle (97 %) der Befragten geben an, Verpackungen getrennt zu sammeln. 86 % der Befragten nutzen auch die Gelben Säcke oder Gelben Tonnen der ARGEV immer oder zumindest gelegentlich, 83 % sind mit der ARGEV-Leichtverpackungssammlung "sehr zufrieden" oder "zufrieden", und 75 % glauben auch nicht, dass man an dieser Sammlung noch irgendetwas ändern sollte. Sogar 89 % sind mit der Metallverpackungssammlung zufrieden, und 83 % wollen daran nichts mehr ändern.

ARGEV-Event-Service "goes international"

Das seit 2004 bundesweit für Großveranstaltungen angebotene Event-Entsorgungsservice der ARGEV entwickelt sich zum "Fixpunkt" bei den wichtigsten Events.

Die in Österreich bereits bei zahlreichen Veranstaltungen -Airpower-Flugshow, Beach Volleyball Grand Slam, Tennis Masters, Frequency Festival, Skirennen in Kitzbühel und Schladming u.v.m. -zum Einsatz gekommene ARGEV-Serviceeinrichtung wird neuerdings auch international nachgefragt: So konnten bei der heurigen Ski-WM in Aare wertvolle Erfahrungen für kommende Großereignisse - wie zum Beispiel die "EURO 2008" - gesammelt werden.

EU-weit höchste Zielvorgaben für die Verpackungssammlung erreicht

Mit dem Jahr 2006 hat das Umweltministerium die Ziele für die Verpackungssammlung der ARGEV erneut spürbar angehoben: Statt 70 % (bis 2004) bzw. 83 % (2005) müssen ab 2006 95 % der bei der ARA lizenzierten Verpackungen aus Kunststoff und Materialverbunden erfasst werden.

Mit den Erfassungsergebnissen 2006 hat die ARGEV auch diese in der EU höchsten Ziele sicher erreichen können. Wie auch alle sonstigen Erfassungs- und Verwertungsziele.

2006: Jahr der Tarifsenkungen

Das Jahr 2006 begann - zum zehnten Mal in Folge - mit spürbaren Senkungen der ARGEV-Anteile an den ARA-Lizenztarifen, die die Wirtschaft und Verbraucher gegenüber dem Vorjahr um rund 4,0 Millionen EUR entlasteten.

Gemessen an den ARGEV-Lizenztarifanteilen aus 1997 ersparten sich Wirtschaft und Verbraucher allein 2006 über 82 Mio. EUR, kumuliert in den neun Jahren sogar über 400 Mio. EUR.
Die zum Jahresbeginn 2007 vorgenommene Senkung der ARGEV-Lizenztarifanteile für verschiedene Kunststoff-, Materialverbund-, Metall- und Keramikverpackungen bringt eine weitere Entlastung um rund 0,7 Mio. EUR.

15 Jahre ARGEV-Erfolgsgeschichte

Am 1. September 2006 feierte die ARGEV-Verpackungssammlung ihr 15-jähriges Jubiläum.

Basis für die Gründung der ARGEV 1991 war die Bereitschaft der (Umwelt-) Politik, der österreichischen Getränkewirtschaft (Herstellern, Importeuren, Handel, Gastronomie) und Verpackungswirtschaft konkrete Wiederverwendungsziele (Addition aus Wiederbefüllung und Verwertung) vorzugeben, es aber ihr zu überlassen, diese Ziele kraft ihrer eigenen Problemlösungskapazität und mit wirtschaftskompatiblen Mitteln zu erreichen.

Fünfzehn-mal konnten ARGEV-Vertreter seitdem über erfolgreich verlaufene Jahre - seit 1993 im Rahmen des ARA Systems - den rasanten Auf- und Ausbau ihrer Sammelsysteme und die damit erzielten Leistungen und Ergebnisse berichten.

Heute sammelt nahezu die gesamte Bevölkerung (IMAS, März 2007: 97 %) mithilfe des "bequemsten Sammelsystems der Welt" getrennt Verpackungen - in immer neuen Rekordmengen und in immer besserer Trennqualität.

Das Erfolgsrezept: der "österreichische Weg". Von Anfang an arbeiten alle Betroffenen - Politik, Behörden, Kommunen, Wirtschaft, Wissenschaft und VerbraucherInnen - konstruktiv bei der Weiterentwicklung der verpackungsbezogenen abfallpolitischen Zielsetzungen und Regelungen zusammen.

Dementsprechend konnte z.B. ab 2000 sogar auf separate Regelungen für Getränkeverpackungen verzichtet werden. Diese sind seitdem Inhalt freiwilliger Selbstverpflichtungen der Getränkewirtschaft, seit 2005 der "Nachhaltigkeitsagenda der österreichischen Getränkewirtschaft".

Trotz der Freiwilligkeit sind die selbst gesetzten Ziele überaus ambitioniert.

So werden in Österreich mehr als 80 % aller Getränkeverpackungen wiederbefüllt oder wiederverwertet - ein Spitzenwert im internationalen Vergleich. Praktisch jede sechste PET-Flasche (57 %) wird bereits stofflich verwertet, ab heuer übrigens zu einem guten Teil im geschlossenen ("Bottle to Bottle") Kreislauf.

Nicht von ungefähr freute sich Umweltminister DI Josef Pröll bei der Präsentation der Nachhaltigkeitsagenda, dass diese "eine neue Qualität in den Verpackungskreislauf" bringe und damit "das eindimensionale Einweg-/ Mehrweg-Denken" überwunden werden könne.

Rückfragen & Kontakt:

und Fotomaterial:
Andrea Hiller, Leiterin Kommunikation, ARGEV,
Tel.: 01/521 49-2185, andrea.hiller@argev.at
Mag. Andreas Freitag, Menedetter PR, Tel.: 01/533 23 80,
freitag@menedetter-pr.at
www.argev.at/presse

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF0003