- 06.04.2007, 11:08:49
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Salzburg gemeinsam sicherer machen
Burgstaller: Salzburg besteht auf zusätzlichen Dienstposten
Salzburg (OTS) - Salzburg ist nicht unsicher. Da jedoch die
Sicherheit den Bürger/innen ein Hauptanliegen ist, was aus vielen
Untersuchungen, aber auch aus persönlichen Gesprächen hervorgeht,
muss alles darangesetzt werden, dass Salzburg noch sicherer wird. Um
dieses Ziel zu erreichen, müssen alle Verantwortlichen an einem
Strang ziehen. Das Thema eigne sich nicht für einen politischen
Wettbewerb, es sollten sich vielmehr alle einig sein. Das betonte
heute, Freitag, 6. April, Landeshauptfrau Mag Gabi Burgstaller in
einem Informationsgespräch anlässlich des von ihr einberufenen
Sicherheitsgipfels, an dem auch Bürgermeister Dr. Heinz Schaden,
Sicherheitsdirektor Hofrat Dr. Anton Stenitzer,
Landes-Polizeikommandant Generalmajor Ernst Kröll,
Polizei-Personalvertreter Franz Ellmauthaler, Bezirkshauptmann Hofrat
Mag. Reinhold Mayer, Polizeidirektor Hofrat Dr. Gottfried Mayr,
Landesamtsdirektor Hofrat Dr. Heinrich Christian Marckhgott und die
Sicherheitssprecher der Landtagsfraktionen von SPÖ, ÖVP und FPÖ, Arno
Kosmata, Wolfgang Saliger und Lukas Essl (Die Grünen haben sich
entschuldigt) teilgenommen haben.
Landeshauptfrau Mag. Burgstaller betonte eingangs, dass sich die
Personalsituation seit dem letzten Gipfel vor einem Jahr nicht
wesentlich verbessert habe. Bei der Personalzuteilung werde die
besondere Situation Salzburgs, vor allem seiner internationalen
Position nicht entsprechend berücksichtigt. Salzburg beharre deshalb
darauf, zusätzliches Personal zu erhalten, um die Situation zu
verbessern. Ein Gespräch mit Innenminister Günther Platter habe es
bereits gegeben, in dem Salzburg erneut 170 zusätzliche Polizisten
gefordert habe. Auch ein diesbezüglicher Landtagsbeschluss Ende März
wurde dem Innenministerium bereits übermittelt.
Landespolizeikommandant Generalmajor Ernst Kröll wies darauf hin,
dass Salzburg nach wie vor ein sicheres Land sei. Wenn in den
nächsten Jahren 100 bis 170 Dienstposten dazu kommen, könne der
Sicherheitsstandard noch verbessert werden. Die Bevölkerung lud er
ein, mit der Polizei noch enger zusammenzuarbeiten. Die
Polizeibeamten ihrerseits werden noch aktiver auf die Bevölkerung
zugehen, um das subjektive Sicherheitsgefühl zu verbessern. Die
Reform habe in der Umstellungsphase Probleme gebracht. Die Polizei
habe entgegen anderer Meldungen aber nach wie vor Spezialisten, auch
in der Stadt. Vor allem in der Stadt habe sich der Aufgabenbereich
der Polizisten erhöht. Mittlerweile werde aber auch der Stadt das
gesamte Polizei-Leistungsspektrum angeboten, sagte Generalmajor
Kröll. Die zusätzlichen Posten seien notwendig, um präventiv, u. a.
mit zusätzlichen Streifen, arbeiten zu können. Natürlich werde durch
zusätzliches Personal auch die Aufklärungsquote besser werden.
Diesbezüglich sagt Kröll, dass bei Städte-Vergleichen die
verschiedenen, spezifischen Situationen berücksichtigt werden. Zum
Beispiel sei Linz personell viel besser ausgestattet als Salzburg.
Von den durch Verlagerung der Schengengrenzen frei werdenden
Polizeikräften solle Salzburg 200 Dienstposten erhalten.
Aus den beim Sicherheitsgipfel von LAbg. Arno Kosmata vorgelegten
jüngsten Statistiken geht hervor, dass in Salzburg von 1997 bis 2006
die Zahl der strafbaren Handlungen von 32.332 auf 35.880 gestiegen
ist, wobei jedoch in den vergangenen zwei Jahren ein Rückgang zu
verzeichnen war. Die Aufklärungsquote ist im gleichen Zeitraum von
50,2 auf 34,6 Prozent gesunken. Österreichweit haben sich im gleichen
Zeitraum die strafbaren Handlungen von 481.549 auf 589.495 erhöht,
die Aufklärungsquote ist von 50,2 Prozent auf 38,9 Prozent
zurückgegangen. Gleichzeitig sind österreichweit die Planstellen von
34.469 auf 30.018 gesunken. In Salzburg betrug der Rückgang seit 2001
rund 100 Planstellen. Nach Bezirken ist der Flachgau mit einer
Aufklärungsquote von 43,4 Prozent an der Spitze. Dahinter folgen der
Tennengau (41,7 Prozent), der Pongau (39,4 Prozent), der Lungau (34,5
Prozent), der Pinzgau (32,2 Prozent) und die Stadt Salzburg (30
Prozent).
Bei der Zahl der strafbaren Handlungen insgesamt liegt Salzburg an
viertletzter Stelle, nur vor Kärnten, Vorarlberg und dem Burgenland.
Bei den Delikten pro 100.000 Einwohner rangiert Salzburg mit 6.827
jedoch nur hinter Wien (13.853) und Tirol (7.223). Bei den "Delikten
gegen Leib und Leben" nimmt Salzburg mit 1.050 pro 100.000 Einwohner
den viertletzten Platz ein, bei den Vermögensdelikten jedoch wird
Salzburg mit 4.984 pro 100.000 Einwohner nur von Wien (10.844)
übertroffen.
Rückfragehinweis:
Landespressebüro Salzburg
Dr. Roland Floimair
Tel.: (0662) 80 42 / 23 65
mailto:[email protected]
http://www.salzburg.gv.at
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