• 29.03.2007, 09:30:00
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Auskunft bei Krankenkassen: Gut beraten

"Konsument"-Test: Sieben Krankenkassen sind "sehr gut". Aber: Schwächen bei vielen Homepages.

Wien (OTS) - Das Testmagazin "Konsument" geht in seiner aktuellen
Ausgabe der Frage nach, wie gut das Informationsangebot heimischer
Krankenkassen ist. Dazu hat die Zeitschrift Telefon- und
E-Mail-Auskünfte sowie die Homepages von 13 österreichischen
Versicherungsträgern unter die Lupe genommen. Fazit: Die von den
Krankenkassen erteilten Auskünfte sind für den Versicherten nicht
immer brauchbar, zum Teil wird nur der für Laien häufig nicht
verständliche Gesetzestext zitiert. Die meisten Homepages zeigen
Schwächen.

Jede Versicherung wurde mit drei Fragestellungen konfrontiert.
Themen waren die Mitversicherung bei einem Lebensgefährten, freie
Wahl und Kostenrückerstattung einer Psychotherapie sowie die
Gültigkeit der e-card im Ausland. Beim E-Mail-Test beschränkten sich
die Tester auf letztere Frage. Um den Informationsgehalt der
Homepages zu überprüfen, versuchten fünf Testpersonen die drei
Antworten auf die Telefonfragen mithilfe der über die Webseite
beziehbaren Informationen zu finden.

Beim zentralen Testkriterium, der Telefonauskunft, gab es
insgesamt kaum Anlass zur Kritik. Die Antworten auf die
E-Mail-Anfrage fielen dagegen zum Teil sehr dünn aus. Wenig
befriedigend war der Informationsgehalt der meisten Homepages, bei
keiner einzigen Webseite war die Aktualität des Inhalts klar
ersichtlich.

Testsieger ist die Vorarlberger Gebietskrankenkasse (VGKK). Die
zuständigen Sachbearbeiter wurden in allen Fällen beim ersten Anruf
erreicht. Sämtliche Fragen wurden kompetent beantwortet, lediglich in
einem Punkt war die Antwort nicht ganz vollständig. Die Beantwortung
der E-Mail-Anfrage erfolgte rasch und korrekt, und auch die Homepage
wurde von den Testern als sehr übersichtlich und informativ
beurteilt. Auf Platz zwei und drei landen die
Sozialversicherungsanstalt der Bauern und die Salzburger
Gebietskrankenkasse. Insgesamt schneiden sieben Krankenkassen mit
"sehr gut" ab, zwei erreichen eine "gute" Beurteilung.

Wenig befriedigend ist das Service der Oberösterreichischen
Gebietskrankenkasse (OÖGKK), der Versicherungsanstalt öffentlich
Bediensteter (BVA), der Steiermärkischen Gebietskrankenkasse (STGKK)
und der Niederösterreichischen Gebietskrankenkasse (NÖGKK): Bei
OÖGKK, BVA und NÖGKK wurde die Frage nach der Mitversicherung falsch
beantwortet, bei der STGKK war eine zuständige Auskunftsperson
mehrmals nicht erreichbar und der Anrufbeantworter bereits voll. Und
bei der NÖGKK erhielten die Tester innerhalb von vier Arbeitstagen
keine E-Mail-Antwort. Alle vier müssen sich mit einer
"durchschnittlichen" Bewertung zufrieden geben.

"Konsument"-Gesundheitsexpertin Angela Tichy rät: "Vor allem bei
Anfragen zur Kostenübernahme sollte man sich mehrfach absichern.
Falls Unklarheiten zur Kostenübernahme bestehen, erkundigt man sich
am besten vor dem Behandlungstermin beim Arzt oder Therapeuten." Bei
Homepage-Artikeln oder Broschüren der Krankenkasse sollten
Versicherte zudem auf deren Aktualität achten. Bei älteren
beziehungsweise undatierten Beiträgen sicherheitshalber nachfragen.

Wie die Krankenkassen im Detail abschneiden, erfahren Leser in der
April-Ausgabe der Zeitschrift "Konsument" und im Online-Portal auf
www.konsument.at.

Rückfragehinweis:

Verein für Konsumenteninformation/
   Testmagazin "Konsument"
   Mag. Sabine Burghart
   Öffentlichkeitsarbeit
   Tel.: 01/588 77 - 256
   Email: [email protected]

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