- 11.04.2007, 12:45:26
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Josef Pröll: "Molterer muss völlig freie Hand haben."
Minister Pröll zur Wahl der neuen ÖVP-Führung: " Bei Wahl des Füh-rungsteams nicht durch Bünde und Länder einpferchen."
Wien (OTS) - Im Vorfeld des ÖVP- Bundesparteitages am 21. April,
wo Ex-Bundeskanzler Wolfgang Schüssel die Partei an deren neuen Chef,
Vizekanzler Wilhelm Molte-rer übergibt, rätselt die kleinere
Regierungspartei darüber, wen Molterer in sein neues ÖVP-Präsidium
berufen wird.
Einer der Favorits für die Vize-Funktion an der Seite Molterers,
Landwirt-schafts- und Umweltminister Josef Pröll warnt in der
jüngsten Ausgabe des Nachrichtenmagazins NEWS vorsorglich sein
Partei: "Es wäre fatal, Willi Mol-terer, eingepfercht in ein
bündisches und länderstrukturelles Machtwerk, zu zwingen, diesen oder
jenen in sein engstes Führungsteam zu stellen. Er selber als
Parteichef muss da völlige Freiheit haben."
Scharfe Kritik an Bundeskanzler Alfred Gusenbauer übte Josef Pröll
zudem im Zusammenhang mit dessen jüngsten "Empfehlungen" an die ÖVP,
Pröll inner-parteilich zu stärken und die Partei "zu durchlüften."
Pröll in der am Donnerstag erscheinenden neuen Ausgabe von NEWS:
"Bemerkenswerte und überraschen-de Worte des SPÖ-Chefs, der sich
besser um seine eigene Partei kümmern soll-te, nach all den
Wortmeldungen, die da in den letzten Tagen und Wochen von dort zu
hören waren. Außerdem liegt Gusenbauer falsch, wenn er appelliert,
die Regierung möge endlich mit koalitionärem Zank aufhören und
Österreich mo-derner machen. Das hat die ÖVP seit 2000 schon getan,
lange, bevor die Sozial-demokratie drauf gekommen ist, was modern
ist."
Rückfragehinweis:
Sekretariat NEWS
Chefredaktion
Tel.: (01) 213 12 DW 1103
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