Wohnbauförderung für Klimaschutzmaßnahmen einsetzen

IG Passivhaus Österreich, Austria Solar und propellets Austria zeigen auf: Sanierungsziele nur mit ambitionierter Trendwende erreichbar

Wien (OTS) - Wohnbaufördergelder für den Klimaschutz einzusetzen, macht Sinn, sind sich die Experten von Austria Solar, proPellets Austria und der IG Passivhaus Österreich einig. Eine neue Studie der IG Passivhaus zeigt auf, dass für den Gebäudebereich die Klimaschutzziele der EU und die im Regierungsübereinkommen vereinbarten Ziele für Sanierung im Wohnbau nur erreichbar sind, wenn eine konsequente Trendwende im Wohnbau und der Sanierung stattfindet.

Die Experten der Verbände haben realistische Forderungen erarbeitet. Eine Trendwende heißt, Passivhausstandards im Neubau breit einzuführen und bis 2020 alle Nachkriegsbauten von 1945-1980 entsprechend thermisch zu sanieren, die Energieeffizienz könnte im Schnitt um 70% verbessert werden. Der reduzierte Energiebedarf kann dann durch erneuerbare Energien gedeckt werden. Die CO2-Emissionen des gesamten Wohnbaus könnten bis 2020 um 52 Prozent reduziert werden. Die Maßnahmen setzen sich aus 4,69 Mill. to CO2-Einsparung durch Passivhausstandard und optimale thermische Sanierungen, sowie 3,95 Mill. to CO2-Einsparung durch Nutzung Erneuerbarer Energieträger, wie Biomasse, Solarenergie u.a. zusammen.

Das eine Änderung möglich ist, zeigen einige Bundesländer vor. In Salzburg wurden 1994 ca. 10% aller geförderten Neubauten mit Solaranlagen bzw. Biomasseheizungen ausgestattet, 2005 waren es durch andere Fördermechanismen über 60%", erklärt DI Hackstock von Austria Solar. Was im Passivhausstandard durch Fördermittellenkung erreicht werden kann, zeigt Vorarlberg seit Beginn des Jahres auf.

DI Rakos von proPellets Austria ergänzt: " Die Änderung der Wohnbauförderung ist ein Gebot der Stunde. Durch niedrigen Energieverbrauch von Häusern, die gut gedämmt gebaut oder saniert werden, könnten wir in Ö. bis 2020 1/4 aller Wohnungen mit rund 1.000.000 t Pellets beheizen. Bereits 2008 werden unsere Produzenten rund 1.500.000 t Pellets produzieren, der aktuelle Verbrauch liegt bei 400.000t." "Wir müssen jetzt für unsere Kinder handeln", ist Ing. Lang, von der IG Passivhaus, überzeugt.

Infos: www.igpassivhaus.at

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