• 13.04.2007, 11:05:49
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GBH-UV-Aktion: Auch harte Männer haben eine empfindsame Haut!

Muchitsch: Auch Sonnenschutzprodukte sind Schutzausrüstung!

Wien (GBH/ÖGB) - Die Gewerkschaft Bau-Holz (GBH) startet gemeinsam
mit der Allgemeinen Unfallversicherungsanstalt (AUVA) eine
österreichweite UV-Schutzaktion für Bauarbeiter, die - nach dem
Projektstart in Tirol - heute in Pressekonferenzen in Salzburg und
der Steiermark vorgestellt wurde.++++

Bauarbeiter sind durch ihre dauernde Arbeit im Freien einer
beträchtlichen Gefährdung durch UV-Strahlung und Ozon ausgesetzt.
Darauf hat die GBH in den vergangenen Jahren immer wieder
hingewiesen. Gleichzeitig gab es seitens der GBH aber auch immer
wieder Aktionen, in denen die Bauarbeiter informiert und mit
Sonnencremes, Kappen, Mineralwasser uvm. ausgerüstet wurden.
Gemeinsam mit der AUVA führt die GBH heuer im Frühjahr und Sommer
österreichweit eine Sensibilisierungskampagne zum UV-Schutz von
Bauarbeitern durch.

Den Bauarbeitern wird ein Fragebogen ausgehändigt, um ihren
Informationsstand hinsichtlich der Risiken von Sonneneinstrahlung
abzutesten. Danach informiert ein/e ArbeitsmedizinerIn der AUVA über
die Auswirkungen der UV-Strahlung. Bei den Beschäftigten wird
außerdem ein Eigenschutz-Test der Haut durchgeführt. Ziel dieser
gemeinsamen Modellaktion ist es, Bewusstsein für den Schutz vor
UV-Strahlung zu bilden und aussagekräftige Daten zu erhalten. Nach
Abschluss der Kampagne wird evaluiert, inwieweit die Aktionen
erfolgreich waren und zu einem verstärkten Bewusstsein geführt haben.
Das Ergebnis wird die Basis des weiteren Vorgehens liefern.

Problematik nicht neu

Die Problematik ist nicht neu: Bauarbeiter sind bei ihrer
schweren Arbeit - neben zahlreichen anderen massiven körperlichen
Belastungen - jeder Witterung ausgesetzt. Das gilt nicht nur für
"schlechtes" Wetter: Der Sommer naht und die UV-Strahlung und
Ozonbelastung erhöht die berufsbedingten Gesundheitsrisiken für
Bauarbeiter zusätzlich.

Bauarbeiter können nicht einfach in den Schatten gehen! Sie müssen
- entgegen allen medizinischen Empfehlungen - in der prallen Sonne
weiterhin Schwerarbeit verrichten. Die Folgen sind nicht nur
Sonnenbrände, es kann auch zu schweren Erkrankungen wie Hautkrebs
kommen. Dazu kommen noch Kreislaufbelastungen durch die Hitze und
Schädigung der Augen durch UV-Strahlung. "Das haut dann
sprichwörtlich auch den härtesten Bauarbeiter um", sagt Andreas Huss,
leitender Sekretär und in der GBH für ArbeitnehmerInnenschutz
verantwortlich.

"Deshalb ist es für Bauarbeiter besonders wichtig, sich vor der
Sonne zu schützen, und zwar vor allem mit Sonnenschutzmitteln,
Kappen, T-Shirts und ausreichender Flüssigkeitszufuhr, und das
bereits ab dem Frühjahr, wenn die Haut noch besonders empfindlich
ist", empfehlen die ArbeitsmedizinerInnen der AUVA.

Verantwortung liegt auch bei ArbeitgeberInnenseite

NAbg. Josef Muchitsch, Stv. Bundesvorsitzender der GBH, ergänzt:
"Auch die ArbeitgeberInnen sind hier gefordert: Nach dem
ArbeitnehmerInnen-Schutzgesetz und der Bauarbeiterschutz-Verordnung
müssen sie jedenfalls dafür Sorge tragen, dass ihre Arbeiter
bestmöglich geschützt werden. Sonnenschutzprodukte gehören genau so
zur persönlichen Schutzausrüstung wie Sicherheitsschuhe und Helme."

"Facharbeitermangel entsteht auch dadurch, dass viele
qualifizierte Bauarbeiter aus gesundheitlichen Gründen vorzeitig aus
dem Beruf ausscheiden müssen - nicht zuletzt auch aufgrund von
Schädigungen, die durch die UV-Strahlung entstehen", ergänzt Andreas
Huss im Hinblick auf die derzeitige Diskussion um den
Facharbeitermangel.

ÖGB, 13. April 2007 Nr. 241

Rückfragehinweis:

Gewerkschaft Bau-Holz
   Presse und Öffentlichkeitsarbeit
   Mag. Sonja Schmid
   Tel. 01/40147-246
   Fax: 01/40147-314
   E-Mail: sonja.schmid@gbh.oegb.or.at
   www.bau-holz.at

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