- 27.03.2007, 11:20:56
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Boehringer Ingelheim wächst wieder schneller als der Markt SPIRIVA(R), MICARDIS(R) und ALNA(R) die größten Produkte
Ingelheim (OTS) - Boehringer Ingelheim hat auch 2006 seinen
erfolgreichen Kurs fortgesetzt und ist, zum siebten Mal in Folge,
stärker gewachsen als der Pharmamarkt. Wie das Unternehmen auf seiner
Jahrespressekonferenz in Ingelheim mitteilte, stiegen die
Umsatzerlöse um 11% auf 10,6 Milliarden Euro (2005: 9,5 Milliarden
Euro). Ohne Währungskurseinfluss betrug das Wachstum 12%. Das
Betriebsergebnis, vergleichbar dem EBIT, verbesserte sich ebenfalls
um 11% auf gut 2,1 Milliarden Euro (2005: 1,9 Milliarden Euro). Die
Zahl der Mitarbeiter erhöhte sich weltweit um etwa 1.000 auf gut
38.400 (plus 3%). Für 2007 rechnet Boehringer Ingelheim mit einem
Erlös-Wachstum leicht über Marktniveau im hohen einstelligen Bereich.
Dr. Alessandro Banchi, Sprecher der Unternehmensleitung von
Boehringer Ingelheim und verantwortlich für den Unternehmensbereich
Pharmamarketing und -vertrieb, sagte, das Unternehmen habe 2006
"einmal mehr ein gutes Jahr" gehabt. Trotz des generischen
Wettbewerbs bei MOBIC(R), Boehringer Ingelheims umsatzstarkem
Antirheumatikum, in den USA sowie bei MOBIC(R) und ALNA(R)/PRADIF(R)
in Europa wuchs das Unternehmen wieder über dem Pharmamarkt, der nach
Berechnungen des Gesundheitsinformationsdienstes IMS um 6% zulegte.
Boehringer Ingelheim nimmt mit einem Marktanteil von nun knapp 2%
unter den internationalen Pharmafirmen den 15. Platz ein.
Die positive Erlösentwicklung spiegelte sich auch in den
Ergebnissen des Unternehmens wider. So lag die operative Rendite
(Verhältnis von Betriebsergebnis zu Erlösen) auf dem sehr guten
Vorjahrsniveau von 20,2%. Das Ergebnis nach Steuern betrug gut 1,7
Milliarden Euro, was einem Anstieg zum Vorjahr von 14% entspricht.
Wie Prof. Dr. Marbod Muff, verantwortlich für die
Unternehmensbereiche Finanzen und Personal, erläuterte, zeige das
Ergebnis aber nur einen Teil der Gesamtsteuerbelastung, da die
Position Steuern nicht die in Deutschland zu zahlende Einkommensteuer
der Gesellschafter enthalte, die bilanztechnisch als
"Kapitalentnahme" ausgewiesen werden müsse.
" Stolz darauf, dass unsere Medikamente den Patienten helfen"
Wachstumstreiber 2006 waren einmal mehr die
verschreibungspflichtigen Markenmedikamente des Unternehmens. Neben
dem Spitzenpräparat SPIRIVA(R) (Tiotropiumbromid), dem weltweit
führenden Medikament zur Behandlung der chronisch-obstruktiven
Atemwegserkrankung (COPD), das 2006 um 45% auf knapp 1,4 Milliarden
Euro zulegte, konnten auch MICARDIS(R) (Telmisartan), ein
Angiotensin-II-Rezeptorblocker zur Behandlung des essenziellen
Bluthochdrucks mit einem Wachstum von 34% auf 967 Millionen Euro und
ALNA(R)/FLOMAX(R)/PRADIF(R) (Tamsulosin) - zur Behandlung der
gutartigen Prostatavergrößerung- das um 28% auf 922 Millionen Euro
wuchs, kräftige Umsatzsteigerungen verzeichnen. Alle drei Präparate
sind so genannte Blockbuster, also Medikamente mit einem Jahresumsatz
von über einer Milliarde US-Dollar. Boehringer Ingelheim sieht in
der guten Entwicklung seiner Präparate einen Beleg für die
Zielsetzung des Unternehmens, Patienten innovative Medikamente zur
Verfügung zu stellen. "Wir sind sehr stolz darauf, dass unsere
Medikamente von den Patienten angenommen werden und ihnen helfen,
ihre Krankheiten effektiv zu behandeln und ein besseres Leben zu
führen", sagte Dr. Banchi. Die gute Akzeptanz der Boehringer
Ingelheim Präparate bei Ärzten und Patienten sei die Grundlage für
den Unternehmenserfolg.
"In einer guten Position"
Boehringer Ingelheim ist ein forschendes Pharmaunternehmen mit dem
Schwerpunkt auf verschreibungspflichtigen Medikamenten, die knapp 80%
zu den Gesamterlösen beitragen. Hier stiegen die Erlöse 2006 um knapp
15% (währungskursbereinigt fast 16%) auf 8,3 Milliarden Euro. Das
Selbstmedikationsgeschäft legte um 1% auf knapp 1,1 Milliarden Euro
zu. Ohne Währungskurseinflüsse hätte das Wachstum knapp 3% betragen.
