• 13.04.2007, 11:00:00
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Österreichische Musik-Labels verstärken internationale Präsenz

Bund und Stadt Wien fördern mit AMAN Wertschöpfung im Bereich Musikproduktion

Wien (OTS) - Die im Dezember vorigen Jahres gegründete
österreichische Labelvereinigung AMAN - Austrian Music Ambassador
Network - hat ihre Arbeit aufgenommen. Das Angebot und die Leistungen
des Vereins, der sich als Botschafter Österreichs in Sachen Musik
definiert, wurden heute im Rahmen einer Pressekonferenz mit
Vizebürgermeisterin Renate Brauner vorgestellt. Ziel des Vereins ist
es, die internationale Präsenz heimischer Plattenfirmen zu verbessern
und die Kleinteiligkeit der österreichischen Musikbranche durch
Schaffung einer kritischen Masse zu überwinden. Dadurch soll es
ermöglicht werden, die Wertschöpfung im Bereich der österreichischen
Musikbranche nachhaltig zu erhöhen. AMAN verbessert durch seine
Aktivitäten die internationale Präsenz heimischer U-Musik-Releases,
indem es eine gemeinsame Plattform für die Öffentlichkeitsarbeit und
das Networking der Mitgliedslabels bietet und
Kooperationsmöglichkeiten mit Industrie- und Medienpartnern sowie
Partnerschaften mit Major-Labels ermöglicht.

Unterstützt wird der Verein dabei durch die Finanzierungs- und
Förderbank des Bundes austria wirtschaftsservice und durch die
Förderinstitutionen der Stadt Wien departure wirtschaft, kunst und
kultur GmbH sowie ZIT. Bund und Land steuerten jeweils EUR 200.000
zur Finanzierung der Initiative bei.

Musikmarkt Österreich

Der österreichische Musikmarkt konnte im Jahr 2006 einen
beachtlichen Gesamtumsatz von 216 Mio. Euro verbuchen. Der heimische
Tonträgermarkt liegt - gemessen an der absoluten Marktgröße -
weltweit an fünfzehnter Stelle, während die österreichische
Volkswirtschaft im weltweiten Vergleich (OECD) auf Platz 22 rangiert.
Mit durchschnittlich 2,7 verkauften Alben pro Einwohner gehört
Österreich sogar zu den Top 10 Musikmärkten im internationalen
Vergleich. Die gesamte österreichische Musikbranche zählt mit einer
jährlichen Wertschöpfung von mehr als 200 Mio. Euro und mit über
42.000 Beschäftigten zu den zehn größten Wirtschaftssektoren dieses
Landes. In Österreich gibt es insgesamt 729 angemeldete
Tonträgerproduktionen, also Labels, wirtschaftlich relevant sind
davon rund 150. Unter der Devise "Stärken stärken" soll die
österreichische Musikbranche durch AMAN weiter international
konkurrenzfähig bleiben und österreichische Musik auch in neuen
Märkten Fuß fassen.

Imagebildung - Netzwerke - Wertschöpfung

Vizebürgermeisterin Renate Brauner begrüßte seitens der Stadt Wien
den operativen Start des Netzwerks und hob vor allem die Bedeutung
der heimischen Musikszene für den Standort Wien hervor. "AMAN als
Botschafter österreichischer Musik jenseits von Klassik und
Etabliertem zeigt in besonderem Maße, dass die heimische Szene als
ernst zu nehmender Teil der internationalen Entwicklungen
konkurrenzfähig ist. AMAN leistet damit auch einen wertvollen
Beitrag, die Imagebildung Wiens als moderne und aufgeschlossene Stadt
mit starker Innovationskraft weiter voran zu treiben". Die Initiative
unterstreiche auch die besondere Positionierung Wiens als Bindeglied
zwischen Tradition und Moderne, so die Vizebürgermeisterin.

Auch für Peter Takacs, Geschäftsführer der Finanzierungs- und
Förderbank austria wirtschaftsservice, ist AMAN ein Leitprojekt im
Bereich der kreativen Wirtschaftszweige: "Die Vielfältigkeit der
österreichischen Labelszene ist ein wichtiges Asset für Österreichs
kulturelle und musikalische Entwicklung. Die damit einhergehende
genrespezifische Fragmentierung verhinderte bisher aber das Entstehen
einer kritischen Masse, die durch wertschöpfungswirksame Synergien
eine internationale Präsenz ermöglichen kann." Mit AMAN sei nun eine
wirkungsvolle gemeinsame Plattform geschaffen worden. Dadurch werde
es möglich, die Vielfalt der österreichischen Musikrichtungen und
Labels - von Electronic und Dance bis hin zu Alternativ und Rock -
international konkurrenzfähig zu positionieren, ohne die Kreativität
der Musiker einzuschränken.

Norbert Kettner, Geschäftsführer der departure, hebt besonders den
Begleitcharakter von AMAN für die österreichischen "Tonspuren"
hervor: "AMAN wird als Trägermedium österreichische Musik über die
Grenzen tragen", ist der Kreativwirtschaftsexperte überzeugt.
"Fruchtbare Zusammenarbeit in der Szene statt provinziellem Neid zu
propagieren - das ist für uns zukunftsweisend". Die Bündelung von
Ressourcen und Know-how zu einem harmonischen Ganzen im Sinne der
Vermarktung und Wertschöpfung sei - so Kettner - das beispielgebende
am Modellprojekt AMAN.

Für departure, ZIT und aws sei dies eine wesentliche Aufgabe der
Wirtschaftsförderung im Bereich der Kreativ- und der Musikwirtschaft:
Kritische Massen zu schaffen und Netzwerke zu ermöglichen, so Takacs
und Kettner unisono. Dabei sei gleichzeitig sicher gestellt, dass die
Plattform eine offene sei, und somit auch junge Künstler und neue
independent Labels Chancen im stark wachsenden internationalen Musik-
und Kulturmarkt erhalten. Gleichzeitig sei AMAN ein weiteres
hervorragendes Beispiel für die erfolgreiche Zusammenarbeit von Bund
und Land in der nachhaltigen Förderung von zukunftsträchtigen
Branchen und Wirtschaftszweigen.

Rückfragehinweis:
Austria Wirtschaftsservice
DI Dr. Mathias Drexler
Tel.: (01) 501 75/566
mailto:m.drexler@awsg.at

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