- 05.04.2007, 10:12:05
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HOSI Wien grundsätzlich erfreut über neue Signale aus der ÖVP zu gleichgeschlechtlichen PartnerInnenschaften
Wien (OTS) - Die positiven Äußerungen von ÖVP-Generalsekretär
Hannes Missethon in der ZIB1 am Mittwoch, von Minister Josef Pröll in
der jüngsten Ausgabe des "Falters" sowie von Ministerin Andrea
Kdolsky in einer Radio-Diskussion letzte Woche sind für Ute Stutzig,
Obfrau der Homosexuellen Initiative (HOSI) Wien, deutliche Signale,
dass die ÖVP ernsthaft an einer Verbesserung der rechtlichen
Situation für lesbische und schwule Paare interessiert ist: "Wir
begrüßen die Bereitschaft der Volkspartei, sich mit einem für sie
schwierigen Thema auseinander zu setzen. Es ist schön zu sehen, dass
auch offen über die Einführung einer Eingetragenen PartnerInnenschaft
nachgedacht wird. Wir hoffen sehr, dass der laufende
Diskussionsprozess, der ja auch in den parteiinternen
Perspektivengruppen geführt wird, im Herbst in eine konkrete, für
alle Seiten zufriedenstellende Lösung münden wird."
Gretchenfrage Standesamt
"Auf entschiedene Ablehnung stößt für uns jedoch die
Notariatslösung. Wir wollen hier keinen Justamentstandpunkt
einnehmen, aber es muss der ÖVP klar sein, dass der Ausschluss von
einer Eintragung am Standesamt von Lesben und Schwulen als äußerst
diskriminierend, ja sogar als Provokation empfunden wird. Wir leben
wie Heterosexuelle in diesem Land, zahlen wie sie Steuern, leisten
wie sie unseren Beitrag in der Gesellschaft. Auch wir übernehmen
Verantwortung für unsere PartnerInnen. Daher fordern wir, dass unsere
PartnerInnenschaften auch vor dem Gesetz gleichberechtigt sind, die
gleichen Rechte und Pflichten umfassen und auch vor den gleichen
StandesbeamtInnen geschlossen werden", ergänzt HOSI-Wien-Obmann
Christian Högl.
Dialog geht weiter
"Wir werden auch in den nächsten Wochen und Monaten unsere
Gespräche mit SpitzenvertreterInnen der beiden Regierungsparteien
fortsetzen und weiter Überzeugungsarbeit leisten. Eine halbherzige,
unvollständige oder gar diskriminierende Lösung muss verhindert
werden. Aber wir sind zuversichtlich, dass sich letztlich die
Vernunft durchsetzen wird und wir einen zeitgemäßen,
menschenrechtskonformen und den europäischen Standards entsprechenden
Kompromiss finden werden", so Högl abschließend.
Rückfragehinweis:
Ute Stutzig, Obfrau: Tel. 0650-9080188 Christian Högl, Obmann: Tel. 0699-11811038 Kurt Krickler, Generalsekretär: Tel. (01) 5451310 oder 0664-5767466 mailto:[email protected] , www.hosiwien.at ZVR-Nr.: 524 534 408
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