- 28.03.2007, 13:09:27
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Schweine-Aktion von ANIMAL SPIRIT im BMGFJ
Stargäste: 2 Ferkel "Ludwig und Luise" aus Biohaltung

Wien (OTS) - Die Tierschutz-Organisation ANIMAL SPIRIT hat knapp
10.000 Unterschriften für die Verbesserung der Schweinehaltung in
Österreich und ein Verbot tierquälerischer Eingriffe im
österreichischen Tierschutzgesetz gesammelt. Seit August letzten
Jahres haben wir uns um einen Übergabetermin, zuerst bei Maria
Rauch-Kallat, seit Jänner 2007 bei der neuen "Tierschutz-Ministerin"
Andrea Kdolsky, bemüht - leider ohne Erfolg. Heute vormittag sind wir
dann ohne Termin ins Gesundheits-Ministerium gegangen und haben im
Foyer kurzfristig eine Biohaltung mit den 2 Ferkeln "Ludwig und
Luise" installiert.
Unsere Unterschriften-Petition heißt "Ein Herz für Simone". Simone
ist ein vom Schlachthof freigekauftes Hausschwein auf unserem
Gnadenhof am Hendlberg in Laaben, NÖ. Sie ist ein Symbol für
sogenannte "Industrieschweine", Zuchtsauen, Mastschweine oder
Spanferkel, die ihr Leben in Einsamkeit fristen und praktisch
permanent so gehalten werden, dass sie nur minimalsten
Bewegungsfreiraum haben. Aufstehen und Niederlegen ist zumeist alles,
was ihnen in ihren Folterkäfigen gewährt wird. 98% der Zuchtsauen
werden rund um die Geburtsphase in Abferkelkäfige gesperrt, 3/4
müssen auch während der Trächtigkeit permanent im Kastenstand, der
"eisernen Jungfrau", leben.
Mastschweine werden in finsteren Vollspalten-Betonbuchten auf
engstem Raum zusammengepfercht, in der 1. Lebenswoche werden ihnen
Zähne abgeschliffen, Schwänze kupiert und männliche Ferkel kastriert
- alles ohne Narkose! Mehr als 85% von ihnen leben auf
Vollspaltenböden und fast alle müssen ohne Stroheinstreu ihr
trauriges Dasein fristen. Und gerade mal ein halbes Prozent aller
österreichischen Schweine kommt aus Bio-Betrieben - den Konsumenten
wird aber von Fleischindustrie, Supermärkten und Politik immer noch
das Gegenteil vorgegaukelt!
ANIMAL SPIRIT und die knapp 10.000 UnterzeichnerInnen der Petition
"Ein Herz für Simone" forderten heute von der zuständigen Ministerin,
Dr. Andrea Kdolsky, eine Novellierung des österreichischen
Tierschutzgesetzes in Richtung Verbot von Einzelhaltung, Kastenstand
und Vollspaltenböden sowie von schmerzhaften Eingriffen (z.B.
Kastration) ohne Narkose bei Zucht- und Mastschweinen.
Da die Ministerin auch heute keine Zeit für unsere Anliegen und
somit für das Leiden von jährlich über 5 Millionen
"Schlacht"-Schweinen hatte, haben 13 AktivistInnen von ANIMAL SPIRIT
ab 10 Uhr im Foyer des Gesundheitsministeriums in Wien kurzfristig
ein artgerechtes Schweinegehege aufgebaut. Darin durften sich unsere
beiden Bio-Ferkel "Ludwig und Luise" vergnügen, dazu waren noch als
Schweine maskierte Aktivisten, Transparente ("Schweinefabriken
zusperren"!), Plakate ("Frau Ministerin Kdolsky, wir warten auf Sie")
und das Paket mit den 10.000 Unterschriften dabei. Dieses haben wir
dann um 11 Uhr - in Vertretung der Ministerin - der
Tierschutz-Referentin Dr. Damoser überreicht. Diese sagte uns zu, die
Unterschriften der Frau Tierschutz-Ministerin Kdolsky zu überreichen,
mit dem Ersuchen um ein ernsthaftes Gespräch zur Verbesserung der
Schweinehaltung in Österreich.
Bild(er) zu dieser Meldung finden Sie im AOM/Original Bild Service,
sowie im APA-OTS Bildarchiv unter http://bild.ots.at
Rückfragehinweis:
Dr. Franz-Joseph Plank, Tel.: (+43) 0676/7082434
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