• 06.04.2007, 09:25:44
  • /
  • OTS0034 OTW0034

Weltgesundheitstag 2007: Rotes Kreuz im Kampf gegen HIV in Europa

Rotkreuz-Generalsekretär ruft zu mehr Engagement auf

Wien (Rotes Kreuz) - Jeder kennt die vier grundlegenden Freiheiten
der Europäischen Union: der freie Verkehr von Gütern, Personen,
Dienstleistungen und Kapital. Mit dem Wegfall der Grenzen wurde eine
fünfte Freiheit geschaffen: die freie Bewegung von Mikroben.

"In einer EU, in der tagtäglich Millionen von Menschen, Tieren und
Lebensmitteln die Grenzen überqueren, müssen die nationalen
Rotkreuz-Gesellschaften verstärkt zusammenarbeiten, um auf den
Ausbruch von Krankheiten wirksam reagieren zu können. Denn das Risiko
einer Ausbreitung ansteckender Krankheiten wie der Tuberkulose, HIV
oder Influenza steigt", erklärt Wolfgang Kopetzky, Generalsekretär
des Österreichischen Roten Kreuzes, gleichzeitig Präsident des
Europäischen Rotkreuz-Büros in Brüssel anlässlich des bevorstehenden
Weltgesundheitstags am 7. April.

Nach wie vor wird der Bedrohung durch HIV in Europa seitens des Roten
Kreuzes eine sehr große Bedeutung zugemessen, denn der Trend an immer
mehr Neuinfektionen konnte noch nicht gestoppt werden.

"In den letzten Jahren hat man HIV/Aids und dem Schutz davor immer
weniger Aufmerksamkeit gewidmet. Viele junge Menschen wissen gar
nicht genau, wie sie sich vor dem Virus schützen können. Diesen
Mangel an Wissen gilt es zu bekämpfen", fordert der
Rotkreuz-Generalsekretär.

Das Österreichische Jugendrotkreuz hat hier schon vor Jahren
Maßnahmen gesetzt, in Form von so genannten Peergroups. Dennoch sieht
auch das Jugendrotkreuz einen verstärkten Handlungsbedarf, wie z.B.
einer massiven Verankerung des Themas in den entsprechenden
Unterrichtsfächern der Schulen.

"Am Ziel sind wir noch lange nicht, denn ich sehe HIV als eine sehr
große gesundheitliche Bürde an und wir müssen dieses Problem wieder
stärker in den Mittelpunkt der Gesundheitsfürsorge rücken. Aus
Rotkreuz-Sicht muss hier noch viel getan werden. Ich hoffe, dass uns
europaweit ein neuer Antrieb gelingt, denn es gibt neue Mitglieder
wie die baltischen Staaten, in denen das Infektionslevel extrem hoch
ist. In Estland und Lettland muss die Situation sogar als Notfall
betrachtet werden - hier gibt es rund 6000 HIV-Infizierte", so
Wolfgang Kopetzky.

In Russland und in der Ukraine werden mittlerweile 240 Personen pro
100.000 Einwohner jedes Jahr neu mit HIV diagnostiziert. In Portugal
sind die Raten ähnlich hoch.

Rückfragehinweis:

ÖRK-Pressestelle
   Mag. Bernhard Jany
   Tel: 01/58 900-151
   Mobil: 0664/264 76 02
   mailto:[email protected]
   www.roteskreuz.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | ORK

Bei Facebook teilen.
Bei X teilen.
Bei LinkedIn teilen.
Bei Xing teilen.
Bei Bluesky teilen

Stichworte

Channel