Das Tiergesundheitsgeschäft stieg um etwa 4% auf 374 Millionen Euro.
Hier spielten neben den Währungskurseffekten vor allem Akquisitionen
und Desinvestitionen eine Rolle. Ohne Sondereffekte wäre das
Tiergesundheitsgeschäft um 8% gestiegen.
Das Industriekundengeschäft (Biopharmazeutika, Pharma-Produktion
und Pharma-Chemikalien) ging um 5% auf 809 Millionen Euro zurück
(ohne Kurseinflüsse minus 4%), was im Wesentlichen an Sondereffekten
im Segment Biopharmazeutika lag, das 2005 ausgesprochen stark
gewachsen und daher 2006, trotz guter Auftragslage, rückläufig war.
Einmal mehr war im vergangenen Jahr der amerikanische Kontinent
die umsatzstärkste Region des Unternehmens. Hier wurden 5,4
Milliarden Euro erlöst (2005: 4,6 Milliarden Euro) - das sind über
50% der globalen Umsätze- wobei die USA mit einem starken Wachstum
von fast 20% 4,5 Milliarden Euro beitrug. Europa wuchs um knapp 6%
auf 3,3 Milliarden Euro. Das Deutschlandgeschäft stagnierte bei gut
820 Millionen Euro, bedingt durch den generischen Wettbewerb bei
ALNA(R) sowie pharma-politische Einflüsse. Auch das Geschäft in der
Region Asien, Australien, Afrika (AAA) blieb praktisch auf
Vorjahresniveau, was primär durch Wechselkurseffekte bedingt war. Auf
konstanter Währungsbasis dagegen ist das umsatzstärkste Land in
dieser Region, Japan, bei den verschreibungspflichtigen Medikamenten
um 15% gewachsen. Boehringer Ingelheim Japan war damit 2006 in diesem
Geschäftssegment nun schon im zweiten Jahr in Folge das
internationale Unternehmen mit den größten Zuwachsraten.
Professor Muff zeichnete ein sehr positives Bild von der
Verfassung, in der sich Boehringer Ingelheim befindet. "Wir fühlen
uns sowohl im Hinblick auf die Sicherung unserer Unabhängigkeit als
auch im Hinblick auf die Finanzierbarkeit externen Produktnachschubs
zur Ergänzung unserer eigenen Entwicklungen in einer guten Position",
sagte Prof. Muff. Er verwies auf die gute Liquidität von knapp 4
Milliarden Euro sowie auf den um 12% auf 2,3 Milliarden Euro
gestiegenen Cashflow. Die Investitionen in Sachanlagen betrugen knapp
600 Millionen Euro und lagen damit ebenfalls um 12% über Vorjahr.
Die Mitarbeiter - die wichtigste Voraussetzung für zukünftige Erfolge
Dr. Banchi und Prof. Muff hoben den besonderen Stellenwert hervor,
den das Unternehmen seinen Mitarbeitern zumesse. Sie seien nicht nur
die Quelle des Erfolges, sondern auch die wichtigste Voraussetzung
für die zukünftige Unternehmensentwicklung. Es erfülle Boehringer
Ingelheim mit Freude, dass man in unabhängigen Umfragen in vielen
Ländern Spitzenpositionen bei der Mitarbeiterzufriedenheit belege.
Das Unternehmen habe in den letzten zehn Jahren im Durchschnitt 5%
neue Mitarbeiter pro Jahr eingestellt. Alleine seit 2002 stieg die
Mitarbeiterzahl weltweit um 6.600, oder 21%.
Für die Zukunft zeichnete Dr. Banchi ein positives Bild. Die
Produktpipeline habe sich weiter verbessert und beinhalte eine Reihe
Erfolg versprechender Kandidaten in allen Therapiegebieten aus der
eigenen Forschung, inklusive der Onkologie. Man bemühe sich auch um
aussichtsreiche Kooperationen oder Lizenzvereinbarungen mit anderen
Unternehmen. 2006 wurden in Forschung, Entwicklung und Medizin knapp
1,6 Milliarden Euro investiert. Das waren 16% mehr als im Vorjahr.
Der Anteil der Forschungsaufwendungen an den Erlösen bei den
verschreibungspflichtigen Medikamenten betrug etwa 18%.
Neue Markteinführungen und Zulassungen stehen bevor. Für 2007 wird
die Einführung des RESPIMAT(R) Inhaler, eines fein dosierenden,
treibgasfreien Inhalationsgerätes, für das wichtige Medikament
SPIRIVA(R) in den ersten Märkten erwartet. Dabigatran, zur
Verhinderung thrombo-embolischer Erkrankungen, ist in Europa zur
Zulassung eingereicht. Vier wichtige klinische Großstudien zu
Dabigatran, SPIRIVA(R), MICARDIS(R) und AGGRENOX(R) mit insgesamt
fast 90.000 Patienten gehen in ihre Endphase. Hier werden 2008 die
ersten Ergebnisse erwartet. Dr. Banchi: "Wir sind sehr optimistisch
gestimmt, denn die Perspektiven bleiben erfreulich."
Pressekit:
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Rückfragehinweis:
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