- 12.04.2007, 13:30:23
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Vana: Schwangerschaftsabbruch in allen öffentlichen Spitälern ermöglichen
Wiener Grüne fordern mehr Schutz für Frauen vor radikalen AbtreibungsgegnerInnen
Wien (OTS) - "Frauen sollten in jedem öffentlichen Spital in Wien
einen Schwangerschaftsabbruch machen können. Das ist nach wie vor
nicht der Fall," kritisiert Monika Vana, Stadträtin der Wiener
Grünen. "Aufgrund des Spießrutenlaufs durch radikale
AbtreibungsgegnerInnen vor privaten Instituten wäre es für Frauen,
die ungewollt schwanger sind, oft angenehmer, den Abbruch in einem
öffentlichen Spital vornehmen zu lassen. Außerdem sind die Kosten für
einen Abbruch im Krankenhaus geringer," präzisiert Vana ihre
Forderung.
Als Grund für das unzureichenden Möglichkeiten einen
Schwangerschaftsabbruch in allen öffentlichen Wiener Spitälern mit
gynäkologischer Abteilung vornehmen zu lassen nennt Vana das
mangelnde Angebot einer fachlich kompetenten Beratung vor Ort und den
mangelnden Willen der Spitäler, Schwangerschaftsabbruch als
medizinische Leistung offensiv anzubieten. Vana: "Das Recht auf
reproduktive Selbstbestimmung der Frau wird in der Wiener
Gesundheitspolitik unzureichend berücksichtigt."
Obwohl in Wien seit 1. Jänner 2003 ambulante Schwangerschaftsabbrüche
an gynäkologischen Abteilungen in öffentlichen Spitälern möglich
sind, machen 3 von 7 Spitälern keine Schwangerschaftsabbrüche oder
nur bei medizinischer Indikation. Wie eine Anfrage der Grünen ergab,
sind die Zahlen in den anderen Spitälern so gering, dass
Schwangerschaftsabbruch praktisch nicht zum medizinischen Angebot der
Krankenhäuser gehört.
Vana bekräftigt die Forderung von ihrer Parteikollegin Glawischnig
nach Abtreibung und Verhütung auf Krankenschein. "In anderen
europäischen Ländern wie Dänemark, Frankreich und Norwegen werden die
Kosten eines Schwangerschaftsabbruchs großteils von den Krankenkassen
übernommen, ebenso Verhütungsmittel. Bei uns ist
Schwangerschaftsabbruch offensichtlich immer noch ein Tabu und von
der Politik höchstens verschämt geduldet", so Vana.
Die Wiener Grünen fordern weiters eine Informations- und
Aufklärungskampagne über Verhütungsmethoden in unterschiedlichen
Zielgruppen, eine Verbesserung des Wegweiserechts für den
ungehinderten Zugang zu allen medizinischen Einrichtungen ähnlich wie
in Frankreich und die Entfernung der Regelung des
Schwangerschaftsabbruchs aus dem Strafrecht nach kanadischem Vorbild.
Rückfragehinweis:
Pressereferat Mag. Katja Svejkovsky Tel.: (++43-1) 4000 - 81814 Mobil: 0664 22 17 262 mailto:[email protected] http://wien.gruene.at
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