ÖAMTC-Forderungen zum Klimagipfel: Förderungen für umweltfreundliche Pkw und alternative Kraftstoffe sowie Verschrottungsprämie

Statt weiterer Belastungsmaßnahmen Autofahrer-Geld für sinnvolle Klimamaßnahmen verwenden

Wien (OTS) - Der Straßenverkehr verursacht rund 18 Prozent der CO2-Emissionen (Pkw 9,6 Prozent, Lkw und Busse: 8,2 Prozent (ohne Tanktourismus), Quelle: Pucher/TU Wien). Um eine weitere CO2-Reduktionen im Verkehr zu erreichen, setzt der ÖAMTC vor allem auf ökonomische Maßnahmen. "Es muss wirtschaftliche Anreize für den Kauf verbrauchsärmerer Fahrzeuge geben, zum Beispiel Zuschüsse beim Kauf umweltfreundlicher Pkw", sagt ÖAMTC-Generalsekretär Hans Peter Halouska. "Verschrottungsprämien sollten ein Anreiz für einen schnellen Umstieg auf umweltfreundliche Modelle sein."

Alternative Kraftstoffe können für den Club nur über eine Förderung, auch für bestehende Fahrzeugflotten, sowie die langfristige Steuerbefreiungsgarantie für Erd- und Biogas attraktiver werden. Für den ÖAMTC ist es außerdem vorstellbar, dass in Zukunft das CO2-Element in der Kfz-Steuer stärker berücksichtigt wird.

Eine gänzliche Absage erteilt der Club neuerlichen Belastungsüberlegungen wie einer weiteren Erhöhung der Mineralölsteuer. "Die Autofahrer zahlen bereits umfassend in das Bundesbudget ein. Jetzt gilt es, wie von der Regierung angekündigt, die Mittel für sinnvolle Klimamaßnahmen zu verwenden", so der ÖAMTC-Generalsekretär.

Der Club setzt bereits seit Jahren auf Bewusstseinsbildung bei den Autofahrern. Von der Spritsparfibel bis zu speziellen Eco-Trainings bietet der ÖAMTC Hilfestellung beim spritsparenden Fahren. "Nicht minder wichtig ist die Förderung der Motivation, verbrauchsärmere Fahrzeuge anzuschaffen", so Halouska. "Dabei ist allerdings auch die Autoindustrie gefordert. Sie muss mehr verbrauchsgünstige Modelle anbieten, die auch voll ausgestattet verfügbar sind. Darauf muss der Fokus der Bewerbung liegen."

ÖAMTC-Forderungen an die Kfz-Industrie

  • Forcieren moderner Technologien (schadstoffarme Diesel und Benziner, Einsatz CO2-neutraler Kraftstoffe, E-Antrieb, Hybrid- und Wasserstoff-Antriebe).
  • Weitere Reduktion des Flottenverbrauchs.

ÖAMTC-Forderungen an die Politik

  • Attraktivierung und Ausbau des Öffentlichen Verkehrs: Es müssen ausreichende Kapazitäten im Nahverkehr zur Verfügung stehen. Tarife müssen leistbar sein und einen Umstieg auch tageweise attraktiver machen.
  • Mobilitätsmanagement: Förderung der Intermodalität durch mehr Park&Ride, Bike&Ride, Förderung von Fahrgemeinschaften. Gleitende Arbeitszeiten und Teleworking forcieren.
  • Ausgewogene Förderung des Rad- und Fußgängerverkehrs.
  • Verkehrsoptimierte Raum- und Regionalplanung.

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