Neue KÄRNTNER TAGESZEITUNG zu "Jeder Arbeitslose ist einer zu viel" (von Michaela Geistler-Quendler)

Ausgabe, 3.4.2007

Klagenfurt (OTS) - Jede(r) Arbeitslose mehr ist ein Grund zur Beunruhigung, jeder Mensch mit einem Arbeitsplatz, der diesen Namen verdient, zumindest ein Schritt in die richtige Richtung. Für das Schicksal jedes Einzelnen spielt es zunächst keine Rolle, ob die Konjunktur der Motor für diese positive persön-"liche Entwicklung war.

Strukturell gesehen kann es nicht die Aufgabe der Politik sein, sich für das, was ihr Job ist, selbst zu bejubeln egal, wer gerade in der Regierung sitzt. Der positive Rückenwind ist ein Auftrag, den Wachstumsschwung als Impuls für eine echte Trendumkehr auf dem Arbeitsmarkt zu nutzen. Das heißt in erster Linie, die Jugendarbeitslosigkeit weiter zu senken und dem Lehrstellen-beziehungsweise Facharbeiterproblem beizukommen - in einem innovativen, gemeinsamen Kraftakt, zu dem Sozialpartner im Rahmen der Großen Koalition in der Lage sein müssten.

Die leicht durchschaubare Attitüde, in Erwartung einer ob der konjunkturellen Lage - "dramatisch sinkenden Arbeitslosigkeit" quasi auch gleich die frei werdenden AMS-Mittel zu verplanen, taugt nur zur Augenauswischerei. Jetzt gilt es nicht, Löcher zu stopfen, sondern in die Jugend zu investieren - in Bildungsreformen, Weiterbildung, Umschulungen, Arbeitsstiftungen, moderne Methoden, Crashkurse etc. Denn fast 297.000 Arbeitssuchende sind immer noch 297.000 zu viel.

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