- 12.04.2007, 09:25:57
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PRÖLL: Wald und Tourismus sind wichtige strategische Partner
Fachtagung "Destination Wald - Touristische Aktivitäten im forstlichen Umfeld" soll Impuls für stärkere Zusammenarbeit zwischen Tourismus und Forstwirtschaft liefern
Wien (OTS) - "79 Prozent der Gäste in Österreich geben an, hier in
erster Linie wegen der schönen Landschaft Urlaub zu machen.
Österreich ist über seine Grenzen hinaus als Land für hohe Umwelt-
und Erholungsqualitäten bekannt. Der Wald ist ein wertvoller Teil
dieser Tourismuskulisse", so Landwirtschafts- und Umweltminister
Josef Pröll anlässlich der heutigen Tagung "Destination Wald -
Touristische Aktivitäten im forstlichen Umfeld", die im Rahmen des
Österreichischen Walddialogs und in Zusammenarbeit mit der
Universität für Bodenkultur, dem Bundesministerium für Wirtschaft und
Arbeit und den Land&Forst Betrieben Österreich veranstaltet wird.
Der Wald deckt die bestimmenden Faktoren ab, welche eine
Landschaft für Freizeit und Tourismus attraktiv machen: hohe
Vielfalt, Ruhe und Stille, gute Erreichbarkeit und beinahe unberührte
Landschaftsräume. "Wir wollen in den nächsten Jahren gezielt in die
Kooperation von Land- und Forstwirtschaft und dem Tourismus
investieren, da dadurch die regionale und betriebliche Wertschöpfung
erhöht wird", so der Minister weiter. Die enge Zusammenarbeit
zwischen Tourismus- und Freizeitwirtschaft und den Bewirtschaftern
des ländlichen Raums - im Besonderen mit der Forstwirtschaft - ist
für das waldreiche Österreich wichtig. Das Österreichische Programm
für die Ländliche Entwicklung 2007 - 2013 - der Grüne Pakt - enthält
diesbezüglich völlig neue Förderschwerpunkte.
Bis auf ganz wenige, gesetzlich streng geregelte Ausnahmen steht
der Wald in Österreich für jedermann offen. Damit seine
Erholungswirkung als touristisches Angebot auch optimal genutzt
werden kann, sind neue Kooperationen notwendig. So ist es zum
Beispiel wichtig, dass für BesucherInnen entsprechende Information
zur Verfügung stehen. Die Angebote müssen klar definiert sein, so
etwa im Bereich Sport wie zum Beispiel Mountainbiken oder Reiten,
aber ebenso bei der Wissensvermittlung durch Lehrpfade oder
Waldpädagogik. Nur so können Interessengegensätze und Konflikte
zwischen den verschiedenen Waldnutzungsformen vermieden werden.
"Zukünftig wollen wir verstärkt auf den Dialog zwischen
WaldbesitzerInnen und den Nutzern setzen. Für heuer planen wir auch
eine breit gefächerte Informationsoffensive, die den Touristen aber
auch den heimischen Waldbesuchern richtiges Verhalten im Wald nahe
bringen und sie für die wichtigen Aufgaben des Waldes sensibilisieren
soll. Es gilt zu vermitteln, dass im Wald Fair Play und gegenseitige
Rücksichtnahme oberstes Gebot sind", so Pröll.
Während der Tagung wird auch der neue Zertifikatslehrgang Forst &
Kultur der Forstlichen Ausbildungsstätte Ort vorgestellt, der im Juni
dieses Jahres startet. Im Zentrum steht dabei die Vermittlung von
theoretischem Fachwissen bis hin zu Tourismusprojektmanagement im
Wald. Darüber hinaus ist auch die spannende und vielfältige
Geschichte des Forstwesens und deren breit gefächertes kulturelles
Umfeld im Lehrplan enthalten.
Rückfragehinweis:
Lebensministerium
Pressestelle
Tel.: (++43-1) 71100 DW 6703, DW 6823
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